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Gesteine des Taunus im Wambacher Steinbruch EarthCache

Hidden : 8/11/2020
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Wambacher Steinbruch

Dieser Earthcache führt euch zum aufgegebenen Wambacher Steinbruch zwischen Schlangenbad und Wambach am Rheinsteig-Zuweg. Die hier sichtbaren, steilen Felswände bieten euch ein Panorama in die Geologie und verschiedenen Gesteine des Taunus

Vorsicht!

Das Betreten des Steinbruchs ist verboten. Durch die hohen Felswände besteht hier Steinschlag- und somit Lebensgefahr. Bleibt immer auf dem ausgeschilderten Wanderweg, auch von dort könnt ihr alles sehen.

Der Taunus

Der Taunus ist ein Mittelgebirge und erstreckt sich auf etwa 75 Kilometern Länge zwischen dem Rhein und Bad Nauheim. Er ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges, zu dem auch die Eifel, der Hunsrück und der Westerwald gehören. Er entstand vor etwa 325 Millionen Jahren während der Variszischen Orogenese (Gebirgsbildung) als die beiden Urkontinente Laurussia und Godwana kollidierten.

Geologisch wird der Taunus in die drei Einheiten Vordertaunus, Taunuskamm und Hintertaunus unterteilt, die sich hauptsächlich durch das Alter der Gesteine unterscheiden. Die ältesten Gesteine befinden sich im Vordertaunus aus der Übergangszeit von Silur zu Devon (ca. 420 mya, million years ago = „vor Millionen Jahren“). Die jüngsten Gesteine befinden sich im Hintertaunus und datieren aus der Zeit des späteren Unterdevon (ca. 400 mya).

Wie der Name Schiefergebirge nahelegt, zählt Tonschiefer zu den häufigsten Gesteinen des Taunus. Das wahrscheinlich bekannteste Gestein ist jedoch der Taunusquarzit, der hauptsächlich im Taunuskamm vorkommt. Weitere verbreitete Gesteinsarten sind Sandsteine und neuzeitliche Lockergesteine.

Gesteine des Taunus

Im Taunus dominieren Sedimentgesteine beziehnungsweise metamorphe Gesteine, die aus Sedimentgesteinen entstanden sind. Hintergrund dazu ist, dass der spätere Taunus zur Zeit der Gesteinsbildung ein Meeresboden auf Höhe des Äquators war (der so genannte "Rheinische Trog"). Auf Grund der schwachen Strömung setzten sich hier Sedimente mit mehreren Tausend Metern Mächtigkeit ab. Unter ihrem eigenen Druck verfestigten sie sich zu Stein. Durch weitere tektonische Prozesse (Gebirgsfaltung) wandelten sich diese Gesteine weiter.

Taunusquarzit

Der Taunusquarzit ist das typischste Gestein des Taunuskamms. Im Grunde genommen handelt es sich hier um Sandstein, dessen einzelne Sandkörner von Kieselsäure verkittet sind. Dadurch wird das Gestein sehr widerstandsfähig gegen Verwitterung und bildet deshalb auch viele der höchsten Berge des Taunus.

Dabei handelt es sich beim Taunusquarzit nicht um "übliches" Quarzit im eigentlichen Sinne. Dieses entsteht in einem metamorphen Prozess, der beim Taunusquarzit nicht vorliegt. Deswegen wird er auch als Felsquarzit oder Orthoquarzit bezeichnet.

Taunusquarzit Taunusquarzit

links: Blockschutthalden aus Taunusquarzit auf der Weißen Mauer (Taunuskamm)
rechts: Quarzitklippe am Teufelkadrich (Taunuskamm)

Der Taunusquarzit entstand hauptsächlich aus sehr feinem Sand des flachen Urmeers und weist einen Quarzanteil von etwa 95% auf. Dadurch hat er meistens eine hellgraue, teilweise sogar weiße Farbe. Er entstand während des Pragiums, der mittleren Stufe des Unterdevons (ca. 410 mya).

