
Der Ortsname Schmidthachenbach verweist auf schnelläufige Bäche, die dort in den zur Nahe fließenden Großbach münden.
"Hache" stammt aus dem keltischen und bedeutet übersetzt so viel wie "jähe". Hier befindest du dich auf dem Scheitel des 375 Meter hohen Winnebergs. Die heutige Vegetation lässt zwar keinen Rundumblick zu - dennoch öffnet sich ein begrenzter Ausschnitt nordostwärts zum Lützelsoon und zur Koppensteinhöhe. Nach den anderen Seiten kaschiert eine weithin dominierende Bewaldung das unruhige Relief des Nordpfälzer Berg- und Hügellandes.
Ohnehin erhebt sich der Winneberg inmitten einer geologisch aufschlussreichen Zone am Übergang des Saar-Nahe-Beckens zum Rotliegenden der sogenannten Glan Gruppe.
Entlang dieses Caches verläuft die Sagen-und Baumwanderroute, sowie rund um Schmidthachenbach weitere Wanderrouten, über die du dich unter http://www.schmidthachenbach.de/wandergebiet-antestal.htm informieren kannst.
Hier, auf dem 375m hohen Winneberg, kannst du dir die geologische Besonderheit der asymmetrischen Täler anschauen.
Zunächst das geologische Relief im Überblick:

Die Zeichen der Eiszeit geologisch entdecken
Die seltene Besonderheit der sogenannten asymmetrischen Täler des Großbachs und des Reidenbachs geht auf die Perioden der vergangenen Eiszeiten zurück. Damals, vor ein paar Jahrzehntausenden, schuf Permafrost deren steile Ostflanken und Sonneneinstrahlung deren erheblich flachere Westhänge.
asymmetrische Täler, Täler mit asymmetrischen Querprofilen (Talasymmetrie), d.h. mit unterschiedlich steilen Hängen. Die Ursachen können tektonisch und/oder petrographisch sowie (paläo-)klimatischer Art sein. Die klimabedingte Talasymmetrie gilt als periglaziales Phänomen. Für Mitteleuropa wird sie auf die unterschiedlich starke Energiezufuhr der Hänge, also auf deren Exposition zur Sonne und die daraus resultierende sommerliche Auftautiefe des kaltzeitlichen Dauerfrostbodens im Zusammenwirken mit der lateralen Hangunterschneidung durch Fließgewässer zurückgeführt. Je mächtiger die Auftauschicht, desto stärker wird der Hang versteilt.

Die Asymmetrie der Täler hat entscheidende Auswirkungen auf die Nutzung.
Auf den flacheren ostexponierten Hängen entwickelten sich in den tiefgründigeren Lössablagerungen landwirtschaftlich attraktive Böden (Parabraunerden). Die steileren westexponierten Hänge weisen häufig eine nur flachgründige Bodendecke auf. Auf flacheren Hängen herrscht daher meist Landwirtschaft vor, während auf steileren Osthängen oft der Wald dominiert.
Nun zum Cache:
Orientiere dich zunächst im Gelände (Listingkoordinaten)
Nutze deine Armbanduhr zur Bestimmung der Himmelsrichtung und des Sonnenstandes. Lass den Stundenzeiger genau auf die Sonne zeigen. Halbiere nun das Feld zwischen 12 Uhr und deinem Stundenzeiger. Dort ist Süden. Die Sonne geht im Osten auf und wandert über den Süden nach Westen, dort geht sie unter.
Folge dem Pfad mit der Beschilderung "Aussichtspunkt" (Wegpunkt 2).
Hier hast du einen guten Blick in Richtung des Reidenbaches.
1. Erinnere dich an das Foto. Beweise, dass es sich hier um ein asymmetrisches Bachtal mit dem Reidenbach im Zentrum handelt, indem du erklärst, wo du dich befindest und was du auf der gegenüberliegenden Seite siehst.
2. Überlege, ob die geologischen Erklärungen zur Bodennutzung und Bodenbeschaffenheit hier auch sichtbar sind. Beschreibe deine Eindrücke.
3. Bestimme die Exposition deiner Hangseite anhand der Tabelle, erinnere dich noch einmal an die Position der Sonne und der Einstrahlung.
Als Exposition wird in der Bodenkunde und Geographie die Lage eines Hanges bezüglich der Himmelsrichtung bzw. der Einfallsrichtung der mittäglichen Sonnenstrahlen bezeichnet. Die Expositionsrichtung kann zahlenmäßig angegeben werden als Richtung der Flächennormale in Grad, bezogen auf die Nordrichtung:
- Exposition = 0° bedeutet einen Hang, der nach Norden ausgerichtet ist (Nordhang, oft auch als „Schattseite“ bezeichnet)
- Exposition = 90°: Osthang, Hang mit viel Morgensonne
- Exposition = 180°: Südhang, „Sonnseite“
- Exposition = 270°: Westhang, Hang mit viel Abendsonne (dafür aber in Mitteleuropa am meisten den Witterungseinflüssen ausgesetzt).
- Zwischenwerte (auf 5° oder 10° gerundet) werden u. a. in bodenkundlichen Datenbanken verspeichert.
Als Eigenschaftswort wird das Wort „exponiert“ verwendet, z. B.: südlich exponiert.
4. Ein Foto ist optional, würde mich aber freuen!
Bitte schicke die Antworten an mich.
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Herzliche Grüße und vielen Dank für deinen Besuch :)
maTAste
Quellen:
Wikipedia, taunuswelten.de, Nahe-Zeitung vom 4.April 2020 mit einem Bericht zur Arbeit des Heimathistorikers Uwe Anhäuser, birkenfelder-land.de,schmidthachenbach.de