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1000 Jahre Holzhausen - Eine Ortsführung Multi-Cache

Hidden : 10/8/2020
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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How Geocaching Works

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Geocache Description:


Das Dorf Holzhausen wurde dieses Jahr 1000 Jahre alt, weshalb es als Geburtstagsgeschenk einen Multicache mit Bonus spendiert bekommt. Die Geocaches führen Euch auf verschlungenen Wegen um und durch das Dorf. Für maximalen Spaß warten auf dem Weg zusätzlich fünf Lab-Caches auf ihre Entdeckung. Da ein Großteil der Strecke für Autos gesperrt ist, sollte Euer PKW auf dem angegebenen Parkplatz abgestellt werden. Die Wegstrecke bis zum Final beträgt ungefähr 6,5 Kilometer, die zum Bonus einen weiteren Kilometer.



Um den Multi zu absolvieren, gilt es an neun Stationen jeweils Fragen zu beantworten und so die Finalkoordinaten zu ermitteln. Diese Wegpunkte sind auf der Karte grün markiert.

Außerdem kannst Du an fünf Stationen als kleine Zugabe einen Punkt in der Adventure Lab-App machen. Diese Wegpunkte sind auf der Karte orange markiert.

Damit es Dir auf der Wanderung nicht langweilig wird, kannst Du an elf Stationen Informationen für den Bonus sammeln. Finde dort jeweils das zu dieser Station passende Bild und trage dann die entsprechende Nummerierung ein! Diese Wegpunkte sind auf der Karte lila markiert.

Lade Dir nun am besten hier die Cachebeschreibungen als PDF zum Ausdrucken herunter!

1. Bürgerhaus
Holzhausen fand erstmals im Jahr 1020 Erwähnung, als Kaiser Heinrich II. das "Oppidum Holthusen" an den befreundeten Bischof Meinwerk von Paderborn verschenkte. Im Jahr 1370 wurde der Ort im Rahmen der Kriegshandlungen zwischen dem Landgrafen von Hessen und dem Erzbischof von Mainz annähernd zerstört, im Jahr 1427 gelangte er endgültig in landgräflichen Besitz. Durch ein Feuer im Dorf brannten im Jahr 1560 fast alle Häuser ab, denn Feuerwehren gab es noch nicht. Während des Dreißigjährigen Krieg verwüsteten im Jahr 1626 die Truppen General Tillys Holzhausen. Danach blieb der Ort von weiteren größeren Zerstörungen verschont. Im Jahr 1971 wurde das Bürgerhaus mit integriertem Feuerwehrgerätehaus eingeweiht und in späteren Jahren erweitert. Seit dem Jahr 2011 beherbergt es den Kindergarten. Vor dem Gebäude finden sich ein Springbrunnen und ein Maibaum.
Frage:
Wie viele Schilde befinden sich in der untersten Reihe des Maibaums? Die Anzahl sei A!

A. Gedenkstele
In der Gegend um Holzhausen baute man zwischen den Jahren 1592 und 1970 über fast vier Jahrhunderte hinweg Braunkohle ab. Um deren Transport zu erleichtern, wurde schließlich im Jahr 1893 eine 4 Kilometer lange Drahtseilbahn von der Zeche Osterberg bis zum Bahnhof Speele gebaut und sechs Jahre später um 3,7 Kilometer zur neu in Betrieb genommenen Zeche Wilhelmshausen verlängert. Im Jahr 1923 wurde diese Verlängerung nach Schließung besagter Zeche wieder abgebaut und als 3 Kilometer lange Verbindung zur neuen Zeche Kleeberg angelegt. Die im Zweiten Weltkrieg durch einen Tiefflieger beschädigte Seilbahn wurde nach Kriegsende repariert und noch einmal für knapp zwei Jahre benutzt, dann aber durch Lastwagenverkehr ersetzt und in den Jahren 1954/55 demontiert. Die Seilbahn verlief genau über der hier aufgestellten metallenen Gedenkstele.
Frage:
Findest Du im Adventure Lab, das Ergebnis wird für den Multi nicht benötigt!

