Skip to content

Treuhandsiedlung Traditional Cache

Hidden : 10/15/2020
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Treuhandsiedlung 

Bergarbeiterwohnungen auf einem namenlosen Hügel

Mit der Treuhandanstalt hat die Klettwitzer Treuhandsiedlung nichts zu tun. Als das Gremium im Zuge der Auflösung der DDR Volks- in Privateigentum überführte, existierte die gleichnamige Wohnstätte in der Lausitz bereits seit rund 70 Jahren. Lebten dort früher in erster Linie viele Bergleute, bestimmen heute zahlreiche Familien mit Kindern das Bild.

Wer über die Ortsverbindung von Schipkau nach Klettwitz fährt, erblickt ein paar Hundert Meter hinter dem Ortsausgang eine Gruppe größerer Häuser. In Reih und Glied stehen sie direkt an der Straße. Sie bilden das Wahrzeichen der sogenannten Treuhandsiedlung, eines Ortsteils von Klettwitz. Im Gegensatz zum rund einen Kilometer entfernten Dorf erstreckt sich das Wohnensemble auf einem namenlosen Hügel. Begrenzt wird es im Westen von der Ortsverbindung Schipkau - Klettwitz und im Osten von der Autobahn Berlin-Dresden. Die Fernstraße ist durch den dichten Wald zwar nicht zu sehen, wohl aber zu jeder Tages- und Nachtzeit zu hören. Als die Trasse Ende der 1930er-Jahre entstand, gab es die Treuhandsiedlung bereits.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden in der Niederlausitz Wohnungen benötigt. Neben zahlreichen zugewanderten Arbeitskräften, die fortan im Bergbau und in den Kohle veredelnden Betrieben ihr Geld verdienten, mussten Flüchtlinge aus dem östlichen Oberschlesien aufgenommen werden. Aus diesen Gründen erfolgte am 8. Mai 1920 die Gründung der Ostelbischen Treuhandstelle für Bergmannswohnungen GmbH (OTG) mit Sitz in Senftenberg. Über Fördergelder wurden neue Wohnhäuser gebaut. So entstand in den 1920er-Jahren eine Anzahl derartiger Bergmannssiedlungen. Neben der Klettwitzer Treuhandsiedlung seien "Heye" bei Särchen (später Annahütte), "Viktoria III" bei Naundorf (später Schwarzheide-Ost) und die Ringsiedlung in Bückgen (später Großräschen-Süd) als Beispiele genannt.


Die Klettwitzer Treuhandsiedlung sollte Platz für 500 Menschen bieten. Damals zählte der Kernort 4000 Einwohner, heute sind es noch 1250. Die ersten Häuser entstanden direkt an der Chaussee von Schipkau nach Klettwitz. Weitere schlossen sich östlich davon an. Als Haupterschließungsweg diente die heutige Talstraße.

Aufgrund des Zweiten Weltkrieges blieb die Treuhandsiedlung unvollendet. Das beweist ein Blick in den Generalbebauungsplan aus den 1930er-Jahren. Wäre dieser komplett umgesetzt worden, stünden heute direkt neben der Autobahn ein Schulgebäude mit Sportplatz, ein Kindergarten sowie ein Landschulheim. Tatsächlich wächst Kiefernwald.

Obwohl es bereits vor dem Krieg Einfamilienhäuser in der Siedlung gab, entstanden die meisten erst in der DDR-Zeit. Erkennbar sind sie an ihren Flachdächern. Laut Martin Konzag sollte diese Wohngegend zu Beginn der 1960er-Jahre nochmals einen erheblichen Einwohnerschub erhalten. Schließlich fiel die westliche Kostebrauer Straße in Klettwitz dem gleichnamigen Tagebau zum Opfer. Der damalige Bürgermeister sträubte sich allerdings gegen dieses Ansinnen. So zogen die Bergbauumsiedler ins benachbarte Schipkau, das zu seinen ersten Wohnblöcken kam.


Gehörten die Kohlewohnungen vor der Wende zum DDR-Volkseigentum, erfolgte danach ihre Privatisierung. Inzwischen sind die meisten Häuser modernisiert. Es leben heute rund 200 Menschen in der Treuhandsiedlung. Gäbe es die Autobahn nicht, würde das Ensemble heute wohl zu den attraktivsten Wohngegenden der Region zählen, heißt es unter den Anwohnern.


© 2020 Lausitzer Rundschau. Content Management von 
ImpressumAGBDatenschutzFAQNutzerbas. OnlinewerbungMediadatenRPV-Post

Additional Hints (Decrypt)

nygre Orgbacsrvyre hagra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)