Skip to content

Friederici's Erbe Letterbox Hybrid

Hidden : 03/19/2020
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Friedericis Erbe

Christian Ernst Friederici war der Sohn des Johann Friederici (1654–1731), der in Meerane Stadtschreiber, Vizebürgermeister und auch Orgelmacher war. Seine Ausbildung als Orgelbauer erhielt Christian Ernst Friederici beim Orgelbaumeister Gottfried Silbermann im sächsischen Freiberg.

Anschließend vervollkommnete er seine Fähigkeiten in der Stellung als Orgelbaugehilfe beim Orgelbaumeister Heinrich Gottfried Trost in Altenburg.

Etwa 1737 gründete er in Gera eine Klavier- und Orgelbauanstalt. In diese trat 1744 auch sein Bruder Gottfried Christian (1714–1777) ein. Die Werkstatt entwickelte sich zu einer der bekanntesten ihrer Art im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Es entstanden etwa 50 Orgelwerke. Friederici führte den Titel eines „Herzoglich gothaischen und altenburgischen Hof- und Landorgelbauers“.

Auf Friederici geht auch die Erfindung einer besonderen Orgelstimme zurück, des so genannten Nachtigallenschlages. Solche Naturstimmenimitationen waren im Barock beliebt, werden aber heute kaum mehr eingesetzt.

Wesentlich umfangreicher sind seine Innovationen auf dem Gebiet des Klavierbaus:

1745 baute er den ersten aufrechtstehenden Hammerflügel „Pyramide“. Er war der Anfang zur Entwicklung des zu Beginn des 19. Jahrhunderts verbreiteten vertikalen Flügels, die später zum Pianino führte. 

 

Ab 1758 nahm Friederici quasi die Serienfertigung kleiner rechteckiger Hammerklaviere auf, die er mit „Fortbiens“ bezeichnete.

Daraus entwickelten sich die bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreiteten Tafelklaviere. Zu den Kunden der Werkstatt Friedericis zählten unter anderen Philipp Emanuel Bach, Leopold Mozart und die Familie Goethe in Frankfurt am Main. Also lernten wohl Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Wolfgang von Goethe das Klavierspiel auf einem Friederici-Instrument.

Die Stadt entwickelte sich fortwährend im Klavierbau weiter und so gründete im Jahr 1858 Wilhelm Spaethe d. Ä. (Nachname auch Späthe geschrieben) sein Unternehmen.

Am Anfang wurden Harmonikainstrumente hergestellt, später auch Pianoforte und Flügel.

Mit zunehmendem internationalem Erfolg wurden ebenfalls Bandoneons erzeugt.
Die hierzu benötigten Tonzungen wurden von der Firma Gebrüder Dix in Gera erzeugt.

Die Klavierbaufabrik wurde nach dem Tod ihres Gründers am 22. September 1878 zunächst von seinem Sohn Otto und später seinem Enkel Paul weitergeführt.

Wilhelm Ernst Spaethe und Otto Paul Spaethe wurden als Gesellschafter der Firma zu k.u.k. Hof-Pianoforte- und Harmoniumfabrikanten ernannt.

Späthe ließ die erste Spaethsche Villa in den Jahren zwischen 1868 und 1879 für Wilhelm auf der Südwestecke eines in dieser Zeit großen Fabrikgrundstückes in der Geraer Innenstadt erbauen.

Paul Späthe ließ die 2. Villa Späthe in Gera 1910 erbauen.

 


Die Villa trägt heute den Namen der Stadtgründerin Adelheid, an die ursprünglich die Adelheidstraße (jetzt Clara-Zetkin-Straße) und der Adelheidplatz (jetzt Johannisplatz) erinnerten.
Adelheid wurde das Land Gera mit allen Rechten am 26. April 999 von ihrem Bruder Kaiser Otto III. zur Verfügung gestellt.

Die Herstellung der Resonanzböden wurde in den folgenden Jahren durch den Klaviaturenfabrikant Hermann Schlesinger Gera in der Geschwister-Scholl-Straße weiter fortgeführt.
Das dort ansässige Residenztheater hatte seine besten Jahre hinter sich und so wurden die Klaviere in den ehemaligen Räumen des Theaters hergestellt.

Die Weiterentwicklung der Klavierherstellung in Gera wurde durch den Zusammenschluss im Jahr 1967 der Klaviaturenfabrik in Langenberg, der Ersten Reußische Klaviaturenfabrik, Oscar Rysse & Co. - deren Gründer Wenzel Raaz, Otto Lummer und Oskar Rysse waren - und die Resonanzbodenherstellung in der Geschwister-Scholl-Straße zur Piano-Union mit Hauptsitz in Leipzig voran getrieben.
Fast 30 Jahre wurden hochwertige Musikinstrumente für den Export hergestellt, die in aller Welt zu Bekanntheit führten.

1994 war die Geschichte der Klavierherstellung in Gera dann zu Ende, doch das Erbe Friedericis bleibt bestehen!

___________________________________________________________

Auf den Spuren dieses kulturellen Erbes möchten wir euch nun gern auf einen Spaziergang durch Gera einladen:

An den Listingkoordinaten steht ihr in der Friedericistraße. Namensgeber sind die Gebrüder Friederici, die in Gera den Klavierbau etablierten.

Schaut euch um, ihr seht in der Nähe ein großes Metalltor. Stellt euch davor. Ihr seht auf der rechten und auf der linken Seite jeweils eine Zahl, die Differenz sei A.

