Achtung:
Bevor ihr euch näher mit dem Listing beschäftigt, schaut unten die Aufgabe 5 mit der Bedingung an. Wer das in der Form nicht akzeptieren will, der muss diesen EarthCache ja nicht absolvieren.
Fossilien-Klopfplatz Nusplingen 🐌
Info vorweg:
In knapp 1 km Entfernung gibt es bereits einen EarthCache von Donaubiber GC2AJND "Nusplinger Plattenkalk" (unbedingt zu empfehlen), allerdings als Lehrpfad angelegt und um allgemeine Infos rund um dieses Gebiet zu geben. Wir gehen da noch etwas weiter in die Details, ohne jedoch mögliche Antworten auf die Fragen im Listing von Donaubiber preiszugeben. Wir gehen daher mal zum Klopfplatz und machen uns auf die Suche nach Fossilien. Der Bereich ist offen für jedermann jederzeit frei und kostenlos zugänglich. Nur hier an den Listingkoordis ist eine Suche erlaubt; ... siehe dort auch die entsprechende Hinweistafel.
Ziel dieses EarthCaches ist es vorrangig auch, dass durch die tatkräftige und selbstständige Mitarbeit bei dieser Exkursion ein gewisser Lerneffekt gewonnen wird.

Zum Nusplinger Plattenkalk selbst:
Die blaue blaue Nusplinger Lagune:
Vor etwa 150 Millionen Jahren befand sich im tropischen Jurameer im heutigen Gebiet des Westerbergs oberhalb von Nusplingen eine tiefe Lagune. In dieser hat sich zarter Kalkschlamm angesammelt: der Nusplinger Plattenkalk. In diesem Gestein wurden besondere Fossilien gefunden, z.B. Flugsaurier, Krokodile und Meerengel, rochenartige Haifische. Die Funde begeistern einst wie heute die Fachleute, machen Nusplingen weltberühmt und ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an.
Bis vor einigen Jahren hat man die Bildungsdauer des Nusplinger Plattenkalks mit Vergleichen der Ablagerungsdauer von Kalk in heutigen Gewässern berechnet. Nun hat sich jedoch herausgestellt, dass der Nusplinger Plattenkalk überwiegend durch die kalkskeletttragende Goldalge aufgebaut wurde, die es heute noch gibt. Wenn die heute lebende Emiliania Huxleyi mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird, so kann sie in nur zehn Tagen 0,5-1cm Kalksediment produzieren. Neuere Erkenntnisse zur mikroevolutionären Artenbildung zeigen zudem, dass die Artenvielfalt der fossilen Meerestiere im Nusplinger Plattenkalk in wenigen Jahrzehnten entstehen konnte. Das Tempo der Sedimentation im Nusplinger Plattenkalk war so rasch, dass Belemniten schief oder sogar senkrecht eingebettet werden konnten. In verschiedenen Schieferebenen sind tote Fische eingebettet, die ebenfalls sehr schnell verschüttet wurden: So schnell, dass sie nicht verwesen konnten.
Zum Nusplinger Plattenkalk selbst:
Die blaue blaue Nusplinger Lagune:
Vor etwa 150 Millionen Jahren befand sich im tropischen Jurameer im heutigen Gebiet des Westerbergs oberhalb von Nusplingen eine tiefe Lagune. In dieser hat sich zarter Kalkschlamm angesammelt: der Nusplinger Plattenkalk. In diesem Gestein wurden besondere Fossilien gefunden, z.B. Flugsaurier, Krokodile und Meerengel, rochenartige Haifische. Die Funde begeistern einst wie heute die Fachleute, machen Nusplingen weltberühmt und ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an.
Bis vor einigen Jahren hat man die Bildungsdauer des Nusplinger Plattenkalks mit Vergleichen der Ablagerungsdauer von Kalk in heutigen Gewässern berechnet. Nun hat sich jedoch herausgestellt, dass der Nusplinger Plattenkalk überwiegend durch die kalkskeletttragende Goldalge aufgebaut wurde, die es heute noch gibt. Wenn die heute lebende Emiliania Huxleyi mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird, so kann sie in nur zehn Tagen 0,5-1cm Kalksediment produzieren. Neuere Erkenntnisse zur mikroevolutionären Artenbildung zeigen zudem, dass die Artenvielfalt der fossilen Meerestiere im Nusplinger Plattenkalk in wenigen Jahrzehnten entstehen konnte. Das Tempo der Sedimentation im Nusplinger Plattenkalk war so rasch, dass Belemniten schief oder sogar senkrecht eingebettet werden konnten. In verschiedenen Schieferebenen sind tote Fische eingebettet, die ebenfalls sehr schnell verschüttet wurden: So schnell, dass sie nicht verwesen konnten.
