Die Münchner Stadtentwässerung betreibt als Eigenbetrieb der Landeshauptstadt München ein Kanalnetz zur Ortsentwässerung mit rund 2.424 km Länge und ca. 36.000 Schächten.
Die Deckel zu den Schächten bestehen aus Guss oder Betonguss und sollten einen Durchmesser von 625 mm oder 800 mm haben. Ältere Schächte mit kleineren Abdeckungen, welche meist einen Durchmesser von 500 mm haben, werden als Mannlöcher bezeichnet.
In diesem Bereich Schwabings wurden die begehbaren Kanäle aus Klinker in den Jahren 1898 bis 1902 gebaut. Die Rohrkanäle folgten in den Jahren danach, sodass die für den Zutritt in die Kanalisation benötigten Schächte, in diesem Fall Mannlöcher, rund 100 Jahre alt sind.
Seit Jahren werden Hunderte Mannlöcher aus Gründen der Arbeitssicherheit (Unfallverhütungsvorschriften) und im Zuge von Sanierungsmaßnahmen gegen aktuelle Schachtabmessungen mit neuen Abdeckungen umgebaut. Hierfür müssen auch der Schachthals und der Konus angepasst werden. Diese Umbaumaßnahmen erfolgten in diesem Teil Schwabings im Herbst 2019, sodass auch in diesem Bereich die Mannlöcher Geschichte sind.