🌠Meteoriten🌠 im Museum für Naturkunde
Das Museum für Naturkunde besitzt mit über 6.000 Fundstücken die größte Meteoritensammlung Deutschlands. Meteoriten bilden einen Sonderfall unter den Gesteinen und lassen sich nur in Museen betrachten. Daher wurde dieser EarthCache im Vorfeld durch das GC HQ und die GSA genehmigt.
Um diesen EarthCache absolvieren zu können muss das Museum für Naturkunde besucht werden. Es gelten die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und die Hausordnung des Museums. Diese und weitere Informationen findet ihr hier.

Einleitung
Meteorite sind Gesteins- oder metallische Brocken aus dem Kosmos, die die Erdatmosphäre durchquert und den Erdboden erreicht haben. Meteorite sind Bruchstücke von Asteroiden. Sie entstammen dem Asteroidengürtel, der zwischen der Umlaufbahn von Mars und Jupiter liegt. Kometen, die ebenfalls die Erde treffen können, kommen dagegen aus dem äußeren Sonnensystem. Etwa 40.000 Tonnen kosmischen Materials fallen jährlich auf die Erde. Das meiste davon ist jedoch nicht größer als ein Staubkorn. Größere Meteoritenfälle sind sehr selten. Meteorite werden an Hand ihrer Entstehungsprozesse eingeteilt. Dabei werden ihre unterschiedlichen chemischen und mineralischen Eigenschaften herangezogen. Die verschiedenen Typen von Meteoriten lassen dabei Rückschlüsse auf deren Entstehung und die Zusammensetzung ihrer Mutterkörper zu. Grundsätzlich wird in drei große Meteoritengruppen unterschieden, in Eisen-, Steineisen- und Steinmeteoriten und ihre jeweiligen Untergruppen.

Klassifikation der Meteorite
Steinmeteorite sind die am häufigsten vorkommenden Meteorite. Die meisten von ihnen enthalten kleine Mineral-Kügelchen, die so genannten Chondren. Chondren sind millimetergroße Silikatkügelchen, die in eine feinkörnige Grundmasse eingebettet sind. Sie treten in sogenannten undifferenzierten Meteoriten auf und stellen die größte Gruppe der Steinmeteorite, die auch Chondrite genannt werden, dar. Diese können bis zu 80% Chondren enthalten. Chondrite sind seit ihrer Entstehung niemals aufgeschmolzen worden und damit die ursprünglichsten Gesteine des Sonnensystems. Steinmeteorite, die keine Chondren enthalten, werden Achondrite genannt. Man unterscheidet primitive von differenzierten Achondriten. Primitive Achondrite wurden nur teilweise aufgeschmolzen. Differenzierte Achondrite dagegen sind magmatische Gesteine, die im Mantel oder in der Kruste ihres Mutterkörpers vollständig aufgeschmolzen wurden.

Stein-Eisen-Meteorite sind die seltensten Meteorite. Sie machen mit etwa fünf Prozent nur einen geringen Anteil aller Meteoriten aus. Sie bestehen, wie schon der Name andeutet, aus einer Mischung von Silikat-Mineralen und der für Eisenmeteoriten charakteristischen Eisen-Nickel-Legierung. Sie werden in Pallasite und Mesosiderite unterteilt. Pallasite sind an ihren großen, grün- bis bräunlich gefärbten Olivinkristallen erkennbar, die im Metall eingeschlossen sind. Typischerweise liegt das Verhältnis von Olivin und Metall bei etwa eins zu zwei. Die Mesosiderite bestehen dagegen aus Bruchstücken magmatischer Gesteine und Metall. Möglicherweise sind sie das Produkt einer Kollision von zwei Kleinplaneten.

Eisenmeteorite stammen wahrscheinlich aus dem Kern ehemaliger Asteroiden, bei deren Entstehung sich die schweren Elemente Eisen und Nickel im Innern absetzten. Sie werden oft als Modell für die Zusammensetzung des Erdkerns angesehen. Im Inneren der Asteroiden waren die Metalle vollständig aufgeschmolzen und gemischt. Sie bestehen aus verschiedenen Eisen-Nickel-Legierungen, deren Verwachsungen durch Anätzen von polierten Oberflächen der Meteorite sichtbar gemacht werden können.

Begebt euch in die Ausstellung „Kosmos und Sonnensystem“ und beantwortet die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.
Fragen:
Begib dich nun in das Erdgeschoss der Ausstellung „Kosmos und Sonnensystem“ und suche den Eisenmeteorit aus Gibeon.
1. Beschreibe seine Oberfläche. Wie fühlt er sich an?
2. Warum ist die Oberfläche so beschaffen?
3. Wie schwer ist er?
4. Mache, als Beweis für deinen Besuch, ein Foto von dir oder einem persönlichen Gegenstand mit dem Eisenmeteorit.
Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:Bilder: Nine&Dido
Infotafel vor Ort
https://de.wikipedia.org/wiki/Chondren
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenmeteorit
https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorit
https://de.wikipedia.org/wiki/Stein-Eisen-Meteorit
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
Happy Hunting wünschen

Dank der lieben Mudelpütze könnt ihr euch auch ein Banner in euer Profil laden:

https://img.geocaching.com/large/ee3e346e-a281-4fc5-bc21-e342926f4c93.jpg