2. Wolfsgarten
Um Holzhausen vor Wölfen aus dem nahen Reinhardswald zu schützen, wurde vor Jahrhunderten an diesem Ort der sogenannte "Wolfsgarten" errichtet. In diesem Wäldchen befand sich ein von einem Palisadenzaun umgebenes Stück Köderfleisch, das Wölfe anlocken und in Fallgruben stürzen lassen sollte. Der verbliebene Baumbestand des Wolfsgartens steht heute unter Naturschutz. Südöstlich wurde im Jahr 1969 das Evangelische Gemeinde- und Pfarrhaus zur Nutzung freigegeben. Im Jahr 1971 folgte dann die Einweihung des verbesserten Sportplatzes, der östlich angrenzt. Der nordöstlich direkt am Bürgerhaus gelegene Kindergarten wurde schließlich im Jahr 1972 eröffnet, aber im Jahr 2009 komplett durch einen Brand zerstört. Das am Wegpunkt aufgestellte Schild berichtet über einen Wolfsangriff auf die Kinder einer Witwe noch vor Errichtung des Wolfsgartens.
Frage:
Aus wie vielen Worten besteht die Überschrift des Schildes? Die Anzahl sei B!

Bonusbild 1
Da Holzhausen beide Weltkriege ohne massive Gebäudeschäden überstand, wird der alte Dorfkern durch Fachwerkhäuser geprägt. In einigen sind auch heute noch Handwerk und Gastgewerbe zu finden. Das ehemalige Bauernhaus am Wegpunkt diente bis ins Jahr 1945 als Dorfladen und Metzgerei und beherbergt heute einen Friseursalon. Es ist traufständig gebaut, was bedeutet, dass nicht der Giebel, sondern die Traufe zur Hauptstraße zeigt. Im Gegensatz zur Ständerbauweise liegt hier ein Rähmbau vor, es wurde also jedes Stockwerk seperat errichtet und unten mit einer Schwelle und oben mit einem Rahmen abgeschlossen, der Rähm genannt wird. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite zeigt sich zudem ein Wohnhaus mit einer ganz besonderen Fachwerkneugestaltung. Ein Detail dieser Wohnhausfassade ist auf einem der Bilder des Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B1 ein!

3. Altes Schulhaus
Dieses Haus wurde im Jahr 1867 als Erweiterung des genau danebenliegenden Schulhauses von der Gemeinde angekauft. Der Schulraum befand sich im Parterre und die Wohnung des Lehrers darüber. Im Jahr 1912 wurde im Bericht des Kreisschulinspektors bemängelt, dass die Gebäude überfüllt seien und beide Lehrer jeweils 80 Schüler unterrichten müssten, aber erst im Jahr 1927 wurde mit dem neuen Schulgebäude an der Pfingstwiese Abhilfe geschaffen. Es folgten die Gebäudenutzung als Kindergarten in Kriegszeiten und im Jahr 1959 die Aufwertung zum Rathaus. Als Holzhausen im Rahmen der hessischen Gebietsreform im Jahr 1970 ein Stadtteil von Immenhausen wurde, verlor das Gebäude seine Funktion, so dass man es später als Posthaus und danach als Fahrschulgebäude nutzte. Auf der Infotafel an der Hauswand findet sich das Immenhäuser Wappen.
Frage:
Wie viele Turmfenster finden sich auf dem Wappenschild? Die Anzahl sei C!

B. Johanniskirche
Die Johanniskirche wurde um das Jahr 1150 als schlichter Sandsteinbau in romanischer Bauweise mit kleiner Apsis erbaut und diente wahrscheinlich als Ersatz für eine Holzkirche. Im Inneren finden sich über dem Triumphbogen ein Gemälde mit Christus als Weltenrichter nebst Darstellung von Himmel und Hölle und an der Nordwand eine Darstellung der Enthauptung von Johannes dem Täufer. Beide werden auf das Jahr des Großbrands von 1560 datiert. Auf der Empore fällt die Eulerorgel aus dem Jahr 1884 ins Auge, im Chorraum das Christusfenster aus dem Jahr 1908. Seit dem Jahr 1960 ziert die Kirche ein Hirsch als Wetterfahne. Auf dem Vorplatz finden sich ein Schild mit Informationen über den Pfarrer Conradus Satte, der im Jahr 1525 seinen Dienst in der Kirche begann, und eine Gedenktafel, auf der an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismusses in Holzhausen erinnert wird.
Frage:
Findest Du im Adventure Lab, das Ergebnis wird für den Multi nicht benötigt!

