G R A N I T K U P P E
"HELLER STEIN"

Der Leuchtenberger Granit ist Teil des Nordoberpfalz-Plutons, das sich über eine Fläche von 50×20 Kilometer erstreckt. Das Pluton entstand vor rund 300 bis 350 Millionen Jahren, der Leuchtenberger Granit vor etwa 310 Millionen Jahren.

Als die Kontinente kollidierten, drangen Magmablasen in die Erdkruste ein. Das Magma erstarrte in mehreren Kilometern Tiefe. Als das Gebiet angehoben wurde, trat der Granit an die Erdoberfläche. Er bildete einen Teil der variskischen Orogenese, einer Gebirgsbildung. Die Granite entstanden im Erdinneren unter hohen Druckverhältnissen. Beim Aufstieg an die Erdoberfläche wurde das Vorkommen entlastet und dadurch bildeten sich Klüfte, die beim Leuchtenberger Granit parallel zur Erdoberfläche verlaufen. Diese waagerechten Klüfte haben oberflächennah einen geringen Abstand, der in der Tiefe zunimmt.
Die spätvariskischen Granite aus dem Zeitalter von 280 Millionen Jahren sind in der nördlichen Oberpfalz mit einer Fäche von ca.40x12 km weit verbreitet. Das Granitmassiv von Leuchtenberg nimmt dabei eine -im wörtlichen Sinne- herausragende Stellung ein. Eingebettet in den Gneisen der "Neustäder Scholle", auch ZEV genannt ("Zone Erbendorf-Vohenstrauß") bildet der Granit sanfte Kuppen und besonders malerische Bach- und Flußtäler, oft mit Blockkmeer-Bildungen und Wollsack-Verwitterung. Südlichster Vertreter dieser Granitbildungen ist in der nördlichen Oberpfalz der Höhenrücken von Leuchtenberg, der die Burg und den gleichnamigen Ort trägt. Nur wenig südlich Leuchtenberg grenzt die Luhe-Linie, eine tektonische Störung, einen geologisch deutlich anderen Bereich ab. Zwar finden wir vielfach auch jenseits dieser Störung Granit, dieser weist aber eine andere Struktur, Alter und Färbung (gerne rötlich, wie z.B. der frühvariskische Granit im Wölsendorfer Flußspatrevier) auf.
Der Helle und feinkörnige Leuchtenberger Granit ist mit den Graniten des Steinwaldes und des Fichtelgebirges zu vergleichen und etwa gleichzeitig entstanden. Typisch für den Leuchtenberger Granit ist das Auftreten von winzigen Granat-Kriställchen und Sillimanit-Nadel-Garben, die als Kontakterscheinung zum Gneis gedeutet werden. Es liegt auch nahe den Pegmatit von Irchenrieth, der bekanntlich kopfgroße Granatkristalle zeigte, den Restschmelzen des Leuchtenberger Granitplutons zuzuordenen.
Informationen:GEOPARK Bayern-Böhmen/Wikipedia Bild:eigenes
Geotop-Nummer: 374R023

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1. Ist dieser Granit in seiner Struktur eher fein- mittel- grob- oder riesenkörnig?
2. Gehe nahe ans Gestein ran und untersuche die Oberfläche genau
a) dort kannst Du farbige Einschlüsse/Kristalle sehen, welche Farbe haben diese?
b) wie nennt man diese Einschlüsse/Kristalle beim Leuchtenbergergranit genau?
3. Haben wir es hier mit
- aufgeschmolzenen Gestein zu tun oder
- mit aus flüssiger Tiefenlava erstarrtem Granit?
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