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Murnau - 4Schanzen 2020 Mystery Cache

This cache has been archived.

Xoxi: archiviert

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Hidden : 12/29/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Momentan werden keine Caches veröffentlicht, daher bleibt dieser zunächst erhalten!
DER CACHE IST NICHT AN DEN ANGEGEBENEN KOORDINATEN, ABER IHR KÖNNT DORT PARKEN


Im vergangenen Jahrhundert waren das Strandhotel und das Strand-Café in der Murnauer Bucht des Staffelsees gesellschaftliche Treffpunkte. Im Winter, wenn der Staffelsee zugefroren war, trafen man sich zum Eisstockschießen, Schlittschuhlaufen und zu den regelmäßig stattfindenden Eisrennen. Dabei kam die Idee auf, zur weiteren Erhöhung der Attraktivität am steilen Südufer des Staffelsees eine Skisprungschanze zu bauen. Diese Pläne wurden zwar nicht ausgeführt, jedoch wurde 1924 eine Schanze 3 km weiter westlich errichtet, die "Berggeistschanze". Im Jahr 1951 wurde dort der Schanzenrekord von 43,0 m aufgestellt! Die Berggeistschanze gibt es zwar nicht mehr, zur Erinnerung daran gibt es aber diesen cache.

Seit 1. 1. 2010 gibt es jedes Jahr einen neuen Mystery-Cache, der sich meist auf die Ergebnisses des Neujahrs-Skispringens (1. Januar 2020) in Garmisch-Partenkirchen bezieht. Nur diesmal nicht: diesmal müsst ihr selbst Punktrichter spielen!


Beim Skispringen gewinnt der Springer mit der größten Punkzahl. Diese berechnete sich früher nur aus Sprungweiten und Haltungsnoten. Inzwischen ist die Berechnung komplexer geworden, es fließen auch Windgeschwindigkeiten und Anlauflängen mit ein. Die Haltungsnoten werden nach wie vor von Kampfrichtern vergeben, aber die Sprungweiten werden elektronisch gemessen, die Korrekturen für Windgeschwindigkeiten und Anlauflängen werden ebenfalls elektronisch aufbereitet und dann mit den Haltungsnoten elektronisch zusammengeführt. So haben der Springer und die Zuschauer unmittelbar nach dem Sprung das Punkteergebnis vorliegen.

Für das anstehende Neujahrsskispringen hat nun die Rennleitung Bedenken bekommen, dass das Computersystem während der Veranstaltung ausfallen könnte. Damit man dadurch nicht gezwungen ist, den Event abzubrechen, sucht die Rennleitung jetzt fähige Leute, die in der Lage sind, alle Berechnungen innerhalb kurzer Zeit von Hand durchzuführen. Dazu hat sie Geocacher angesprochen, nachdem bekannt wurde, dass diese bei vielen Mysteries und Multis mitten im Wald ohne Computer und ohne Netzverbindung recht fix ähnlich komplexe Berechnungen durchführen können.  

Wenn ihr der Rennleitung helfen wollt, dann führt einfach den hier beschriebenen Test durch. Zur Belohnung gibt's dann auch noch einen cache zu heben.


Teil 1: Die Weitenpunkte

Aufgaben A und B: Findet die Parameter der Schanze.

Damit man auf  unterschiedlichen Schanzen vergleichbare Punkteergebnisse berechnet, fließen bestimmte Parameter der Schanzenbauart ein. Zwei wichtige Parameter sind die Schanzengröße ("Hill Size", "HS") und der Konstruktionspunkt ("K-Punkt", "K"). Diese findet ihr auf der aktuellen "Schanzenprofilbestätigung"

Achtung: Der folgende Link startet den Download einer Datei mit weiteren Details, die zum Finden des Geocaches benötigt werden. Als der Cachebesitzer versichere ich, dass diese Datei ungefährlich ist. Die Datei und ihr Inhalt sind nicht von Groundspeak oder einem Geocache Reviewer auf schädlichen Inhalt überprüft worden und die Datei wird auf eigene Gefahr heruntergeladen:

"Schanzenprofilbestätigung"

Ihr könnt natürlich auch einfach im Internet recherchieren, wenn ihr die Schanzenprofilbestätigung nicht herunterladen wollt!