Gehe nun einige Meter zurück und laufe entlang der Gartenstraße zum Orientierungspunkt "Durchgang 1", der versteckt hinter der Kirche liegt! Eine Aufgabe gibt es hier nicht.

Bonusbild 2
Nahe dieser Stelle bog zu alten Zeiten der sogenannte Totenweg in Richtung Friedhof ab. Da das benachbarte Knickhagen erst ab 1888 einen eigenen Friedhof unterhielt und der zuständige Pastor in Holzhausen wohnte, mussten Verstorbene nach einer angeordneten Wartezeit von drei Tagen auf einem Gestell über 3 Kilometer hinweg durch die Bärenhecke und am Kreuz am Hohlgraben vorbei zum Holzhäuser Friedhof getragen werden. Die Träger erhielten neben einer Entlohnung namens "Traggeld" zusätzlich eine Flasche besten Schnapses und Zitronen zum Überdecken eventuell auftretender Gerüche. Das Gestell mit dem Sarg wurde auf der langen Strecke mehrfach abgestellt, um einen Schluck Schnaps zu trinken und wieder zu Kräften zu kommen. Hier findet man auch heute noch Ruhe und Frieden. Ein Ortsdetail ist auf dem Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B2 ein!

4. Düsenjägerabsturzstelle
Dieser im Jahr 1988 aufgestellte Gedenkstein erinnert an das Jahr 1954, in dem Holzhausen haarscharf einer Katastrophe entging. Kurz nach 19 Uhr war ein brennender Düsenjäger vom Typ North American F-86 Sabre dicht über die Häuser des Dorfes hinweggeflogen und hier am Knickhagener Weg nur 50 Meter vom Haus Gareis entfernt aufgeschlagen. Die explodierende Raketenmunition riss einen etwa 7 Meter breiten und 3 Meter tiefen Krater in den Weg und schleuderte brennende Maschinenfetzen bis 300 Meter in südliche Richtung. Das Löschen noch flackernder Trümmer lohnte nicht und wurde von eintreffenden Offizieren der US-Armee verboten. Hätte der junge englische Fliegerleutnant, der bei dem Absturz ums Leben kam, die Maschine nicht über das Dorf hinweg gesteuert, hätte dies einen verheerenden Brand auslösen können.
Frage:
Wann passierte das Unglück? Die erste Ziffer des Datums sei D, die zweite E!

C. Sühnekreuz
Nahe der Kreuzung Knickhagener Weg und Alter Mündener Weg findet man dieses Sühnekreuz. Steine dieser Art wurden bis zur Reformation im 16. Jahrhundert aufgestellt. Wurde damals ein Mensch umgebracht, verurteilte die Kirche den Täter dazu, an der Stelle des Totschlags einen Sühnestein aufzustellen. Zusammen mit der Ablieferung von Geld und Wachs an die Kirche konnte man sich so vor der sonst üblichen Blutrache der Angehörigen des Toten schützen. Dass auch dieses Kreuz aus einem solchen Anlass aufgestellt wurde, ist anzunehmen, doch existieren keine Aufzeichnungen über Nutzen oder Aufstellungsjahr. Sicher ist jedoch, dass das Kreuz erst im Jahr 1933 am derzeitigen Ort aufgestellt wurde. Davor lag es lange Zeit im Hohlweg auf dem Boden, so dass es möglich ist, dass es zuvor vom darüberliegenden Hang abstürzte und unten liegen blieb.
Frage:
Findest Du im Adventure Lab, das Ergebnis wird für den Multi nicht benötigt!

Gehe nun einige Meter zurück und biege dann nach links ab, um bergauf in Richtung des Bonusbilds 3 zu laufen!

