Das Wetterkreuz wurde 1714 anlässlich eines Unwetters errichtet. Zweck war Schaden auf den Gemarkungen durch Unwetter fernzuhalten. Das Wetterkreuz ist Ausgangs- bzw. Grenzpunkt der Gemarkungen Oberlauda, Lauda, Distelhausen und Dittwar (früher auch Dittigheim).
Aus der Wikipedia:
Vorgeschichte
Die Wegkreuzung des Wetterkreuzes wurde schon in der Zeit v. Chr. genutzt, da sich an diesem Standort die beiden Keltenfernstraßen Main-Neckar und Spessart-Hohenlohe trafen. Auch ein Opferstein im nahegelegenen "Heidenkessel" war vermutlich keltischen Ursprungs und Teil einer ehemaligen Kultstätte.
Geschichte des Wetterkreuzes
Das Wetterkreuz wurde 1714 zum „ewigen Andenken“ an einen großen Gewitterschaden errichtet und ist heute auf vielen Wanderkarten ausgewiesen. Sein Postament bildete den Grenzstein zu den ehemaligen Gemarkungen der fünf Altgemeinden (Distelhausen, Dittigheim, Dittwar, Lauda und Oberlauda), deren Ortswappen darauf abgebildet sind. Nach der Gebietsreform in Baden-Württemberg sind die angrenzenden Altgemeinden teils nurmehr Ortsteile und Dittigheim ist nicht mehr unmittelbarer Anlieger. Das Wetterkreuz wurde von einem Grünsfelder Bildhauer geschaffen. Im Jahre 1849 erfolgte eine Renovierung des Wetterkreuzes. Nachdem einer der beiden Kastanienbäume, die das Wetterkreuz einrahmen, einen Sturm im Jahre 2011 nicht überstanden hatte, wurde an der gleichen Stelle ein neuer Kastanienbaum gepflanzt.
Aus Manfred Maninger: Chronik der Gemeinde Dittwar:
Der Standort des auf einer Höhe von 333,3 m NN liegenden Wetterkreuzes vereinigt im Bildstock-Postament Endpunkte der vier Gemarkungen von Oberlauda, Dittwar, Distelhausen und Lauda. Vor der ersten Flurbereinigung um 1900 zählte auch die Gemarkung Dittigheim (Hof Steinbach) dazu.
An einem wichtigen Verbindungsweg zwischen Oberlauda und Hof Steinbach, unweit der A 81, ist das Kreuz eingerahmt von zwei Kastanienbäumen. Der Standort präsentiert Weitsicht in die nähere und fernere Umgebung.
Über die Entstehungsgeschichte des Wetterkreuzes gibt es unter anderem folgende Aufzeichnung des Oberlaudaer Gemeinderates vom 26. März 1853, unterschrieben vom Bürgermeister Georg Stephan, den Gemeinderäten Klingert und Mühling und von Lehrer Johann Philipp Schleyer: "An der nördlichen Grenze der Oberlaudaer Gemarkung gegen dem Hofe Steinbach zu, am Wege, befindet sich ein steinernes großes Kreuz mit dem Christusbilde zwischen zwei wilden Kastanienbäumen, welches im Jahre 1714 wegen eines daselbst stattgehabten außerordentlichen Gewitterschadens, den die an dieser Stelle mit ihren Gemarkungen zusammen stoßenden Gemeinden als Oberlauda, Lauda, Distelhausen, Dittigheim und Dittwar erlitten haben, zum ewigen Andenken zu Ehren des bitteren Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus durch milde Beiträge errichten ließen".
Das Postament dieses Kreuzes bildet zugleich auch den Grenzstein dieser fünf genannten Gemarkungen. Es ist fünfeckig und enthält deren Ortswappen. Johann Englert aus Distelhausen hat dieses Kreuz im Jahre 1849 renovieren lassen und solches mit der Aufschrift versehen: "Herr Jesus Christus! Wahrer Gott von Ewigkeit, gekrönter Kaiser der himmlischen Heerscharen, erwählter König zu Sion und des ganzen Erdbestands, ewiger hoher Priester, Pflege der Witwen und Waisen, Kraft der Betrübten."
Die Errichtung des Wetterkreuzes im Jahre 1714 hat auch im historischen Waldprozess zwischen der früheren Gemeinde Oberlauda und der Stadt Lauda eine, wenn auch untergeordnete Rolle gespielt. In den Waldprozess-akten ist nämlich in einem Protokoll vom 28. Mai 1717 unter anderem Folgendes ausgeführt: "Interessieren dürfte die Aussage des Zeugen Mathäus Holler, Dittwar, wonach die fünf Gemeinden (Oberlauda, Dittwar, Distelhausen, Dittigheim und Lauda) zwei bis dreimal am Wetterkreuz zusammengekommen seien. Sicher wisse er, dass wegen der Errichtung eines neuen und steinernen Kreuzes die fünf Gemeinden etliche Male dagewesen und die Errichtung gefördert, auch daselbst einen Trunk getan und weißes Brot gegessen hätten.
Die Weihe des Wetterkreuzes ist nicht im Jahr der Errichtung 1714, sondern offensichtlich erst im Jahre 1716 erfolgt. In der Oberlaudaer Bürgermeister-Rechnung von 1716 ist nämlich folgende "Ausgab Geldt" auf Seite 20 vermerkt: "20 Kreuzer hat Schulmeister und Heiligen Pfleger Martin Sack verzehrt, als Mann das Neue Wetter Kreutz geweihet"- Grundstückmäßige "Anstößer" waren vor der letzten Flurbereinigung von Oberlauda her ein Feldweg und ein Privatgrundstück, von Lauda her zwei Feldwege und von Gemarkung Distelhausen auch ein Feldweg und ein Privatgrundstück. Jetzt - nach der Flurbereinigung - stoßen die vier beteiligten Gemarkungen jeweils mit Feldwegen an das Wetterkreuz.