Es hat fast schon etwas Magisches: Erst ist da nichts. Zumindest nichts, mit dem man etwas anfangen kann. Nur ein menschenfeindliches, ödes Sumpfgebiet. Dann kam der Preußenkönig mit seinen Landvermessern, und schließlich wurde dem Sumpf jede Menge guten Landes abgerungen, das als Weide und Acker genutzt werden konnte.
Königliches Mammutprojekt
300 Jahre ist das nun her. 1718 hat König Friedrich Wilhelm I. den Befehl gegeben, das Havelländische Luch zwischen Brieselang und Rathenow trockenlegen zu lassen. Herzstück des Mammutprojektes, das wegen der geforderten Selbstbeteiligung bei der Bevölkerung anfangs nicht auf besonders viel Gegenliebe stieß, war der Große Havelländische Hauptkanal. Und ist es bis heute. Der Kanal beginnt am Schöpfwerk Zeestow und endet schließlich im Hohennauener See.
Autor: Ralf Stork
Veröffentlicht: MAZ 10.09.2018