Bonusbild 3
An diesem Ort kann die Aussicht auf den Alten Mündener Weg genossen werden. Dort stand in alten Zeiten der "Zollstock", eine Art Sperrbalken, der Fuhrleuten anzeigte, dass in Holzhausen auf ihre Waren Zoll bezahlt werden musste. Diese ehemalige Grenze in Richtung Wilhelmshausen kann man noch heute daran erkennen, dass die Holzhäuser Mundart zum Mitteldeutschen zählt, während in den Nachbarorten bereits Niederdeutsch gesprochen wird. Holzhausen gilt deshalb tatsächlich als der nördlichste hessischsprachige Ort. Hier in der Nähe fand sich auch der sogenannte "Kuckuck", ein Ausguck, von dem aus man bis zur Termenei schauen konnte. Der Wachhabende hatte Zeichen zu geben, wenn sich von dort aus Menschen näherten, die man zu Zeiten von Pest und Cholera nicht ins Dorf lassen wollte. Ein Ortsdetail ist auf dem Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B3 ein!

Bonusbild 4
An dieser Stelle befand sich der ehemalige Steinbruch der Gemeinde Holzhausen. Die direkt vor Ort behauenen Sandsteinblöcke wurden für die Grundmauern der zwischen 1925 und 1930 errichteten Häuser benutzt, so auch für das neue Schulgebäude. In den Nachkriegsjahren wurde hier etwa ab dem Jahr 1949 zusätzlich Sandsteinschotter gewonnen, den man mit Zement vermischt zu Beton stampfte und zur Befestigung der Feldwege benutzte. Schließlich füllte man den Steinbruch fast komplett mit Bauschutt und Bodenaushub auf. Im Jahr 1953 wurde angrenzend ein Kreuz aus Eichenholz errichtet, das an die Vertreibung der Menschen aus den deutschen Ostgebieten erinnert. Im Jahr 2001 wurde die Gedenkstätte erneuert. Ein Detail von ihr ist auf einem der Bilder des Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B4 ein!

Bonusbild 5
Hier an der höchsten Stelle des Stadtwaldes Tannenkamp steht der alte Wasserhochbehälter, der im Jahr 1911 für die Wasserversorgung Holzhausens erbaut wurde. Ein Druckluftkessel drückte das auf der Pfingstweide gewonnene Wasser durch die im selben Jahr in Betrieb genommene Wasserleitung in den Hochbehälter hinein und verbrauchte dabei zwei Drittel des feuchten Nasses. In späteren Jahren war dann eine Wasserpumpstation mit Elektromotor deutlich effizienter. Seit dem Jahr 1968 dient der Hochbehälter nur noch als Löschwasserreserve. Direkt in der Nähe befanden sich im Zweiten Weltkrieg außerdem fünf oder sechs Wehrmachtsbaracken, die zu einer Flak-Behelfsstelle gehörten. Hier bot sich nach Kriegsende für viele Evakuierte und Vertriebene eine Unterkunft. Ein Detail des alten Wasserhochbehälters ist auf einem der Bilder des Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B5 ein!

Bonusbild 6
Die Frontalansicht des Holzhäuser Friedhofs wird durch das mit einem Metallkreuz geschmückte Eingangstor aus dem Jahre 1812 dominiert, das die Inschrift "Gelobet sei Jesus Christus" trägt. Rechts des Steintors findet sich hinter der Friedhofsmauer eine mächtige Eiche, die auf ein Alter von etwa 250 Jahren geschätzt wird. Im Friedhofseingangsbereich sind links des Wegpunktes mehrere historische Grabmäler zu entdecken, während auf der rechten Seite Gedenksteine für die Gefallenen beider Weltkriege aufgestellt wurden. Sie verdeutlichen mit den Namen der Gefallenen das Leid, das über die Bewohner Holzhausens kam, als nach dem Ersten Weltkrieg dutzende und nach dem Zweiten Weltkrieg hunderte Opfer zu beklagen waren. Ein Detail des Friedhofs ist auf einem der Bilder des Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B6 ein!