Aufgabe A: A = Hill Size der Olympiaschanze Garmisch-Partenkirchen.

Aufgabe B: B = K-Punkt der Olympiaschanze.   

Aufgaben C und D: Berechnet den Windeinfluss auf die Sprungweite.

Während des Sprungs werden die Windgeschwindigkeiten an fünf Messpunkten entlang der Flugbahn gemessen und dann der Mittelwert berechnet. Bei Aufwind hat der Springer den Vorteil, weiter zu springen als dies bei Windstille der Fall wäre, bei Abwind hat er einen Nachteil. Man hat nun für jede Schanze viele Sprünge durchgeführt und daraus berechnet, wie groß die Vor- und Nachteile an der jeweiligen Schanze sind:

Herrscht an der Olympiaschanze während des Fluges ein Mittelwert von 1 m/sec Aufwind, springt man 5.8 Meter weiter als bei Windstille. Von der gemessenen Sprungweite würden daher 5.8 m abgezogen. Bei einem Abwind von 1 m/sec springt man 7.0 m kürzer und man bekäme 7.0 m zur Sprungweite addiert. Bei größeren oder geringeren Windgeschwindigkeiten werden die Werte ensprechen angepasst.

Aufgabe C: Springer 1 hat 0.69 m/sec Aufwind. C = Meter die abgezogen werden (gerundet auf ganze Meter)   

Aufgabe D: Springer 2 hat 0.86 m Abwind. D = Meter die addiert werden (gerundet auf ganze Meter)

Aufgaben E und F: Korrigiert die Sprungweiten.

Springer 1 sprang 128 m weit.

Aufgabe E: E = korrigierte Sprungweite Springer 1 nach Einbeziehen der Windkorrektur.

Springer 2 sprang 122 m weit.

Aufgabe F: F = korrigierte Sprungweite Springer 2 nach Einbeziehen der Windkorrektur.

Aufgaben G, H und I: Berechnet die Weitenpunkte.

Mit den korrigierten Sprungweiten werden nun die Weitenpunkte berechnet. Diese hängen nicht nur von der korrigierten Sprungweiten (Aufgaben E und F) ab, sondern auch von den Parametern der Schanze (Aufgaben A und B). An der Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen beträgt der Korrekturfaktor 1.8:

Springt der Springer exakt auf den Konstruktionspunkt K (siehe Aufgabe B), dann erhält er 60 Punkte. Springt er kürzer, werden ihm Punkte von diesen 60 Punkten abgezogen, springt er weiter, dann werden ihm Punkte zu den 60 addiert. Pro Meter Unterschied zum K-Punkt werden 1.8 Punkte abgezogen oder addiert: 

vorläufige Punkte  =  ("korrigierte Sprungweite" - "K-Punkt") * 1.8 + 60

Weiterhin hängen die Weitenpunkte von der Anlauflänge ab. Zu Beginn des Springens legt die Jury fest, aus welcher Luke (Gate) gestartet wird. Sie kann während des Springens die Anlauflänge verlängern oder verkürzen. Um vergleichbar zu bleiben, werden dann die Punkte durch den "Gate-Faktor" korrigiert. Dieser beträgt für die Olympiaschanze 7.67 Punkte pro Meter: Startet der Springer aus dem Anfangs festgelegten Gate, werden die Punkte nicht korrigiert. Bei einem um 1m verkürzten Anlauf erhält der Springer 7.67 Punkte gutgeschrieben, bei einem um 1m verlängerten Anlauf  ebensoviele Punkte abgezogen.

 Aufgabe G:

Springer 1 startete aus dem Anfangs festgelegten Gate. G = Weitenpunkte des Springers 1 (1 Stelle hinter Komma).

Aufgabe H:

Springer 2 startete aus einem um 0.91m höher gelegenen Gate. Wieviele Punkte bekommt er wegen des Gate-Faktors abgezogen? H = Gate-Korrektur für Springer 2 (gerundet, ohne Kommastellen).

