Ehrenfelder Geschichtspfad - Teil 1
Dieser Multi führt euch durch Ehrenfeld und soll euch einige historische Orte in der Geschichte dieses Stadtteils vorstellen. Da die Parkplatzsituation in Ehrenfeld angespannt ist, empfiehlt es sich, die Stationen mit dem Fahrrad oder Ähnlichem abzufahren. Ich habe mich bei der Routenführung am Geschichtspfad Ehrenfeld orientiert. Da sich die finale Dose am Ende der Route befindet, empfiehlt es sich, sie ungefähr in der vorgegebenen Reihenfolge zu absolvieren. Der Multi Ehrenfelder Geschichtspfad - Teil 2 beginnt in der Nähe der letzten Station des ersten Teils, der Ehrenfelder Geschichtspfad - Teil 3 (Bonus) liegt etwas abseits. Notiert euch in jedem Fall die Bonuszahlen, wenn ihr ihn finden wollt. Für Liebhaberinnen und Liebhaber von Bannern, gibt es eins nach absolvieren der gesamten Reihe. Ich freue mich über Rückmeldung von euch.
Un jetz wünsche isch üch mächtich Feez

Station 1
Evangelische Kirche Rothehausstraße (Friedenskirche)
Die Evangelische Kirche Rothehausstraße wurde 1876 nach Plänen des Baumeisters Carl Coerper im Berliner Rundbogenstil gebaut, wobei der Turm 1877 fertiggestellt wurde. Zwischen 1942 - 1944 wurde die Kirche teilweise zerstört und 1949 wiederaufgebaut. Ein Jahr später folgte die Umbenennung in Friedenskirche. Zwischen 1975-1977 fand eine Restauration statt.
A: Auf der linken Seite der Kirche steht eine Bank mit zwei Initialien und Herzen auf einer Plakette. Addiert den Buchstabenwortwert.

Station 2
Neptunbad
Das Neptunbad wurde 1912 in Köln-Ehrenfeld am Neptunplatz eröffnet und als erste neuzeitliche Badeanstalt in einem Kölner Vorort in Betrieb genommen. Für den Bau des öffentlichen Badehauses war der preußische Baurat Johannes Baptist Kleefisch verantwortlich. Er hielt den gesamten Innenbereich im Jugendstil und schuf mit Glaskuppeln und handsignierten Wandkacheln von Villeroy & Boch einen Ort, der allen Bürgern zum Saunieren, Schwimmen und Entspannen diente. Eine Statue des namensgebenden jungen Neptun zierte die etwa 5.000 m² große Schwimmhalle. Im April 1986 wurde das Neptunbad vom Rheinischen Verein für Denkmalschutz und Landschaftspflege (RVDL) zum „Denkmal des Monats“ erklärt. 1994 musste die Badeanstalt geschlossen werden, da die notwendigen Sanierungsarbeiten nicht finanziert werden konnten. In den folgenden Jahren fanden in dem stillgelegten Badehaus sporadisch Veranstaltungen statt. Seit 2002 wird es als Fitness- und Wellness-Anlage betrieben.
B: Welche Nummer trägt die Laterne links neben der Eingangstüre?