5. Ortsgefängnis
Holzhausen gehörte zum von Napoleon Bonaparte im Jahr 1807 im mitteldeutschen Raum errichteten Königreich Westphalen, das Kassel als Hauptstadt und Jérôme Bonaparte zum König hatte. Es wurde nach französischem Vorbild in Departements, Bezirke und Kantone aufgeteilt. Holzhausen war dem Kanton Veckerhagen zugeordnet. Im Jahr 1808 erbaute man den Sitz des Bezirksbürgermeisters "Kanton-Maire". Das Gebäude diente bis zum Jahr 1813 auch als Ortsgefängnis, zudem wurde hier die Weggebühr "Chausseegeld" erhoben. Nach Napoleon Bonapartes Niederlage in der Völkerschlacht von Leipzig im Jahr 1813 wurde das Reich aufgelöst, und Kurfürst Wilhelm I. kehrte zurück. Hier in Holzhausen wurden als Grenzort zum Königreich Hannover noch bis zum Jahr 1854 Gebühren auf Kaffee, Spirituosen, Tabak, Eisenwaren und Salz erhoben. Am Gebäude findet sich eine Infotafel.
Frage:
Welche Hausnummer steht auf dem Schild? Die Zahl sei F!

6. Türmchen
Einen wichtigen Beitrag zur Holzhäuser Ortsentwicklung lieferte der Anschluss an das Stromnetz im Jahr 1921. Turmstationen wie die hier gezeigte verbargen in ihrem Inneren Tranformatoren, die die Mittelspannung der ankommenden Stromleitungen in Niederspannung für die Versorgung der einzelnen Haushalte umwandelten. Die Bauweise als Turm hatte den Vorteil, dass Freileitungen direkt am oberen Teil des Turmes abgespannt und ins Innere geführt werden konnten, ohne dass eigens ein Abspannmast benötigt wurde. Seit Beginn der 1980er Jahre wurden Turmstationen großflächig stillgelegt und durch kompakte Transformatorenstationen mit Erdkabelzuführung ersetzt. Das zurückgebaute Türmchen wird nun als Brutplatz und Wohnstätte für Vögel und Fledermäuse benutzt, was durch ein Schild illustriert wird.
Frage:
Wie viele Eulen finden sich auf dem Schild? Die Anzahl sei G!

Bonusbild 7
Holzhausens Einwohnerzahl unterlag großen Schwankungen, im 14. Jahrhundert war das Dorf sogar für kurze Zeit unbewohnt. Im Jahr 1454 lebten hier etwa 70, um das Jahr 1550 herum 200 Menschen. Durch die Zerstörungen des 30jährigen Kriegs ging die Bevölkerung stark zurück, im Jahr 1747 wurden aber wieder 230, im Jahr 1825 schon 539 und im Jahr 1840 dann 806 Menschen gezählt. Ab dem Jahr 1926 entstand im Norden des Dorfes am Hombergsberg ein neuer Siedlungsbereich. Im Jahr 1946 stieg die Einwohnerzahl durch Flüchtlingszuzug sprunghaft auf 1617 Menschen an. Am Tannenkamp kam nun ein Wohngebiet dazu, das sich südlich des Ortskerns dem Wasserhochbehälter annäherte. Heute hat Holzhausen ungefähr 1800 Einwohner. Der Wegpunkt liegt zwischen einigen Gärten nahe des alten Dorfkerns. Ein Ortsdetail ist auf dem Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B7 ein!

D. Amthof
Im Jahr 1073 fand diese Gutsanlage, die heutzutage Amthof genannt wird, erstmals Erwähnung. Graf Otto von Northeim verschenkte sie damals als "Vicum Holzhusun" an das Kloster Hasungen, wodurch sie Lehen der Erzbischöfe von Mainz wurde. Es ist sogar anzunehmen, dass das Gut dem Dorf Holzhausen den Namen gab und somit dessen Ursprung darstellt. Im Laufe der Jahrhunderte hatte die Gutsanlage eine große Zahl von adeligen und nichtadeligen Besitzern und trug unter anderem Namen wie Rittergut, Adelhof und Freygut. Im Jahr 1835 kaufte schließlich Johannes Robrecht die Gutsanlage, die seitdem im Familienbesitz verblieb. Bis zum Jahr 1870 war auf dem landwirtschaftlich genutzten Gut noch eine Schnapsbrennerei in Betrieb. Im Jahr 1986 kam es zu einem Großbrand, der den größten Teil der Wirtschaftsgebäude vernichtete und zwölf Rindern das Leben kostete.
Frage:
Findest Du im Adventure Lab, das Ergebnis wird für den Multi nicht benötigt!

