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Schloß Marzoll Traditional Cache

Hidden : 8/11/2020
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


SCHLOSS MARZOLL

NEUES SCHLOSS FÜR DEN NEUEN GELDADEL

Als Wohnsitz einer Familie, die urkundlich bis in das 15. Jahrhundert als Herren von Marzoll auftaucht, könnte ein Wohnturm in der Nähe der frühmittelalterlichen Kirche gedient haben. Zu einem Neubau kam es in den Jahren zwischen etwa 1527 und 1537 durch die aus Reichenhall stammende mächtige Patrizier- und Siedeherrenfamilie Fröschl.

 

Spätestens 1484 verfügten die Fröschl in den heutigen Ortsteilen Marzoll und Schwarzbach mit dem Hofsmarktrecht über eine eigene Gerichtsbarkeit. Alle dort ansässigen Untertanen waren – ausgenommen die mit dem Tod zu bestrafenden Verbrechen – fortan der Jurisdiktion des Hofmarksherren unterworfen.

Man errichtete eine kastellartige anmutende Schlossanlage, deren massiv wirkende Türme an Befestigungsbauten der italienischen Renaissance erinnern. Bekrönt waren die Türme mit den spitz zulaufenden, damals in Mode stehenden und aus Italien kommenden sogenannten „welschen (=italienischen Hauben“. Im Vergleich mit den weiteren modernen und Komfort versprechenden Schlossanlagen der näheren und weiteren Umgebung nahm Marzoll – gemessen an der Architektur, Größe und Ausstattung – eine Sonderrolle ein.

Nach der Abkehr vom Salinengeschäft avancierten die Reprästentanten der Familie Fröschl zu hochrangigen herzoglichen Beamten. Mit Wiguläus Fröschl schaffte es ein Spross sogar auf den Stuhl des Fürstbischofs von Passau. 1605 gelangte die Salzburger Kaufmannsfamilie Lasser zu Lasseregg in den Besitz Marzolls. Sie schufen 1708 einen Verbindungsteil zwischen dem östlichen Eckturm und dem Torgebäude und ließen um 1750 die Räumlichkeiten des zweiten Obergeschosses mit Stuckaturen reichhaltig ausstatten. Vermutlich aus dem 17. Jahrhundert datiert die Gestaltung eines barocken Lustgartens mit achteckigem Pavillon. Der an der Nordseite errichtete Trakt mit Waschküche, darüber befindlicher Küche und Dachterrasse wurde vermutlich erst im verlaufe des 17. Jahrhunderts geschaffen. Die Stuckierungen im Inneren datieren um 1750, vermutlich von Benedikt Zöpf.

Um 1837 wurden die „welschen Hauben“ entfernt und durch Zinnen im Stil der englischen Neugotik ersetzt. Seit 1976 ist die große Kreisstadt Bad Reichenhall Eigentümerin des Schlosses Marzoll, das in den letzten Jahren vorbildlich saniert wurde.

Quelle: Dr. Johannes Lang

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