Der magische Ring von Paußnitz I
1. Fund 1898
Im Februar 1898 fand der Gutsbesitzer Emil Schreiber beim Ausheben eines Baumloches ein kleines Keramikgefäß. Es war mit Silbermünzen und einem Ring gefüllt. Der Schatz muss kurz nach 1150 vergraben worden sein.
Bei den Silbermünzen handelte es sich meist um Brakteaten.
Der Pastor der Gemeinde und auch der Landrat erfuhren davon. Eine entsprechende Meldung ging auch nach Halle an das zuständige Provinzialmuseum der preußischen Provinz Sachsen.
Auch anderenorts wurde man auf den Schatz aufmerksam. Das Münzkabinett des Grünen Gewölbes Dresden, zwei Sammler aus dem benachbarten Mühlberg sowie ein Antikenhändler aus Großenhain beabsichtigten ebenfalls, Münzen und Ring zu erwerben. Es begann ein Gefeilsche, Handeln, Anbieten, Schmeicheln, Appellieren, Vorwerfen. Alle Beteiligten versuchten sich auszustechen bzw. auszuspielen. Schließlich gelangten die Münzen – anfänglich sprach man von ca. 500 Stück, später war merkwürdigerweise nur noch von etwa 300 Exemplaren die Rede – in verschiedene Hände. Das Museum in Halle konnte nur sieben Münzen habhaft werden; dafür gelangte es für 15 Mark in den Besitz des Schatzgefäßes und des Ringes, dem interessantesten Objekt des wertvollen Fundes. Aber auch nach erfolgter Erwerbung durch das Provinzialmuseum Halle ließ das Münzkabinett Dresden nicht locker. Mit dem Hinweis, dass der Fundort des Ringes eigentlich sächsisches Gebiet ist, suchte man den neuen Eigentümer zur Überlassung des begehrten Objektes zu bewegen. Das Museum in Halle konterte mit dem Hinweis, dass der Fundort auf dem Gebiet der preußischen Provinz Sachsen liegt und deshalb im Interesse der Landesgeschichte nicht abgegeben wird.
Eigenartigerweise erfuhren nur die Münzen veröffentlichte Würdigungen. Der Fingerring wurde bisweilen erwähnt, aber nie ausführlich publiziert. Aufgrund der Fundumstände wurde der Ring in einem gesondert geführten Münzkatalog inventarisiert, weshalb er – im Gegensatz zu dem Schatzgefäß - auch nicht mehr in den Inventarlisten der archäologischen Funde auftauchte. Viel später suchte man ihn aber gerade im archäologischen Inventar, allerdings vergebens, so dass der Ring in Publikationen der 1980er Jahre als Verlust gemeldet wird.
Aus Ida-Isa.de
Für die Cache-Reihe gibt es einen Bonus
GC8Q5AE Bonus Paußnitz
Die erforderlichen Werte ABCD für die Ermittlung der Koordinaten findet ihr in folgenden Caches
A in GC8Q581 Der magische Ring von Paußnitz I
B in GC8Q5A3 Der magische Ring von Paußnitz II
C in GC8P6ET Sühnekreuz
D in GC8Q5AA Grab-Kreuzstein