Bonusbild 8
Dieses Gebäude wurde im Jahr 1926 erbaut und ab dem Folgejahr als Schule benutzt, da Holzhausen eine dritte Lehrerstelle genehmigt worden war. In den Nachkriegsjahren stieg die Schülerzahl an, was in der siebenklassigen Schule mit drei Klassenräumen und inzwischen fünf Lehrkräften zu Unterricht bis zum Abend führte. Erst Erweiterungsbauten aus den Jahren 1952 und 1963 brachten Entlastung. Im Jahr 1967 änderte sich der Schulstatus zur vierklassigen Grundschule, weshalb aus der erst vier Jahre zuvor eingerichteten Lehrküche ein Werkraum wurde. Ab dem Jahr 2006 stellte die Schule ohne Schulleiter nur noch eine Außenstelle der Grundschule Immenhausen dar, und wurde im Jahr 2011 wegen wiederholt zu niedriger Schüleranmeldungszahlen sogar geschlossen. Ein Jahr später zog ein ambulanter Pflegedienst in die Räumlichkeiten ein. Ein Ortsdetail ist auf dem Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B8 ein!

Gehe in Richtung Ortsmitte und betrete dann über den Orientierungspunkt "Durchgang 2" den Rehwinkel, der parallel zur Hauptstraße verläuft! Eine Aufgabe gibt es hier nicht.

Bonusbild 9
Der Spitzname der Holzhäuser lautet “Heidelbeern”, da diese von den Frauen und Kindern des Ortes im nahen Reinhardswald gesammelt und dann in Kassel verkauft wurden. Als Dorfhymne gilt bis heute das "Heidelbeerlied". Holzhausen verfügt über eine äußerst aktive Kirchengemeinde, der damalige Pfarrer Norbert Mecke gewann im Jahr 2003 sogar den Titel "Superpfarrer". Traditionsreich sind Turn- und Sportverein, Karnevalsverein, Posaunenchor, freiwillige Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Bauernverein, Männergesangsverein und Frauenchor. Bis zum Jahr 2012 fanden in Holzhausen zwanzig Jahre lang Seifenkistenrennen statt. Wichtige Feste stellen Karneval, Maibaumaufstellung, Dorffest, Heidelbeerfest, Kirmes, nordhessische Literaturpreisverleihung und Weihnachtsmarkt dar. Vor Ort findet sich ein interessanter Gegenstand, der auf dem Bonusbogens abgebildet ist.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B9 ein!

7. Braunkohleabbau
Kohle bildete sich im nordhessischen Raum im Zeitalter Tertiär, indem organische Substanzen durch über ihnen liegende Gesteinsschichten unter Druck und Luftabschluss gerieten. Braunkohle besitzt etwa ein Drittel, nach Aufarbeiten zwei Drittel des Steinkohleheizwertes. Aus weicher Schmierkohle wurde in der Veckerhagener Fabrik G. E. Habich's Söhne die Malerfarbe "Kasseler Braun" hergestellt. Während die Kohle in der Zeche Gahrenberg unter einer dicken Basaltschicht lag, fand man sie in den Zechen Kleeberg und Osterberg ohne Basaltüberdeckung in Buntsandsteinmulden. Die Arbeit im Bergwerk war gefährlich, da stets Wassereinbruch ins Stollensystem drohte, was im schlimmsten Fall zum Einsturz führen konnte. Neben dem Bergmannsgruß "Glück Auf!" ist auch das Steigerlied überliefert, das sich bereits im um das Jahr 1710 erschienenen Berg-Lieder-Büchlein findet.
Frage:
Wie viele Strophen des Steigerlieds werden hier zitiert? Die Anzahl sei H!

