Welch ein Ärgernis!
Das dachte sich im 19ten Jahrhundert bestimmt die eine oder andere Hausfrau als ihr Mann aus dem Wirtshaus "Birkenhain", natürlich nach einem Zechgelage, mit entsprechendem Seegang nach Hause fand. Das Bier wurde im 19 Meter tiefen Felsenkeller frisch gehalten.
Dieses Haus wurde im 16.-17. Jahrhundert für das Rittergut Pirk, Ritter Wackernagel, errichtet. Im Jahre 1869 wurde die Famile Rümmler, eine Grundbesitzerfamilie aus Pirk, der erste urkundliche Besitzer.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus als Unterkunft für Kriegsgefangene genutzt; als diese Art der Verwendung nicht mehr notwendig war bezogen die Gutsarbeiter Berta und Karl Schindler das
Haus. Das Paar besaß einen Ziegenbock, der natürlich ebenfalls dort ansässig wurde.
Im Jahre 1957 bezog die Familie Wahnsiedler, die Famile waren Umsiedler aus Ostpreußen, das Haus. Die Familie Wahnsiedler übernahm den Ziegenbock und brachten zusätzlich weitere Tiere mit, welche sie versorgten. Das Leben in dem Haus, weitab vom Ort, war beschwerlich. Die Winter, im Allgemeinen hart und lang, waren für Mensch und Tier an dieser Stelle zusätzlich anstrengend. Es gab Elektrizität, für die Wasserversorgung musste ein Brunnen benutzt werden. Dieser Brunnen war nicht sehr ergiebig und zusätzlich verschmutzte er auch noch im Laufe der Jahre. Als die Kinder der Familie Wahnsiedler erwachsen waren, verstarb Herr Wahnsiedler im Jahre 1982. Emma Wahnsiedler bewohnte das Haus noch bis zum Jahre 1984 und verzog dann zu ihrer Tochter.
Ein Jahr später wurde das Haus abgerissen, Grund dafür war die Nähe zur Grenze.
Auch heute noch kann man die Grundmauern und einige Relikte dieses Hauses finden, es handelt sich also um einen echten "Lost Place".
Bei Nässe oder Schneedecke ist der Cache schlecht zu erreichen. Festes Schuhwerk und lange Hosen sind sehr zu empfehlen. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich!