Das Wort Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab und bezeichnete den eingefriedeten Bereich um eine Kirche. Heute haben Friedhöfe die unterschiedlichsten Formen – mit und ohne Kirche, mit Urnenwänden - und Gräbern und mit herkömmlichen Ruhestätten. Grundsätzlich dürfen in Deutschland Beerdigungen nur in Friedhöfen und nicht auf Privatgrund erfolgen. In Tutzing gibt es zwei Ausnahmen, eine davon am Alten Friedhof. Auf der Nordseite wurde die Friedhofsmauer um paar Meter erweitert auf das angrenzende Leidl- Grundstück. So konnte der berühmte Maler Anton Leidl für seine Verdienste um Tutzing auf eigenem Grundstück beerdigt werden.
Friedhöfe erfüllen verschiedene individuelle und kollektive Funktionen, z.B kultischer und gesellschaftlicher Art und sind ein Ort des Gedenkens, der Einkehr und der Trauer. Gleichzeitig erzählen sie dem aufmerksamen Besucher etwas über historische Entwicklungen des Ortes, über Sitten und Gebräuche und über einzelne Familien. Als gutes Beispiel dafür kann der alte Tutzinger Friedhof direkt am See dienen. Dort findet man neben schlichten Gräbern mit hübschen schmiedeeisernen Kreuzen und alten Grabsteinen auch zahlreiche aufwändige Grabstätten der ersten Villenbesitzer. Diese Mischung spiegelt die Wandlung Tutzings vom Fischer- und Bauerndorf zum Villenort wieder.
Im alten Friedhof gibt es fünf denkmalgeschützte Grabmäler: Bestattet sind dort
Heinrich und Therese Vogl, beide Kammersänger
Margarete Mayr
von Landmann, Bayr. Minister für Unterricht und Kultus, Gestalter wesentlicher deutscher Sozialgesetze
Berchtold, Braudirektor der Hackerbrauerei
von Poschinger, Besitzer von Glasmanufakturen Zwiesel (Quelle: Peter Gsinn)
Umgeben vom alten Kirchhof steht die alte Pfarrkirche St. Peter und Paul. Sie war bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein die wichtigste Kirche der Hofmark Tutzing. Nach vollständiger Renovierung und architektonischer Sicherung werden heute dort wieder hl. Messen gelesen. Die Westfront ist mit einem Fresko des Hl. Christopherus, die Außenseite des Chores mit einem Wandbild des Hl. Ulrich, gemalt von Karl Gries (1973), versehen. Im Innenraum sind in die Wände die alten Grabplatten der Schlossherrengeschlechter eingelassen. Im Hochaltar befindet sich die Barockplastik „Maria vom Siege“ aus dem Tutzinger Schloß, die 1953 durch Tausch gegen das große Garatshausener Kreuz aus dem 16. Jahrhundert, das seither in der Schloßkapelle der Evangelischen Akademie Tutzing hängt, erworben wurde. Die beiden Apostelfiguren neben dem Hauptaltar, Petrus und Paulus, stammen aus Ebbs in Tirol. Die Bruderschaftsstatue des hl. Stephanus im Seitenaltar und ein großes Kreuz mit der schmerzhaften Muttergottes sind Teile der alten Ausstattung der Kirche des 18. Jahrhunderts. Der Tutzinger Maler Karl Gries, der viele Kirchen und Häuser mit Fresken versehen hat, stiftete und malte das Deckengemälde mit dem „reichen Fischfang des Petrus“ sowie den Kreuzweg. Die alte Kirche St. Peter und Paul erhielt 1954 die für die St. Nikolauskirche in Oberzeismering 1864 erbaute alte Orgel von Georg Beer in Erling, die 1983 vollständig restauriert wurde. Alljährlich wird vor Ostern in der alten Kirche von Karfreitag bis Ostersamstag das „Heilige Grab“ mit einem farbig gefaßten Holzbildnis des toten Christus aus dem 18. Jahrhundert in einem gläsernen Reliquienschrein, umgeben von Blumen, Kerzen und leuchtenden Glaskugeln, in Erinnerung an das Leiden und Sterben unseres Herrn und Heilandes zu stillem Gebet aufgestellt. Das „Hl. Grab“, den Tabernakel mit 2 Cherubimen, 2 Musikengel, das Chorgitter, die Statuen des hl. Johannes Evangelist, Michael, Sebastian und Barbara brachte Pfr. Katzenschwanz in die alte Kirche, dazu kamen Abschlußgitter, Vermauerung der Vorhalle, neues Friedhofskreuz u. a. (Quelle: Pfarrei St. Joseph)
Bitte PARKT NICHT in der Graf-Vieregg-Straße, besucht den Friedhof nur TAGSÜBER und nicht, wenn dort gerade eine BEERDIGUNG oder ein GOTTESDIENST stattfindet oder an ALLERHEILIGEN. Die gesuchten Gedenksteine befinden sich entweder an einem der breiten Wege oder sind schon von weitem zu sehen, so dass nicht jeder schmale Weg abgegangen werden muss. Bitte beachtet die geltenden ABSTANDSREGELN.
Die Startkoordinaten weisen auf das Friedhofstor auf der Westseite, wo auch der Auszug aus der Friedhofsordnung zur freundlichen Beachtung aushängt. Der Cache befindet sich AUSSERHALB DES FRIEDHOFS bei N47°54.ABC E11°1D.EFG auf öffentlichem Gelände. Nachdem die ursprüngliche Dose schon vor dem Publish samt Tarnung unwiderruflich einer Renovierungsaktion des Bauhofs zum Opfer gefallen ist, ist an dieser Stelle leider nur ein Nano möglich und versteckt.
A: Wie viele Menschen wurden in diesem Grab beerdigt?
B: Da Alfons' Meriten (alte Frage) mittlerweile kaum mehr zu entziffern sind: Wie viele Personen wurden hier mit aufgesetzten Metallbuchstaben verewigt?
C: Wer pflegt dieses Grab? BWW des 1. Buchstabens des Nachnamens
D: Wie häufig steht Pauli auf dem Grabstein?
E: Letzte Ziffer des Todesjahrs von Elisabeth
F: Quersumme des Todestags des Mannes oder Geburtstags der Frau
G: Anzahl der Vornamen der Frau