Geht weiter in südöstliche Richtung und lauft durch das gläserne Hindernis hindurch, immer gerade aus (holt euch keine nassen Füße). Wenn ihr auf der anderen Seite wieder das Tageslicht erblickt, biegt links ab und folgt dem Wandelgang.

Sobald es nach Leder und frischem Kaffee riecht, biegt rechts ab. Denkt daran, bei Rot bleibe stehn, bei Grün kannst du gehn! Nach dem 3. Grün bleibt stehen, schaut nach oben und zählt die Eckbalkone. Die Anzahl ist B.

Geht nun in süd(öst)liche Richtung weiter. Lasst die große rote Säule links neben euch liegen und lauft weiter. Im weiteren Verlauf geht es an 2 großen und wichtigen Säulen unserer Sozialversicherung vorbei, bis ihr schließlich links in eine Straße einbiegt, die euch an unsere Landeshauptstadt erinnern sollte.

Folgt dieser ein kleines Stück und wenn ihr nicht weiter kommt, biegt erneut links ein.

Wenn ihr das Listing aufmerksam gelesen habt, wisst ihr nach ein paar Schritten und einem leichten Blick nach rechts, dass wir uns am ehemaligen Residenztheater befinden. Wie viele Fahnenmasten ziert dieses Gebäude? Die Antwort ist C.

Geht die kleine Straße weiter. Bevor die Spielstraße beginnt, geht es bergauf. Lauft langsam, ihr braucht die Luft noch.

Wenn ihr gelb seht, steuert darauf zu, dort angekommen, geht in nördliche Richtung weiter. Ab durch die Fußgängerzone, bis ihr am Ende dieser freundlich mit Kalispéra grüßt.

Galoppiert über die Straße und behaltet die Richtung bei.

Am Ende dieser Straße seht ihr auf der rechten Seite einen Notenschlüssel. Das Firmenlogo dieses Sammelsuriums der Töne hat welchen Buchstaben inne? Der Buchstabenwert ist eurer D.

Leicht bergab geht es nun weiter und bevor ihr besser abbremst - nicht, dass ihr noch ein Foto bekommt - und biegt links ein, damit es weiter leicht bergab geht.

Wenn ihr ein "Kind hört" stoppt! Gleich links nebenan findet ihr eine Informationstafel zu unserem nächsten Objekt, welches erstaunlicherweise trotz Namensgleichheit nichts mit dem Klavierbau zu tun hat. Wie lang ist dieses Objekt laut der Tafel? Eure Antwort ist E.

Geht nun durch sie hindurch. Dass sie früher mal länger war, als ihr herausgefunden habt, zeigen euch am Ende einige Bögen, die quasi für die visuale Verlängerung stehen. Wie viele Bögen sind es? Eure Antwort ist F.

Geht auch durch sie hindurch und weiter gerade aus, leicht bergab. Auf dieser ehemaligen Hauptader angekommen, geht in östliche Richtung weiter.

Nach einigen Schritten liegt euch welches Tier zu Füßen? Die Anzahl der Buchstaben ist eure Antwort G.

Weiter geht es leicht bergauf. An der nächsten Weggabelung seht euch um, ein Adler weist euch mit seinem Blick den Weg.

Einige Meter weiter könnt ihr nicht nur mit dem Rad, sondern natürlich auch zu Fuß guten Gewissens weiter.

Vorbei geht am ältesten noch aktiven Lichtspieltheater Geras. Wenn ihr hier eure Nasen am Schaufenster breit drückt, könnt ihr sogar einen Flügel stehen sehen.

Folgt den Schienen an der nächsten Gabelung.

Das 2. Haus sollte euch erneut bekannt vorkommen! Im Listing könnt ihr den Namen des Objektes finden, die Adleraugen unter euch können aber auch den Namen (nur Vornamen) in goldener Schrift an der Fassade des Hauses ablesen. Die Buchstabenanzahl ist eure Antwort H.

Geht weiter, wenn der Bergmann euch grüßt, biegt links ein. Bergab kullert ihr in eine kleine städtische Oase rein, in welcher ihr euch, wenn ihr hindurch seid, rechts haltet.

An einem Rundbeet angekommen, nehmt auf einer der nahegelegenen Sitzmöglichkeiten Platz. Lasst eure Blicke noch einmal schweifen ... seht ihr einen gelb-orangen Notenschlüssen an einem euch bekannten Haus? Wie heißt diese Einrichtung? Das 1. Wort in gelb-oranger Schrift hat wieviele Buchstaben? Eure Antwort ist I.

N 50° (A+C+H). (I-G) (B) (C)

E 012° (D-I-C). (F+G) (E-B+G+C)

 

___________________________________________________________

Hiweise:

Diese Letterbox ist aus der Sichtweise von Spaziergängern bzw. Radfahrern entstanden. Da es öfter mal durch "autofreie Zonen" geht, stellt das Auto einfach mal ab und genießt die Blicke, die euch beim vorbeifahren entgehen.

Die Letterbox ist nichts für Zwischendurch, ihr benötigt, wenn ihr gut unterwegs seid, mind. 1,5 Stunden, es kann aber auch mal länger dauern, wenn ihr eure Blicke schweifen lasst oder bei einem Eis irgendwo hängen bleibt.

Der Besitzer weiß über den Cache bescheid, nutzt aber für das Final bitte trotz allem den Checker, damit eure Suche nicht zu auffällig ist, ein Spoilerbild hilft euch dabei auch weiter.

Viel Spaß wünschen AKAHANGA und Marienkäferlein

 

Additional Hints (Decrypt)

BHG: yrfg qvr Uvajrvfr hagra vz Yvfgvat, Fcbvyreovyq haq Uvagf vz Purpxre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)