Referenzpunkt Neptunbrunnen
Vor dem Bad befindet sich ein Brunnen mit einem Ehrenfelder Kappesboor (Kohlbauer), der auf einer Kiste voller Kohl sitzt (an dieser Stelle Dank an SpoonThomas. Ich fragte mich nämlich, worauf der kleine Kerl sitzt und fand beim Googlen sein Event GC780G2 inkl. Erklärung.)
Station 3
Katholische Kirche St. Joseph
Die katholische Pfarrkirche St. Joseph entstand als querschifflose, neugotische Backsteinbasilika nach Plänen von Vincenz Statz. Den Kirchbauplatz hatten Jakob und Adam Wahlen sowie Vincenz Statz geschenkt. Die Bauarbeiten zu dem neuen Gotteshaus wurden 1871 begonnen. Weihnachten 1873 wurde der erste Gottesdienst in der Kirche gefeiert. Der niedrige Fassadenturm an der Venloer Straße wurde anlässlich einer Erweiterung der Kirche 1913 durch den heutigen Vierkantturm mit hoher Schieferpyramide ersetzt. Nach starker Kriegsbeschädigung wurde das Kirchengebäude außen verputzt – es blieben die Werksteingliederungen. Im Inneren wurden die Gewölbe durch flache Decken ersetzt. Die erneute Renovierung 1980/81 gab der Kirche im Inneren eine neue Chorgestaltung und eine neue Farbfassung. Der Außenputz wurde instand gesetzt.
C: Welche Hausnummer hat der Nachbarschaftsverein (K... H...) für den im Infokasten neben der Kirche geworben wird?

Station 4
Marktkapelle St. Mariä Himmelfahrt
Die Marktkapelle St. Mariä Himmelfahrt am Geisselmarkt ist das älteste bestehende Gotteshaus Ehrenfelds. Die Kapelle wurde von Johann und Cäcillie Wahlen für den Gottesdienst der Ehrenfelder Katholiken gestiftet und von Vincenz Statz 1860 entworfen. Am 1. März 1863 war die Einweihung. Die am Giebel angebrachten Skulpturen stellen den Heiligen Antonius und Johannes den Täufer dar. 1944 wurde die Kapelle bei Bombenangriffen zerstört, 1955 durch Karl Band wieder aufgebaut und zu einer Gedenkstätte an die Opfer des Zweiten Weltkrieges umgestaltet. 1988 erfolgte die Rekonstruktion des Portalreliefs.
D: Wie viele Figuren befinden sich über dem Portal?

Station 5
Schulgebäude Geisselstraße
Es handelt sich hier um das ältestes Schulgebäude Ehrenfelds. 1863 als Katholische Volksschule eröffnet, war es zeitweise Berufsschule und eine Schule für Lernbehinderte. Heute wird es als Städtisches Wohnheim genutzt.
E: Wenn ihr vor der Eingangstüre steht und nach oben schaut, sehr ihr ein kleines, rotes, rundes Schild mit zwei Ziffern. Addiert sie.

Station 6
Ehrenfelder Hochkreuz und mittelalterliche Wappengrabplatte
Zur ursprünglichen Ausstattung des Alten Ehrenfelder Friedhofs zählt das Hochkreuz (Vincenz Statz, 1868, als Geschenk der Familie Wahlen auf dem ersten kommunalen Ehrenfelder Friedhof). Bei der Sanierung des Hochkreuzes in den 1990er Jahren wurde im Fundamentbereich eine mittelalterliche Wappengrabplatte aus dem frühen 15. Jahrhundert entdeckt, die vermutlich aus St. Mechtern stammt und als Zweitverwendung beim Bau des Hochkreuzes eingesetzt wurde. Wenn man vom Hochkreuz in Richtung Weinsbergstraße schaut, sieht man einen Mauerdurchblick, der früher das alte Friedhofstor gewesen ist.
F: Auf der linken Seite des Sockels befindet sich eine Jahreszahl, welche Ziffer kommt zweimal vor?