Bonusbild 10
In Holzhausen wurde nicht nur Kohle abgebaut. Am Osterberg finden sich noch heute dicht beieinander liegende trichterförmige Mulden, die an die oberirdische Tongewinnung erinnern. Die Blütezeit erlebte das Töpferhandwerk im Dorf in den Jahren von 1660 bis 1789, aber schon im 12/13. Jahrhundert wurde eine örtliche Töpfereistelle beschrieben. Außerdem wurde am Gahrenberg in den Jahren 1595 bis 1603 und 1695 bis 1720 Alaunerde abgebaut, bis der Betrieb bei fehlender Rentabilität eingestellt wurde. Das schwefelhaltige Mineral wurde als Beiz- und Gerbmittel benötigt, aber auch zum Papierleimen oder Blutstillen verwendet. Durch aufsteigendes Grundwasser entstanden am Ort der Grabungen schließlich die sogenannten Alaunteiche. Der im Jahr 2013 eingeweihte Holzhäuser Eco Pfad nimmt sich auch dieser Themen an. Ein Ortsdetail ist auf dem Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B10 ein!

Bonusbild 11
Der im Jahr 1982 angelegte Rehwinkel- oder auch Fröscheteich liegt am Westrand Holzhausens. Er wird über eine Rohrleitung von der Glück-Auf-Anlage mit Wasser versorgt. Dieses läuft über einen Abfluss in den Krummbach ab, der den Ortskern durchquert und südöstlich in den Osterbach mündet. Nach einem Rohrbruch war der Teich über zwei Jahre hinweg trockengelegt, konnte sich nun aber wieder etwas erholen. In den letzten Jahren entstand hier ein Ort der Erholung, da rund um den Teich unterschiedlichste Sitzgelegenheiten geschaffen wurden. An der gezeigten Stelle pflanzten in den letzten Jahren viele Holzhäuser Konfirmandenjahrgänge einen Baum, wobei insbesondere der des Jahrgangs von 1948/49 hervorsticht, der zum 50jährigen Konfirmandenjubiläum im Jahr 1999 platziert wurde. Ein Detail des Ortes ist auf einem der Bilder des Bonusbogens zu finden.
Frage:
Finde das zu dieser Station passende Bild und trage dort die Nummerierung B11 ein!

8. Reinhardswaldsage
Holzhäusern standen Rechte am Reinhardswald zu. Schon im Jahr 1300 wurde die Entrichtung eines Hausforstgeldes erwähnt. Nach Zahlung durfte man im Wald Leseholz und Windfälle sammeln und Erdstöcke roden. Außerdem gab es seit dem frühen Mittelalter das sogenannte Huterecht, das es Bauern erlaubte, ihr Vieh in Waldbezirke zu treiben, um sie dort mit Futter zu versorgen. Das Recht galt bis zur Ablösung im Jahr 1885 als "ewig und unabänderlich". Wenige Meter entfernt findet sich die Schweinehirtenbuche. Hier ließen die Hirten Schweine unter den Eichen, früher "Stämmerchen" genannt, weiden und wühlen. Wenn der Hirte das Horn blies, ließ man die Schweine aus dem Stall, die sich dann in die Herde einordneten. Ihnen waren die Hausnummern oder sonstige Kennzeichen aufgepinselt. Auf dem Schild am Wegpunkt findet sich die Sage zur Entstehung des Reinhardswaldes.
Frage:
Aus wie vielen Worten besteht die Überschrift des Schildes? Die Anzahl sei I!