Tonschiefer

Der Tonschiefer ist das häufigste Gestein des Hintertaunus. Er besteht aus einem sehr feinkörnigen Material, dass sich in vielen Lagen am Boden eines ehemaligen Meeres ablagerte. Er entstand während des Emsiums, der oberen Stufe des Unterdevons (ca. 400 mya).

Im Tonschiefer des Taunus sind häufig Quarzgänge eingeschlossen. Im Gegensatz zum Taunusquarzit liegt hier aber ein metamorphes Gestein vor, auch wenn die beiden chemisch identisch sind.

Tonschiefer Bunter Schiefer

links: Tonschiefer mit ausgeprägter Stauchung im Wispertal im westlichen Hintertaunus
rechts: Bunter Schiefer mit grünlicher Färbung in Oberjosbach (Taunuskamm)

Auch im Vordertaunus kommen Tonschiefer vor. Diese sind aber deutlich älter (480-420 mya) und haben durch stark erhöhten Druck und Temperatur eine Metamorphose zu Metasedimenten durchgemacht.

Eine Besonderheit stellen die bunten Schiefer dar. Diese können rötliche, violette bis grüne oder hellgraue Färbungen annehmen. Die Farbe gewinnen diese aus Einlagerungen von zum Beispiel Sandsteinen, Quarziten oder Mineralien wie Chlorit und Hämatit. Sie sind hauptsächlich im Taunuskamm zu finden.

Sandstein

Sandsteine kommen im Taunus als Unterlage des Taunusquarzits vor. Sie entwickelten sich, wenn sich bunte Schiefer zusammen mit Sand ablagerten. Sie sind bekannt dafür Fossilien zu tragen. Die Sandsteine des Taunus enthalten einen hohen Glimmeranteil, weswegen Bruchflächen glänzen können. Sie haben üblicherweise eine gelbe bis rötliche Färbung.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu Quarzit ist, dass das Bindemittel zwischen den Quarzkörnern deutlich schwächer ist als die Quarzkörner selbst. Deswegen brechen Sandsteine um Quarzkörner herum, während Brüche beim Quarzit durch Körner verlaufen.

Lockergesteine

Zu den Lockergesteinen zählen Meeressande und Brandungsgerölle, die sich hauptsächlich im Eiszeitalter ablagerten. Typisch sind hier einerseits Quarzgeröll mit stark abgerundeten Kanten und sehr feinkörnige Sande. Diese sind vor allem im Vordertaunus zu finden. Weit verbreitet ist auch Löss, ein homogenes, ungeschichtetes Sediment aus Schluff.

Fragen

Vor Ort könnt ihr die folgenden Fragen beantworten. Es gibt keine Informationstafel, ihr müsst die Antworten also selber finden.

  1. Im Wambacher Steinbruch könnt ihr an den Felswänden zwei typische Gesteine des Taunus sehen, die hier abgebaut wurden. Welche sind dies und wie mächtig schätzt ihr die hier freiliegenden Schichten?
  2. Beschreibt das obere Gestein näher, z.B. Farbe, Struktur, wie verläuft die Schieferung (wenn vorhanden).
  3. Beschreibt das untere Gestein näher, z.B. Farbe, Struktur, wie verläuft die Schieferung (wenn vorhanden).
  4. Basierend auf den hier gegebenen Beschreibungen, zu welcher geologischen Einheit des Taunus gehört der Wambacher Steinbruch?
  5. Macht ein Foto von euch oder eurem GPS/Handy vor der Felswand (nicht den Weg verlassen!).

Um den Earthcache zu loggen, bitte ich euch, mir die Antworten per E-Mail oder Nachrichtencenter zu schicken. Loggen könnt ihr selbstverständlich sofort. Ich melde mich, wenn es Probleme mit euren Antworten gibt.



Einige Detailansichten des Wambacher Steinbruchs

Quellen

Additional Hints (Decrypt)

Nz natrtrorara Cnexcyngm fvaq rvavtr Trfgrvafrkcbangr nhf qrz Fgrvaoehpu nhftrfgryyg

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)