Hinrich Hesse beschrieb die Örtzeinsel, die im Jahre 1851 bei Regulierungsarbeiten eingeebnet wurde, in seinem Buch
" Das liebliche Heidedorf Müden":
...ganz nahe oberhalb des Einströmens der Wietze in die Örtze lag mitten in letzterem Flusse eine wunderschöne, kleine Insel, fast eirund, die etwa 90 bis 100 Schritt im Umfang haben mochte.
An beiden Seiten der Insel strömte das raschfließende, klare, bis auf den Grund durchsichtige Wasser der Örtze dahin, auf deren glitzerndem Sande und unter langen, dichten, grünen Flocken der Wasserranunkeln Scharen von flinken Forellen spielten und umherjagten.
Diese Insel war ganz mit hohen Eichen und Erlen eingefaßt, und mehrere starke, alte Eichen mit dicken Stämmen und hohen Wipfeln standen auf der Insel und beschatteten sie ganz und gar nicht mit ihrem grünen Laubdach. Es war so still, so kühl und so heimlich auf dieser Insel. Selbst der heißeste Sommer hatte keine Macht über sie, sie war grün und kühl, wenn alles umher verwelkt und verdorrt warvon den heißen Sonnenstrahlen."
Hinrich Hesse hat die Örtzeinsel aus zahlreichen Berichten und Erinnerungen der Müdener wieder erstehen lassen. Seine Beschreibung dieses romantischen Plätzchens sagt mehr, als es ein Foto hätte ausdrücken können.