Aufgabe I:

I = Weitenpunkte des Springers 2 (eine Stelle hinter Komma).

Berechet den N-Teil der Koordinate:

Bravo, ihr habts schon bis zur Berechnung des Nord-Teils der Koordinate des Cache-Verstecks geschafft (falls nötig Ergebnis runden):

N 47° 40. (A + B + C + D + E + F + G + H + I)


Teil 2: Die Haltungspunkte

Nun habt ihr die Rennleitung soweit überzeugt, dass sie überlegt, euch sogar als Sprungrichter-Kandidat anzustellen. Nach den FIS-Richtlinien ist es nämlich erlaubt, dass einer der Sprungrichter ein Kandidat ist. Dazu müsst ihr euch in die Berechnung der Haltungs- und Bewegungspunkte einarbeiten:

Von den Sprungrichtern ist das äussere Erscheinungsbild des Bewegungsablaufs des Springers vom Passieren der Absprungkante bis zum Passieren der Sturzgrenze im Auslauf unter dem Aspekt der Präzision (zeitlicher Ablauf), Perfektion (Bewegungsführung), Stabilität (Flughaltung, Ausfahren) und allgemeine Sicherheit zu beurteilen.

Die "Internationale Skiwettkampfordnung IWO), Band III: Skispringen, genehmigt durch den 51. Internationalen Skikongress, Costa Navarino (GRE), mit Anpassungen und Präzisierungen 2019", gibt dazu genaue Anleitungen:

Die Sollvorgaben für die ideale Sprungausführung betreffen

 Ausnützen von Körper und Ski als Flugsystem im Flug

 Arm- und Beinhaltung sowie Skiführung im Flug

 Bewegungsablauf der Landung und

 Verhalten beim Ausfahren.

 

Die Berechnung der Punkte:

Der Sprung wird von fünf Punktrichtern bewertet.

Für Fehler und Mängel im Bewegungsablauf der drei Bewegungsabschnitte Flug, Landung und Ausfahren werden Punkte abgezogen. Der Sprungrichter teilt seine Punkteabzüge getrennt nach Flug, Landung sowie Ausfahren an die Berechnung (Computer und/oder Rechenbüro) mit. In jeder Fehlergruppe werden 0 bis 5 bzw. in der Gruppe Ausfahrt 7 Punkte in 0,5-er-Schritten abgezogen.

 

 

1. Fehlergruppe: Flug.

Der Springer soll

 durch einen effektiven Absprung die Flugbahn anheben und

 nach Passieren der Absprungkante möglichst schnell die optimale Flughaltung einnehmen

 und zum richtigen Zeitpunkt die Landevorbereitung beginnen.

 

Bewertungskriterien

 Aktive Einflussnahme auf das Ausnutzen der Luftkraftwirkung.

 Verbindung von Körper und Ski zu einem ganzheitlichen Flug-System.

 Einnahme einer stabilen und hinsichtlich der rechten und linken Seite streng symmetrischen Ski-, Bein- und Armhaltung.

 Völlig gestreckte Beine.

 

Punkteabzüge Flug:

 Maximaler Abzug für den gesamten Bewegungsabschnitt: 5,0 Pkt.

 

2.Fehlergruppe: Landung.

Der Springer soll

 aus einer stabilen optimalen Flughaltung den Kopf und Oberkörper aufrichten, die Arme seitlich nach vorn/oben führen und die Skier in die Parallelstellung drehen;

 unmittelbar vor der Bodenberührung mit den Skienden eine leichte Schrittstellung einnehmen und in den Kniegelenken leicht einbeugen;

 nach der Bodenberührung mit den Skienden das Abbremsen des Landeimpulses durch die elastischen Widerstandskräfte der sich durchbiegenden Skihinterteile durch Muskelkrafteinsatz aktiv unterstützen;

dabei gleichzeitig

 die Schrittstellung weiter vergrössern und mit dem hinteren Bein entsprechend tiefer einbeugen (Telemark-Beinstellung) sowie bei schmaler Skiführung den Landedruck gleichmässig auf beide Seiten verteilen und zur Stabilisierung des Gleichgewichtes die Arme waagerecht nach vorn/oben strecken.

