
Alexander von Humboldt war als preußischer Bergbeamter in den Jahren 1792 und 1793 bis 1796 in Goldkronach tätig. Er hat die Fürstenzeche wieder neu aufwältigen lassen und reorganisierte den Bergbau in technischer und ökonomischer Hinsicht, letztendlich auch unter dem Anspruch, den Ertrag des Goldbergbaus zu steigern.
Auch um den Schutz der Bergleute hat er sich verdient gemacht so dass viele Jahre später zu seinen Ehren der Humboldtweg ausgearbeitet und angelegt wurde.
Diabas - Ein Gestein des Erdaltertums
Dieses magmatische Gestein ist im Ordovizium vor rund 460 Mio. Jahren in Form einer glutflüssigen (basaltischen) Gesteinsschmelze in einem Verband aus wenig älteren Tonsteinen eingedrungen und nahe der Oberfläche erstarrt.
Zur damaligen Zeit brach der Großkontinent Gondwana an seinen Rändern auseinander und Teile von ihm senkten sich ab, um dann vom Meer überflutet zu werden. In diese dabei entstehenden Brüche stiegen aus dem oberen Erdmantel die basaltischen Gesteinsmagmen auf. Das entstandene Ergussgestein wird aufgrund seiner üblichen Färbung auch Grünstein genannt. Diese auffällige Färbung geht auf chemische Umwandlungsprozesse nach dem Erstarren (z.B. auf Chloritisierung) zurück.
In einigen Varietäten können größere Feldspat-Einsprenglinge ausgebildet sein, die dem Gestein ein porphyrisches Gefüge verleihen. In diesem Fall ist ein Gemenge aus sperrig angeordneten Feldspatleisten (ophitisches oder intersertales Gefüge) charakteristisch.
Vorkommen
Diabase sind als Ergussgesteine in Europa vor allem in variszischen Gesteinskomplexen zu finden, speziell in den Varisziden Mittel- und Westeuropas. Sie repräsentieren den untermeerischen Vulkanismus in den paläozoischen Meeresbecken, die nachfolgend, während der Variszischen Gebirgsbildung, zusammengeschoben und dem europäischen Kontinentalblock (Baltica) angegliedert wurden.
In Deutschland sind sie im Devon und Unterkarbon der Schiefergebirge weit verbreitet, entweder massig (u. a. in Form von Kissenlaven), in Form von Diabasbrekzien oder Diabastuffen.
Ein Blick auf die geologische Karte zeigt, dass die regionalen Diabas-Vorkommen eher punktuell bzw. „zungen-förmig“ in nordsüdlicher Richtung angeordnet sind und von der Verbreitung eher die Ausnahme im vom Phyllit geprägten Ordovizium darstellen.

Der alte Steinbruch
Entlang des Humboldtweges findet man diese alte Abbauwand, die einen kompakten Diabas zeigt. Die gesamte nordwestliche Talseite oberhalb von Brandholz wird durch dieses Gestein gebildet.
Mehrere Steinbrüche zogen sich früher entlang der steilen Talflanke in nordöstlicher Richtung. Der Abbau, der weitestgehend mit einfachsten technischen Mitteln erfolgte, begann im Jahr 1920. Im Brecher produzierte man je nach Bedarf Eisenbahn- oder Straßen-Schotter, der über Rutschrampen verladen und mit Pferde-Fuhrwerken und lastkraftwagen zum Kunden bzw. zum Bahnhof Goldmühl transportiert wurde. Der Abbau in diesem Bruch endete bereits wenige Jahre später 1933, allerdings dauert der Abbau im Tal von Escherlich/Brandleithen in großen Steinbrüchen noch bis heute an.
Am Referenzpunkt (R1) seht ihr auf dem Grundstück noch die Überreste des alten Kranfundamentes, mit dem im Steinbruch der Abbau betrieben wurde. Einige Stationen auf dem Humboldtweg informieren über die Architektur der damaligen Zeit: So befand sich in dem großen Anwesen kurz vor der Straßengabelung von 1795 bis 1864 das Bergamt Wunsiedel-Goldkronach. Auf der anderen Straßenseite liegt der Schmidten-Weiher, der 1562 als Stauweiher zum Betrieb eines Pochwerkes angelegt wurde.
Quellen:
Bayerisch-Böhmischer Geopark
Wikipedia
Logbedingungen
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a.) Vor Ort findest Du in der alten Lore Diabas-Bruchstücke in verschiedenen Größen. Beschreibe die Struktur und Farbe des Gesteins!
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c.) Welchen geologischen Unterschied weist der Diabas in diesem Bruch in Brandholz zum Gestein im Bruch an der Ottenleite (Geopunkt 7; Wegpunkt R2) auf?
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schatzibobbers & korla84