Der Rhyolith zählt zu den Vulkaniten. Er zeigt häufig Fließstrukturen oder ist geschichtet. Korngröße und Farbe können variieren. Eingeregelte Einsprenglinge (Quarz, Feldspat, Hornblende, Glimmer) sind manchmal vorhanden. Der Rhyolith ist reich an Quarz. Helle Mineralien mit einem Anteil von 80 bis 100 % dominieren (Quarz, Feldspat, Plagioklas). Dunkle Mineralien sind Pyroxene, Biotit, Zirkon und Apatit.
Granitporphyr oder Granophyr entspricht in seiner chemischen Zusammensetzung dem Rhyolith als Oberflächengestein. Diesem gegenüber ist er allerdings ein fein- oder grobkörniges Tiefengestein mit hohem Silikatanteil, ein Plutonit. Im Gegensatz zu einem Granit mit seiner grob- und gleichkörnigen Verteilung der Kristalle (d.h. alle Minerale haben ungefähr die gleiche Größe) besitzt ein Granitporphyr oder Granophyr ein Gesteinsgefüge mit einer dichten, für das blose Auge meist nicht als kristallin erkennbaren Grundmasse und darin eingelagert gut sichtbaren . . Kristalle, den Einsprenglingen (von Kalium-Feldspat, Quarz und bisweilen Biotit und/oder Plagioklase). Dies wird als ein porphyrisches Gefüge bezeichnet. Der Begriff "Porphyr" gilt also nicht für ein bestimmtes Gestein, sondern für ein bestimmtes Gefügebild eines Gesteins. Porphyre haben für gewöhnlich eine saure (quarzreiche) bis intermediäre Zusammensetzung und enthalten einen hohen Anteil an Feldspaten.
Bei diesem Porphyr sind zwei Arten zu unterscheiden:
1. Quarzporphyr mit Einsprenglingskristallen von Quarz und bisweilen Biotit
2. Granitporphyr mit Einsprenglingskristallen von Kalium-Feldspat, Quarz und bisweilen Biotit und/oder Plagioklas
Der Granophyr ist von der Farbe her meist hell oder gräulich. Neben Quarz ist das Auftreten von Feldspat entscheidend. Geringere Anteile haben dunklere Minerale wie Pyroxen und Olivin. Sie machen aber meist nicht mehr als 5 % der Gesteinsmasse aus. Unter dem Mikroskop erkennt man, dass Feldspat und Quarz zusammengewachsen sind. Granophyr ähnelt dem Granit, der aber viel grobkörniger ist.

Abb. 1 Granophyr
Granophyr kann also als ein saures, klein- bis feinkörniges magmatisches Gestein mit einer mikrographischen Verwachsung von Quarz und Feldspat definiert werden.
Granitporphyrgänge treten im Schwarzwald unregelmäßig verteilt auf. Ihre Mächtigkeit variiert stark zwischen wenigen Metern und mehreren Zehnermetern. Meistens stehen die Gänge saiger (senkrecht) oder fallen steil ab. Im Gelände bilden die Porphyrgänge aufgrund ihrer Verwitterungsresistenz häufig morphologische Rippen. Für die Experten: Die Granitporphyrgänge können als das Ergebnis von Aufschmelzungsprozessen der den Schwarzwald unterlagernden Kruste gesehen werden, welche während einer bruchtektonischen Phase ins überlagernde Grundgebirge intrudierten.
Der Granophyr weist eine sehr hohe Zähigkeit und Verwitterungsbeständigkeit auf. Als Verwendungsmöglichkeit wird daher ein hochwertiger und widerstandsfähiger Verkehrswegebaustoff (Straßenbau, Gleisschotter) in Betracht gezogen. Ein weiterer möglicher Einsatzzweck wird als Zuschlag für Beton und im Hang- und Uferverbau gesehen.
Bei WP1 begegnen wir zum ersten Mal unserem Porphyrgang, der von hier über WP2 zum WP3 zieht. Neben dem graugelben, ungebänderten, sehr harten und feinkörnigen Granophyr sind hier auch milchigweiße und fettglänzende Gang-Quarze zu finden.

Abb. 2 Granophyr und Gangquarz vom WP1
Von WP1 verläuft der Gang fast parallel oberhalb des kleinen Waldweges bis zum WP2. Hier kreuzt er den Waldweg und ist besonders mächtig.Das harte Gestein war als Wegschotter sehr beliebt und wurde auch abgebaut, deshalb die runden "Buchten" neben dem Weg, die Reste kleiner Abbaugruben darstellen. Bei WP3 begenen wir dem Granophyrgang schließlich zum dritten Mal.
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1. Wie unterscheidet sich das Auftreten des Granophyr-Ganges an den drei Wegpunkten WP1, WP2 und WP3 ?
2. Bei WP 2 ist die Form des Granophyr-Ganges deutlich zu sehen. Beschreibe diese sowohl direkt hinsichtlich des Aufschlusses am Weg und etwa 10 Meter weiter oben. Wie stellt sich die Vegetation aud diesem Gang dar ? Worauf mag dies zurückzuführen sein ?
3. Betrachte eine Probe des Gesteins unter der Lupe. Was ist zu sehen ?
Sende mir die Antworten bitte über meinen Account. Danach darf sofort geloggt werden. Sollte etwas nicht stimmen, werde ich mich melden. Viel Spass bei der Exkursion.
Quellen:
LGRBwissen: Granitporphyr im Südschwarzwald https://lgrb-bw.de/rohstoffgeologie/rohstoffe-des-landes/plutonite-inclusive-ganggesteine-grundgebirgssteine-3
Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord: GeoTour Hausach
Abb. 1: Werner, Wettenbrink, Bock, Kimmig: Naturwerksteine aus Baden-Württemberg, Freiburg 2013, Seite 528
Abb 2: Eigene Aufnahme