Referenzpunkt Kriegerdenkmal
Auf dem Melatenfriedhof findet man neben berühmten Persönlichkeiten (bspw. Theo Burauen, Johann Maria Farina, Heinrich Reissdorf, Guido Westerwelle, Nicolaus August Otto), auch einige imposante Grabstätten und Denkmäler. Stellvertretend für diese, sei hier ein Kriegerdenkmal zu Ehren der Gefallenen von 1866 und 1870-71 als Referenzpunkt gewählt.
Station 7
Katholische Kirche St. Mechtern
Der heutige, 1954 geweihte Kirchbau von Rudolf Schwarz ist die insgesamt sechste Mechternkirche am Ort des Martyriums des Heiligen Gereon und seiner Mistreiter. Das Patrozinium St. Mechtern leitet sich von lat. "ad martyres" her, bezeichnet also den Ort des Martyriums. Bereits früh ist hier eine Kapelle nachweisbar, 1180 wurde sie zu einer Abtei für Augustiner Chorherren ausgebaut. Nach einer wechselvollen Geschichte brannte die Abtei 1276 nieder. Die daraufhin an diesem Ort vor den Stadtmauern Kölns errichtete Zisterzienserinnenabtei aus dem Hochmittelalter musste 1474 zum Schutz der Stadt vor der Belagerung Karls des Kahlen abgebrochen werden. Nur neun Jahre später wurde diese wieder aufgebaut, 1770 noch einmal erweitert bis sie dann im frühen 19. Jahrhundert Napoleons Säkularisationswelle zum Opfer fiel.
Hundert Jahre dauerte es, so lange wie nie in der Geschichte zuvor, bis wieder ein Gedächtnisort des Martyriums an dieser Stelle erbaut werden konnte. 1909 stellte der Architekten Eduard Endler den neoromanischen Kreuzkuppelbau fertig. Mit seiner reichhalten Mosaikausstattung, der mächtigen Kuppel und den riesigen Vierungsbögen unterscheidet sich dieser - 1944 im Bombenhagel ebenfalls zerstörte - Bau erheblich von der schlichten, reduzierten Sachlichkeit der heutigen Mechternkirche.
G: Vor der Kirche steht eine Steinsäule mit Jahreszahlen. Welche ist die letzte Ziffer der letzten Zahl?

St. Mechtern vor 1900
Referenzpunkt Mechternbrunnen
Er wurde 1927 von der Stadt Köln zum 25-jährigen Bestehen der Pfarre St. Mechtern gestiftet. Auftraggeber war der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer.
Station 8
Verwaltungsgebäude der Firma Mülhens
Lange bevor der Begriff in Mode kam, prägte schon das „Corporate Design“ in den Farben Türkis und Gold das Erscheinungsbild der Marke 4711. Die effektvolle Farbkombination bestimmt auch das Erscheinungsbild der Fabrikanlage in Ehrenfeld, die Muelhens-Hausarchitekt Wilhelm Koep ab 1950 als Ersatz für das kriegszerstörte alte Werk von 1874 realisierte.
Highlight ist der bereits 1950 errichtete Rundbau für Lagerung und Versand, der so elegant und detailverliebt gestaltet wurde, als sollte der „Flagship Store“ des Unternehmens hier entstehen und nicht in dem damals noch in Trümmern liegenden Stammhaus in der Innenstadt. Das Gebäude besteht aus einem Stahlskelett mit vorgehängter, gerundeter Fassade aus goldeloxierten Profilen und gebäudehoher Verglasung, in die türkisfarbene Glasfelder integriert sind. Auch das Vordach aus Glasbausteinen über der Laderampe nimmt die Rundung auf.
H: Wenn ihr vor dem Barthonia-Brunnen steht, steht hinter euch ein Haus mit einem großen Schriftzug auf dem Dach, nehmt die Quersumme der vierstelligen Zahl.

Station 9
Haus Scholzen
1907 Kauf des „Ehrenfelder Hof“ durch die Firmengründer Carl und Angelika Scholzen
1948 Nach völliger Zerstörung im Krieg Wiederaufbau durch Heinz und Magdalena Scholzen
1952 Erweiterung der Gasträume
1975 Einstieg der dritten Generation in den Familienbetrieb durch Karl und Marie-Luise Scholzen
1982 Vollendung des Gesamtaufbaues des Hauses in die ursrpüngliche Vorkriegsgröße von 1907
2007 Die Tradition des Gutbürgerlichen geht im Haus Scholzen in die vierte Generation
2008 Erweiterung des Restaurants durch das Bistro ‚Kölsch-im-Biss‘ direkt nebenan
2018 111 Jahre „Haus Scholzen“ als Familienbetrieb an der Venloer Straße in Ehrenfeld
I: Welche Nummer trägt die Laterne rechts neben dem Gebäude? (<50)

