Die "Stinchundenprunne"
Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Gemeinde mit dem Namen "Stinchundenprunne" im Jahre 1150 in Zusammenhang mit einer Schenkung der Brüder Otto und Walchun von Machland an das Bistum Passau. Der Name "Unterstinkenbrunn" leitet sich von einem eisenhaltigen Brunnen ab, der heute noch existiert, du stehst soeben vor diesen. Dieser soll früher einen üblen Geruch verbreitet haben, daher wurde die Gemeinde "Stinchundenprunne" genannt. Die im Laaer Becken gelegenen Felder waren ehemals sumpfig und wurden in den Jahren 1897 bis 1899 erfasst und das überschüssige Wasser wurde abgeleitet. Von der früheren Unfruchtbarkeit dieser Gründe zeugt der heute noch gebräuchliche Flurname (kleinräumiger Landschaftsteil) "im Bettelmann".
Die „Stinkenbrunner“ nennen diesen Brunnen Trinkbrunnen, weil sie hier über viele Generationen Trinkwasser holten.
Man sollte es sich nicht nehmen lassen, mal einen Schluck von der Quelle zu gönnen!
Interessanter Fakt:
Als die Einwohner erfuhren, dass der Kaiser nach „Stinkenbrunn“ kommen würde, legten sie eilends eine Leitung vom Trinkbrunnen und bauten den Kaiserbrunnen (südlich von hier in der Ortsmitte) mit einer schönen Einfassung. Der Kaiser kam tatsächlich, hatte aber keine Zeit, einen Abstecher in die Ortsmitte zu dem ihm zu Ehren benannten Brunnen zu machen, sondern fuhr schnurgerade auf der Ortsstraße durch Unterstinkenbrunn durch.