 

Bewertungs-Kriterien

 Harmonischer Übergang beim Öffnen der Anflughaltung zur Landung.

 Einnahme einer geringen Schritt- und Beugestellung bei der ersten Bodenberührung.

 Aktives Mitwirken beim Abbremsen durch die elastischen Widerstandskräfte der sich durchbiegenden Skier.

 Standsichere Bewältigung des Landestosses durch optimales Einbeugen (nicht zu tief und nicht zu lange beibehalten) und Vergrössern der Schrittstellung.

 Voll ausgeprägte Telemark-Beinstellung am Ende der Bremsphase, d.h., mittlere Schrittstellung (Abstand von der Ferse des Vorderschuhes bis zur Spitze des Hinterschuhes annähernd eine Schuhlänge, zumindest die Spitze des Hinterschuhes noch hinter der Ferse des Vorderschuhes) und deutlich tiefere Beugestellung des hinteren Beins.

 Schmale und saubere Skiführung (Abstand zwischen den Skiern nicht grösser als zwei Skibreiten sowie parallel geführt und vollflächig aufgesetzt).

 

Punkteabzüge:

 Maximaler Abzug für den gesamten Bewegungsabschnitt 5,0 Pkt.

 Keine Telemark-Beinstellung (parallele Fussstellung)

Sturz am Ende des Landungsvorganges als Einzelfehler) mind. 2,0 Pkt.

 

3. Fehlergruppe: Ausfahren.

Der Springer soll:

nach dem Abbremsen des Landeimpulses in der Schritt- und Beinstellung (Telemark-Beinstellung) kurze Zeit verbleiben und dabei

 den Oberkörper allmählich aufrichten und

 danach bei beliebiger Beinstellung und beliebiger Armhaltung aufgerich-tet mit schmaler und sauberer Skiführung (gegebenenfalls in Pfeil-stellung zum Abbremsen) sowie bei vollem Gleichgewicht standsicher bis über die Sturzgrenze ausfahren.

 

Bewertungs-Kriterien:

 Kurzzeitiges Verbleiben in der Telemark-Beinstellung (Fahrstrecke ungefähr 10 bis 15 Meter) nach der Landung.

 Schmale und saubere Skiführung

 Standsicheres Ausfahren bei vollem Gleichgewicht in aufrechter Körperhaltung sowie bei beliebiger Beinstellung und beliebiger Armhaltung bis über die Sturzgrenze.

 

Punkteabzüge:

 Maximaler Abzug für den gesamten Bewegungsabschnit 7,0 Pkt.

 Unsauberes und/oder unsicheres Ausfahren durch den Übergangsbogen bis zum Passieren der Sturzlinie 0,5 bis 3,0 Pkt.

 Durchfahren des Übergangsbogens mit Berühren der/des Ski/Schnee/Matte mit den Händen und/oder Körperteilen. Dies gilt auch für das Passieren der Sturzlinie in dieser Position. 4,0 bis 5,0 Pkt.

 Sturz vor oder auf der Sturzgrenze 7,0 Pkt.

 

Aufgabe J:  Berechnet die Haltungspunkte:

Ich hoffe, ihr habt den Sprung von Springer 1 gut beobachtet und alle oben aufgeführten Bewertungsrichtlinien beachtet. Dazu hattet ihr etwa 10 Sekunden Zeit. Vier Punktrichter haben bereits ihr Ergebnis für Springer 1 an die Rechenabteilung geliefert. Tragt euer Ergebnis für seinen Sprung in die Tabelle ein:

 

Nun wird in der Tabelle das beste und das schlechteste Ergebnis gestrichen. Die übrigen drei Ergebnisse werden addiert. Das sind dann die "Haltungspunkte".

Aufgabe J: J = "Haltungspunkte" für Springer 1

 

Berechnung des E-Teils der Koordinate (falls nötig runden):

E 011° 11.(J + 10)


Teil 3: Koordinaten - Überprüfung.

Wie das geht wisst ihr ja:


Additional Hints (No hints available.)