Station 10
Haus Mertens
Es wurde im Jahr 1853 als Dreifensterhaus aus Backstein erbaut. Ein seitlicher Ausbau ist nach 1894 dazugekommen. Es besitzt die älteste Hausfassade Ehrenfelds und war von 1866 bis 1971 im Besitz der Familie Mertens (Metzgerei).
J: Welche Nummer trägt die Laterne vor dem Gebäude rechts daneben? (>50)
Station 11
Haus Körnerstraße 98
Das Haus in der Körnerstraße 98 wurde 1877 von X. Lieck, Direktor der Kunstgießerei Lieck und Plümacher gebaut. Es ist eine Halbvilla im Stil des „Historismus“ mit Schmuckelementen der italienischen Renaissance. In den Nischen an der Seitenfront die Figuren von Pluto und Merkur. Sie versinnbildlichen den Beruf des ersten Hausbesitzers (Pluto = Gott der Schmiede, Merkur= Gott der Kaufleute).
K: Auf dem Tor befindet sich ein weißes Schild mit schwarzer Schrift, wie viele Worte sind darauf?
Übrigens noch was am Rande: schaut mal, welche Hausnummer sich rechts neben Hausnummer 98 befindet und welche weiter rechts kommt. Ich musste schmunzeln.

Station 12
Synagoge und Hochbunker Körnerstraße
Der Hochbunker Körnerstraße ist ein ehemaliger Luftschutzbunker im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Er wurde in den 1940er Jahren neben der zerstörten Synagoge Ehrenfeld errichtet. Nach dem Krieg diente er ausgebombten Familien als Wohnraum und der Feuerwehr als Lager. Heute ist er als bunker k101 ein Ort für Kultur und Erinnerung.
L: Neben der Eingagstüre befinden sich zwei Sitzbänke mit Nummern. Addiert die beiden Nummern und bildet die Quersumme.

2011
Station 13
St.-Dreikönigen-Hospital in der Stammstraße 57/59
Das Krankenhaus war von 1866 bis 1888 das erste Ehrenfelder Krankenhaus der Armen Schwestern vom hl. Franziskus. Die benachbarte neuromanische Krankenhauskapelle war den Hl. Dreikönigen geweiht und wurde 1955 abgerissen. Seit 1888 existiert das Krankenhaus als St.-Franziskus-Hospital an der heutigen Stelle in der Schönsteinstraße.
M: In der Nähe des ehemaligen Krankenhauses läuft ein Schlafwandler auf dem Dach herum. Welche Hausnummer hat das Haus, auf dem er sich befindet?

Station 14
Ehrenfelder Bahnhof
1863 erste Güterstation
ab 1865 Personenverkehr
1867/68 erstes Bahnhofsgebäude errichtet
1913-1923 Hochlegung der Personenstrecke
Umgestaltung/Umbau in Verbindung mit dem U-Bahn-Bau Venloer Straße und der S-Bahn.
N: Neben dem Eingang des Bahnhofs und dem Telekomtelefon befindet sich ein Gemälde. Wie viele Köpfe sind dreidimensional?

ca. 1935
Station 15
Finale
Um das Finale zu finden, setzt die ermittelten Zahlen entsprechend der Buchstaben in die Formel ein:
N 50° (K+L+M+N-28).(108+A+B+C+D+E+F+G+H+I)
E 006° (J-19).(J+K+L+M+N-28)
oder geht auf die Webseite Ehrenfelder Geschichtspfad Teil 1 und gebt die Lösung entsprechend ein.
Ihr benötigt eine Angel mit ca. 4 m Länge.
Vielen Dank an old_general für den Betatest.