9. Glück-Auf-Anlage
Die Holzhäuser Freizeitanlage "Glück-Auf" liegt auf einer Fläche von etwa 14.500 Quadratmetern und wurde im Jahr 1975 eingeweiht. Zuvor war das Gelände nach Schließung der ehemaligen Zeche Kleeberg zwanzig Jahre lang ungenutzt geblieben. Erst ein Jahr nach den Feierlichkeiten verfügte die Anlage über Trinkwasser, was die Inbetriebnahme des Wassertretbeckens und der Toiletten ermöglichte. Das Wasser wird vom nördlich des Dorfes liegenden Hochbehälter Hombergsberg aus zugeführt. Im Jahr 1977 wurde die Freizeitanlage durch eine Grillhütte ergänzt, im Jahr 1990 durch eine Kohlenlore. Noch heute sind in der Nähe Gebäudereste zu finden, die an den Braunkohleabbau erinnern. Am Standort an der Glück-Auf-Schutzhütte bietet sich der Blick auf einige Spielgeräte und einen teils mit weißen Platten belegten Platz.
Frage:
Die weißen Platten der Fläche formen eine Zahl. Diese sei J!

E. Zeche Kleeberg
Im Jahr 1923 nahm die Kasseler Waggonfabrik Wegmann & Co. die Zeche Kleeberg in Betrieb, nachdem die Vorräte der Zeche Wilhelmshausen erschöpft waren. Die in der bis zu 71 Meter tiefen Grube gelöste Kohle wurde von "Hauern" zerteilt und dann von "Schleppern" in den Förderwagen geladen und zur Hauptstrecke geschoben. Mittels Kettenbahnen und Förderkorb gelangte der Wagen dann ans Tageslicht und anschließend zum Kohlenbunker. Der Abtransport der Kohle erfolgte über die Drahtseilbahn und später durch Lastwagenverkehr. Im Jahr 1955 waren nach Förderung von rund 1,2 Millionen Tonnen Braunkohle die Vorräte erschöpft, so dass im Holzhäuser Raum nur noch zwei Gruben verblieben. Die Zeche Neue Hoffnung wurde im Jahr 1964 nach einem katastrophalen Grubenbrand im Vorjahr geschlossen, die Zeche Gahrenberg im Jahr 1970 bei fehlender Rentabilität.
Frage:
Findest Du im Adventure Lab, das Ergebnis wird für den Multi nicht benötigt!

Konntest Du alle Fragen korrekt beantworten? Dann finde nun das Final bei
N 51° 2(B+F).(E-D)IH
E 009° 3G.CJA


Und nun viel Spaß beim Suchen! Die ungefähre Lage des Döschens ist auf der Karte als gepunktete Linie eingezeichnet. Du findest es ungefähr 200 Meter von der letzten Station entfernt. Der Bonus führt Dich dann noch einmal zu einem besonders schönen Aussichtspunkt.

Folgende Schilder, Hefte und Bücher wurden zur Recherche benutzt:
975 Jahre Holzhausen Reinhardswald
1000 Jahre Holzhausen Reinhardswald
Arbeitskreis Geschichte Holzhausen / Rhw. Heft 2
Arbeitskreis Geschichte Holzhausen / Rhw. Heft 3
Die Kirche „St. Johannis“ in Holzhausen/Reinhardswald
Die St. Johannis-Kirche zu Holzhausen/Reinhardswald stellt sich vor
Dorferneuerung Holzhausen
Eco Pfad Bergbau Holzhausen Reinhardswald
Immenhausen Stadt der Glaskunst
Infoschilder an Holzhäuser Gebäuden
Märchenlandweg Immenhausen – Holzhausen

Folgende Internetseiten wurden zur Recherche benutzt:
www.regiowiki.hna.de
www.wikipedia.de

Hoffentlich fandest Du die Dorfführung unterhaltsam und informativ. Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie natürlich nicht. Falls etwas Wichtiges fehlen sollte, scheue Dich nicht, mir eine E-Mail zu schicken. Ich hoffe, Du hinterlässt mir einen netten Logeintrag!

Hauptcache ---> Bonus

Wenn Du den Multi mit seinem Bonus und den 5 Lab-Caches komplett absolviert hast, kannst Du dieses Banner in Dein Profil einfügen:



HTML Code:
<a href="http://coord.info/GC8YDGB"><img src="https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/36ac1b74-6f35-48f2-abdb-3f0491b79896.jpg" alt width="275" height="175" border="0" /></a>

Additional Hints (Decrypt)

Ibtryuähfpura nz Qbccryoähzpura.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)