
Da viele den kleinen Ort Kuhschnappel nicht kennen oder nicht viel darüber wissen, gibt es eine kleine Ortsführung durch Kuhschnappel. Dabei helfen mir meine Caches.
Wir befinden uns außerhalb von Kuhschnappel.
Von dem Cache aus könnt ihr saisonal den Friedhof mit Kapelle sehen.
Ihr steht auf dem sogenannten „Hammerberg“ (Rüsdorfer Straße). Der Weg führt nach Rüsdorf und man kommt von dort aus auch in den Rüsdorfer Wald. Der Weg führt durch den Wald zur Jagdhütte, zum Tschirpteich und Tauwaldteich. Von der Jagdhütte kann man auch zum Bäckerloch gehen.
Allgemeines aus der Chronik von Kuhschnappel:
Diesen Teil wird es bei jedem „Ortsführung Kuhschnappel“ geben.
Heute: Kriege, Manöver, Pest und Cholera
Die Bauern der Orte hatten besonders unter den Lasten der Kriege und Manöverzu leiden. Im 30jährigen Krieg war es vorwiegend Tirschheim. In den Jahren zwischen 1632 bis 1638 mußte der Ort allein 1916 Gulden aufbringen.
Als Friedrich der Große von Sachsen aus in Böhmen 1645 einfiel, lagen drei Kompanien in dem kleinen Ort und jeder Bauer mußte bis zu 50 Soldaten aufnehmen und verpflegen.
In der Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich 1760 gab es in unserem Gebiet große Verwüstungen, die letzlich 1772 mit einer Hungersnot endeten. Es steht geschrieben, daß viele tausend Menschen an dieser Hungersnot starben.
Die Militäreinquartierungen setzten sich, bedingt durch zahlreiche Manöver, bis 1883 fort.
Der 1.Weltkrieg brachte aber noch tiefere und schmerzlichere Einschnitte in das Leben der Bevölkerung. Die Kriegerdenkmale in beiden Orten sind Zeitzeugen über Menschenverluste und Protokollbücher erzählen von den Einschnitten des täglichen Lebens zu dieser Zeit.
Preissteigerungen für Lebensmittel gab es laufend, wobei die Löhne auf einem Minimum angelangt waren. So war der Tageslohn für den Fürstlichen Oberwald:
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für männliche Person über 21 Jahre 2,70 Mark
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für weibliche Person über 21 Jahre 1,70 Mark
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für Kinder über 14 Jahre 0.80 Mark
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Für Schneeauswerfen gab es 30 Pfennig pro Stunde.
Pest und Cholera Sie waren in den früheren Jahrhunderten die furchtbarsten Seuchen. Auch unsere Orte blieben nicht von ihnen verschont. Es wird in Protokollbüchern über viele Todesfälle berichtet. Bei den ansteckenden Krankheiten soll noch ein im Wald befindliches Geflügelkrankenhäuschen für Menschen genutzt worden sein.
Besuch des Königs von Sachsen in Kuhschnappel
Das Jahr 1913 brachte für Kuhschnappel das unvergessene Ereignis des Besuches seiner Majestät des König Friedrich August. Man schrieb den 1.September 1913 und das gesamte Dorf war mit Kind und Kegel auf den Beinen, um seine Majestät zu sehen und zu begrüßen.
Nun zum CACHE:
Parken könnt ihr am Wegesrand bei den Gärten oder wer mutig ist bis hoch fahren. Aber Vorsicht, der Weg ist schlecht und es gibt keine Haltebuchten.