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Der Altkreis Lauterbach
Erinnert ihr Euch noch an den ehemaligen Landkreis Lauterbach?
Diese Cache-Serie soll Eure Erinnerung ein wenig auffrischen und Euch zeigen,
welche Ortschaften dazu gehört haben. Der Landkreis Lauterbach existierte von 1852 bis 1972 und das Landratsamt befand sich in Lauterbach.
Zum 31. Dezember 1971 lebten im Landkreis Lauterbach 46.300 Menschen.
Als Autokennzeichen wurde LAT geführt. Das Wappen bestand erst sein dem Jahr 1961 und zeigte unter anderem zwei Türkenbundlilien, eine seltene heimische Pflanzenart.
Am 1. August 1972 wurde der Landkreis Lauterbach mit dem benachbarten Landkreis Alsfeld zum Vogelsbergkreis vereinigt, dessen Verwaltungssitz wiederum Lauterbach wurde. Die Türkenbundlilien wurden in das neue Wappen des Landkreises übernommen.
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Maar
Maar wird erstmals im Jahr 1253 urkundlich erwähnt. Der Ortsname deutet auf „Mohara“ hin, eine wasserreiche Stelle oder ein Sumpfgebiet.
Das Alter der Siedlung kann nicht einwandfrei geklärt werden. Es ist aber anzunehmen, dass der Ort wesentlich älter ist als aus den Urkunden hervorgeht, denn die kargen Stellen im Vogelsberg dürften wesentlich später besiedelt worden sein als die fruchtbaren Flächen des Lauterbacher Grabens von Maar nach Müs. Im Vogelsberg wurden Siedlungen aber schon um 800 erwähnt.
Im Mittelalter wurden in der Gemarkung Maar noch andere Orte erwähnt, die heute nicht mehr existieren. In der Gemarkung Maar gab es im 13. Jahrhundert mindestens noch sechs weitere Siedlungen: Boln, Diemerod, Enzenrod, Epsrod, Immenrod, Meirod. Nach der Überlieferung soll es auch noch die Orte Brüglos und Bennerode gegeben haben. Über diese Orte liegen jedoch keine Urkunden vor. Der Grund für den Untergang der Dörfer konnte bis heute nicht genau rekonstruiert werden. Es wird vermutet, dass wirtschaftliche Gründe der Landwirtschaft, Abwanderung der Bevölkerung in die Städte und schließlich die Pest als Hauptgründe für den Untergang verantwortlich waren.
Das Dorf befand sich zunächst im Besitz der Herren von Wartenberg, gehörte später dem Grafen von Ziegenhain und danach zum Gebiet der Riedesel. 1806 wurde Maar hessisch. Es war das zweitgrößte Dorf im Altkreis Lauterbach und hatte 1854 schon 1142 Einwohner. Sie waren Bauern, Hintersiedler und Kleinbauern, die auch als Handwerker oder Arbeiter tätig waren. Es gab Sandgruben und Kalköfen. Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Maar: „Maar (L. Bez. Lauterbach) evangel. Pfarrdorf; liegt 1⁄2 St. von Lauterbach, und gehört dem Freiherrn von Riedesel, hat 157 Häuser und 987 Einwohner, die außer 1 Katholiken evangelisch sind. Der Ort, welcher der Sitz des Steuer Commissärs für den Bezirk Lauterbach ist, hat eine Kirche, die 1827 geendigt worden ist, ein Schulhaus und im Walde ein unbewohntes Jägerhaus. In der Gemarkung finden sich Brüche von Kalksteinen, die zu Lauterbach gebrannt werden, so wie Gruben die einen weißen Sand liefern.“
Auf der Bilkuppe wurde Basalt abgebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg zu Schotter verarbeitet. Am westlichen Hang dieser Erhebung lernte die Jugend den Segelflug kennen. 1910 zählte Maar 1178 Einwohner, 1991 sind es rund 1650, heute im Jahre 2007 über 1800. Viele von ihnen arbeiteten als Weber. Durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener stieg die Einwohnerzahl 1948 auf 1805. Neben der großzügig angelegten Hauptstraße mit den vielen Fachwerkhäusern ist die Schulstraße mit ihren Lehrerhäusern im Jugendstil bemerkenswert.
Die Eingemeindung in die Stadt Lauterbach Infolge der sich abzeichnenden Verwaltungs- und Gebietsreform in Hessen wurde 1971 geplant, die Landkreise Alsfeld und Landkreis Lauterbach zusammenzuschließen und anstelle der vielen Einzelgemeinden neue Großgemeinden zu bilden. Die Gemeinde Maar sollte dabei in die Stadt Lauterbach eingegliedert werden. Um die kommunale Selbstständigkeit zu erhalten, wurden aber in Maar Pläne geschmiedet, eine eigene Großgemeinde mit den Ortschaften Maar, Wallenrod, Wernges und Reuters zu gründen. Nachdem diese Pläne jedoch schließlich am Widerstand einzelner Ortschaften scheiterten, beschloss die Gemeindevertretung von Maar am 10. August 1971 mit 10 gegen 2 Stimmen, sich zum 31. Dezember 1971 freiwillig der Stadt Lauterbach anzuschließen. Mit diesem Datum endete die Selbstverwaltung der Gemeinde Maar und eine neue Epoche an der Seite der Stadt Lauterbach begann. Am 10. September 1971 schließlich wurde der Grenzänderungs- und Auseinandersetzungsvertrag zwischen der Kreisstadt Lauterbach und der Gemeinde Maar unterzeichnet. Für Maar wie für die übrigen durch die Gebietsreform eingegliederten Gemeinden wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.
(Quelle: Wikipedia)
Mehr Infos unter:
#01 Altkreis Lauterbach - Lauterbach (Stadt) https://www.geocaching.com/geocache/GC90QAR
