Wissenswertes zum Weg
Seyfried Schweppermann feiert heutzutage fröhliche Urständ: Als Namensgeber gleich zweier Radwege - des „Schweppermann-Radweges“ von Neumarkt nach Schwarzenfeld an der Naab und der „Schweppermann-Tour“ bei Mühldorf am Inn, als Titelheld des Schweppermann-Historienspiels der Gemeinde Kastl, als Brunnenfigur in Weißenburg. Wer ist dieser Mann, der die Menschen auch noch heute so interessiert?
Die Sage erzählt: In der Schlacht bei Ampfing nahe Mühldorf 1322 führte Schweppermann als Feldhauptmann ein „Weißenburger Fähnlein“ an. Dabei tat er sich durch besondere Tapferkeit hervor und verhalf dem Bayernherzog Ludwig zum Sieg. Bei der Siegesfeier bekam wegen der Knappheit an Nahrungsmitteln jeder Krieger nur ein Ei, Schweppermann jedoch wurde für seine Tapferkeit mit einem zweiten belohnt: „Jedem ein Ey, dem frommen Schweppermann zwey“ soll der Herzog gesagt haben.
Forscht man nach der geschichtlichen Wirklichkeit, sieht es freilich dürftiger aus. Gesichert ist Schweppermanns Teilnahme an der Schlacht bei Gammelsdorf 1313, in welcher der Herzog Ludwig IV. einen entscheidenden Sieg über Herzog Friedrich den Schönen von Österreich errang – Vorraussetzung dafür, dass Ludwig 1314 deutscher König und später Kaiser wurde. Schweppermanns Teilnahme an der Schlacht bei Ampfing jedoch ist ebenso wenig bewiesen wie die Geschichte mit den zwei Eiern. Sicher ist aber, dass er Ritter im Dienst des bayerischen Herzogs und durch besondere Tapferkeit bekannt war. Er starb 1337 und wurde in Kastl begraben. Die Stammburg der Familie lag auf dem Dietrichstein bei Hillohe, 3 km südlich von Lauterhofen. Von ihr sind nur mehr Spuren erhalten.
Die Punkte, die im Bereich der Radstrecke an den Feldherrn erinnern, sind die romantisch über dem Ort Pfaffenhofen an der Lauterach gelegen Ruine der „Schweppermanns-Burg“ aus dem 11. Jahrhundert und der Sarkophag mit den sterblichen Überresten Schweppermanns in der Kirche der „Klosterburg“ in Kastl.

Informationen zum Cache
Der Teil der Radstrecke führt von Amberg aus nach Oberleinsiedel, Hohenkemnat, Ursensollen ... Flurbereinigungsbedingt gibt es in diesem Abschnitt nicht mehr die alte Bahntrasse, dafür geht es ruhig durch des Wald. So kann man die Ruhe genießen, Tiere beobachten, sogar Wildschweine habe ich hier schon angetroffen. Eine kleine Abwechslung und Freude ist dieser Teich. Zeitweise kann man hier auch Seerosen bewundern.
Schöne Grüße vom
