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Binnendünen „en miniature“: Sandschellen EarthCache

Hidden : 5/2/2020
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Geologie ist eine Wissenschaft. Aber wo man Wissen schafft, müssen es ja nicht zwangsläufig komplexe und komplizierte Texte sein. Deshalb versuchen wir euch mit diesem EarthCache mal das Thema „Düne“ einfach und verständlich zu vermitteln.



Im Landkreis Uelzen sind Dünen seltener anzutreffen, weniger markant und häufig durch Abgrabungen stark verändert. Hier im Osten von Bad Bevensen, am höher gelegenen Rand des Uelzener Beckens, liegt ein noch gut erhaltenes und deutlich erkennbares Dünenareal, welches uns als Anschauungsobjekt dienen soll.

Die Dünen sind hier nicht mehrere Meter hoch und sie sind vielleicht auch nicht auf den ersten Blick als Dünen zu erkennen. Das wollen wir ändern.

Dünen sind Windablagerungen

Im Allgemeinen gibt es zwei geologische Erscheinungen, die durch Windablagerungen entstehen: Dünen und Löss. Diese beiden Ablagerungsformen unterscheiden sich in der Größe der sie aufbauenden Sedimentpartikel. Die größten dieser Partikel, die mit dem Wind transportiert werden können, sind Sandkörner. Sobald die Windgeschwindigkeit nachlässt, fallen sie auf den Boden, während die kleineren Schluff- und Tonpartikel weiter in der Luftströmung verbleiben. Aus diesem Grund bestehen einige Windablagerungen - die Dünen - fast ausschließlich aus Sandkörnern. Die kleineren Schluffpartikel werden bei vollkommener Windstille abgelagert und bilden Lagen aus Löss.

Im folgenden Abschnitt lassen wir den Löss jedoch außer Betracht und beschäftigen uns nur mit den Dünen und wie sie vom Wind gebildet werden.

Wandernde Sandhaufen

Sanddünen formen sich dort, wo der Wind nahezu konstant weht und wo große Sandmengen vorliegen, die nicht durch Vegetation oder Feuchtigkeit an Ort und Stelle festgehalten werden - zum Beispiel in Wüsten oder an Sandküsten. Oder eben in Gegenden in denen Sandboden vorherrscht, wie in der Lüneburger Heide oder hier in deren Randlagen. Lässt der Wind nach, lagert sich der Sand in Haufen ab und formt Dünen.

Sanddünen sind üblicherweise asymmetrisch und weisen einen steilen und einen flachen Hang auf.

Bewegt der Wind an der dem Wind zugewandte Seite (Luv) der Düne Sand nach oben, lagert sich ein Großteil davon am Kamm oder an der Spitze der Düne ab. Die Sedimente rutschen ab, sobald die Sandlast zu schwer wird, um von dem steileren Hang an der dem Wind abgewandten Seite (Lee) gestützt zu werden. Es entsteht ein Rutschhang. Die Sedimente bleiben am Böschungswinkel des Rutschhangs liegen.



Sobald die durch den Wind verursachte Aufwärtsbewegung des Sediments anhielte, würde sie beginnen sich über die Erdoberfläche zu bewegen. Dann hätten wir eine Wanderdüne.

Sand formen zu Sandformen

Nun könnte man denken, der Wind würde wahllos und endlos viele Formen mit dem Sand bilden. Weit gefehlt! Es gibt tatsächlich nur ein paar wenige Formen von Dünen, die der Wind immer wieder erzeugt. Diese beschreiben wir im Folgenden:

Sicheldünen
Wenn wenig Sand zur Verfügung steht und die Landschaft eher eben ist, bilden sich oft Sicheldünen. Diese sind halbmond-förmig. Die Endpunkte der Spitzen zeigen zur windabgewandten Seite - also dorthin, wohin der Wind weht. Meistens sind die Spitzen gleichlang. Es können aber auch unterschiedliche Längen vorkommen.

Parabeldünen
Ähnlich der Sicheldünen ist die Form der Parabeldünen. Allerdings weisen ihre Spitzen in die Richtung aus der der Wind kam. Parabeldünen treten entlang von Küsten auf - häufig, aber nicht ausschließlich. Dort wird der Sand teilweise von der Vegetation am Boden gehalten. In der Sichelkurve - wo es keine Vegetation gibt (oder nach den Eiszeiten noch nicht gab), wird der Sand mit dem Wind nach vorne bewegt. In den Bereichen mit Vegetation (an den Spitzen) bleibt er an Ort und Stelle.

Reihendünen
Dort wo es große Mengen an Sand gibt, können sich Reihendünen bilden. Diese erscheinen wie Wellen in einem Meer aus Sand. Die Rücken dieser Dünen verlaufen senkrecht zur Windrichtung. Da der Wind oftmals kontinuierlich in Richtung Land weht, ist diese Dünenform häufig an Stränden entlang von Küsten anzutreffen, wo es viel Sand gibt.

Strichdünen
Strichdünen sind in Reihen angeordnet. Dies macht sie vergleichbar mit Reihendünen. Jedoch verlaufen die Strichdünen parallel zur Windrichtung. Dieser Dünentyp tritt häufig dort auf, wo sich die Windrichtung geringfügig ändert.

Stern- oder Pyramidendünen
Eine komplexe Dünenformen bilden die Stern- oder Pyramidendünen. Sie sind jedoch auf weitläufige Sandwüsten, z.B. die Sahara Afrikas, beschränkt. Sobald Wind seine Richtung immer wieder ändert oder aus mindestens drei Richtungen weht, herrschen ideale Bedingungen für diesen Dünentyp. Bei diesem gibt es einen hohen Punkt in der Mitte der Düne. Von diesem gehen dann mehrere Sandrücken aus, die eine Sternform bilden.



Quellenangaben:
A.M. Spooner: Geologie für Dummies
Jahrbuch des naturwissenschaftlichen Vereins für das Fürstentum Lüneburg e.V. von 1851, Band 36
Bilder:
Zeichnungen: A.M. Spooner: Geologie für Dummies
Fotos: selbst


Aufgaben

Jetzt seid ihr dran. Um diesen Cache zu loggen, beantwortet bitte die folgenden Aufgaben und macht ein Foto.

1. Welchen Dünentyp findet ihr hier vor?
2. Ermittelt die vorherrschende Windrichtung aus der Form (vgl. Frage 1) und der Lage der Düne (Luv/Lee) und nennt uns diese.
3. Glaubt ihr, dass sich die Düne in der Zukunft weiter in ihre ursprüngliche Richtung bewegen wird? Begründet eure Vermutung.
4. Macht ein Foto von euch oder einem Körperteil oder einem persönlichen Gegenstand oder Maskottchen oder eurem GPS auf der Düne und stellt dieses in euren Log.

Schickt uns die Antworten per E-Mail an kenguruhs_earth-caches@gmx.de oder über das Message-Center. Ihr dürft danach gleich loggen. Wenn es Probleme gibt, dann melden wir uns.

Das Team KenGuruh wünscht viel Spaß an diesem Ort. 🦘


Additional Hints (Decrypt)

Qrhgr qvr irefgrpxgra Uvajrvfr evpugvt.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)