Der vierte Teil der Serie Rund um Ickern ist anders als die ersten drei Teile. Diesmal geht es um die Ickerner Schachtmarken, ein sehr schönes Projekt unseres Stadtteilvereins Mein Ickern e.V.. Schachtmarken sind DIN-A5 große, goldene Schilder, die an die ehemaligen Ickerner Kneipen und deren Geschichte erinnern. Aktuell (Stand Anfang November 2020) gibt es bereits acht Schachtmarken, insgesamt sollen es mal um die 40 werden. Eure Aufgabe ist es, diese ersten acht Schachtmarken aufzusuchen, die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle. Am besten macht ihr das mit dem Fahrrad, denn die Entfernungen sind beträchlich und es ist kein Rundweg. Es geht mitten durch den Stadtteil, da ist natürlich viel Verkehr, aber meistens gibt es zumindest eine Fahrradspur.
Wenn ihr euch den Text auf den einzelnen Schachtmarken und die Geschichte in diesem Listing aufmerksam durchlest, dann solltet ihr in der Lage sein, jede Schachtmarke einem Buchstaben <A> bis <H> zuzuorden. Wenn ihr das geschafft habt, dann müsst ihr euch zu diesem Buchstaben noch die Quersumme der ältesten Jahreszahl, die auf dem Schild genannt wird, notieren. Die älteste Jahreszahl ist die, die am weitesten in der Vergangenheit liegt. Mit diesen Informationen könnt ihr am Ende das Finale ausrechnen.
Beispiel: Ihr habt ein Schild und glaubt, dass es zu <B> gehört. Auf dem Schild stehen die Jahreszahlen 1931, 1958 und 1979. Die älteste Jahreszahl davon ist 1931, und die einfache Quersumme von 1931 ist 14. Daraus folgt: B=14. Das ist natürlich nur ein Beispiel, den tatsächlichen Wert von <B> müsst ihr selbst herausfinden.
Das Finale findet ihr bei:
N 51. (E+F). 6x(A+C+E+H)
E 007. (B+F-A). 21x(F+G)+7x(B+D)
Und nun die Geschichte:
Christel war wütend! Sie saß in der kleinen Küche und wartete mit dem Abendessen auf ihren Mann, aber er kam nicht. Anfangs machte sie sich Sorgen, denn es war gefährlich unter Tage. Es war nicht selten, dass einer unten blieb. Aber dann fiel ihr ein: Heute war Lohntag! Heinz war sicher mit seinen Kumpels in einer der vielen Ickerner Kneipen und verprasste den Lohn. Aber in welcher nur?
Christel zog sich ihren Mantel an, nahm den Schirm, und ging hinaus in die kalte Nacht. Der Geruch von Kohleöfen lag in der Luft, und in der Ferne sah sie die Feuer der Hochöfen. Es gab acht Kneipen in Ickern, aber wo sollte sie anfangen?
Heinz trank gerne Hansa, also versuchte sie es zuerst in <A>. Sie erfuhr, dass Heinz nach Schichtende kurz dort gewesen war, aber er zog nach dem ersten Bier weiter, denn der Wirt hatte die Biermarke gewechselt, und Heinz mochte kein DAB.
Christel dachte nach. Bestimmt war Heinz mit den Kameraden aus der Schützengilde unterwegs. Leider fiel ihr nicht mehr ein, in welcher Kompanie er war. Nacheinander besuchte sie den Stammtisch der vierten <B>, ersten <C> und fünften <D> Kompanie. Aber Heinz war nicht dort, dieser Mistkerl!
Als Nächstes versuchte Christel es in <E>. Hier stand sie letztens noch vor dem Schaufenster und fand die roten Pumps mit den Polka Dots todschick. Die hatte sie letztens bei einem jungen Mädchen beim Limonadenball in <F> gesehen. Doch sie konnte sie sich nicht leisten, erst recht nicht, wenn Heinz das ganze Geld versäuft.
Vielleicht war Heinz beim Kegeln? Schon oft hatte der Kegelverein Gut Holz <G> versucht, Heinz als Mitglied zu gewinnen, denn er hatte Talent. Also suchte Christel dort nach ihm, doch leider vergeblich.
Jetzt blieb nur noch der Katholische Bahnhof <H>. Christel betrat die Kneipe und schaute sich um. Zigarettenrauch vernebelte den Raum, und die Jukebox spielte einen Song von Buddy Holly. Hinter der Theke stand der Wirt Heinrich und zeigte auf den Ecktisch am Ende des Raumes. Da saß der Sausack mit zwei anderen Kumpels am Tisch und spielte Karten! Heinz schaute auf und sah Christel wütend auf sich zukommen. Da wusste er, was ihm blüht.