Dann wollen wir mal:
Und was suchen wir hier?
Fossilien!
Was sind Fossilien?
Versteinerte Zeitzeugen!
Fossilien sind versteinerte Reste von Pflanzen oder Tieren aus früheren Erdzeitaltern, die entweder lebend oder kurz nach ihrem Tod von Material bedeckt (“eingebettet”) worden sind. Dies konnte an Ort und Stelle oder nach einem Transport auch anderswo geschehen sein. Eine wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung der vorwiegend harten Teile eines Tieres oder einer Pflanze ist, dass der zur Zersetzung nötige Sauerstoff fehlt. Diese Bedingung kann in einem sauerstoffarmen Milieu oder bei hoher Sedimentationsrate (schnelle Einbettung) gegeben sein. Im weiteren erdgeschichtlichen Verlauf hat dann die Überlagerung durch Sedimente oder Gesteinspakete Druck- und Temperaturbedingungen geschaffen, die durch einen Stoffaustausch zur Umwandlung der chemischen Zusammensetzung der fossilen Reste, also zur eigentlichen Versteinerung geführt haben. Besondern häufige Fossilien sind Ammoniten. Mit etwas Glück kannst du sie sogar auf Steinen entdecken, die an jedem Feldrand liegen können. Ammoniten bevölkerten 350 Millionen Jahre lang alle Meere und werden als marine Kopffüßer bezeichnet. Sie lebten auch zur Zeit der Dinosaurier und sie starben etwa zur selben Zeit wie sie aus, vor etwa 65 Millionen Jahre, gegen Ende des Erdmittelalters. Sie umfassen 12000 Arten, die sich in etwa 1500 Gattungen aufteilen.

Wir merken uns also:
Meistens findet man Fossilien in Gestein, das einst im Meer, in einem See oder in Flüssen entstanden ist. Wenn ein Lebewesen starb und im Wasser in die Tiefe sank, verweste es, und am Ende blieben nur noch die harten Teile übrig – also die Knochen, Zähne oder ein Panzer. Die Überreste lagen im Sand oder im Schlamm, darüber entstanden dann neue Schichten. Die verhärteten im Laufe der Zeit zu festem Gestein. Auch das Fossil ist eine Versteinerung. Werden frühere Gesteinsschichten freigelegt, etwa durch Verschiebung von Erdplatten, werden die Fossilien sichtbar.
Kurze Steckbriefe der bekanntesten Fossilien:
Brachiopoden:
Sind marine Lebewesen, die den Muscheln ähnlich sehen. Sie leben ebenfalls als Filtrierer am Meeresgrund, also im gleichen Ökosystem wie Muscheln.
Muscheln:
Wir kennen etwa 20.000 fossile Muschelarten und noch einmal genau so viele leben heute. Es gibt sie bereits seit dem Kambrium. Die zwei Klappen (Schalen) einer Muschel werden durch ein Schloss verbunden.
Trilobiten:
(wörtlich Dreilapper) gehören zu den Arthropoden (Gliederfüßer). Das sind hauptsächlich Insekten. Es gab sie vom Kambrium bis zum Perm. Trilobiten bilden einen Panzer (Aussenskelett oder Exoskelett), der nicht wachsen kann.
Schnecken:
Wir kennen heute über 170.000 Schneckenarten. Allen gemeinsam ist der Fuß zur Fortbewegung. Viele Arten tragen ein Gehäuse, dass wir dann als Fossil finden. Ursprünglich handelt es sich um marine Lebewesen.
Korallen:
Gab es seit dem Ordovizium bis heute. Es handelt sich um ausschließlich marine Lebewesen. Die meisten Arten leben in Gewässern, die nie unter 20 Grad kalt werden und in Tiefen Oberhalb von 80 Metern.
Ammoniten:
Gehören zu den Cephalopoda oder Kopffüßern. Ihre Gehäuse verleiten zu der Annahme, dass es sich um Schneckengehäuse handelt. Aber man muß sich vorstellen, dass aus diesem Gehäuse ein Kopf mit zahlreichen Armen wie bei einem Tintenfisch herausgeschaut hat. Als Ammoniten bezeichnen wir nur die Formen des Jura und der Kreide. Am Ende der Kreidezeit sind sie ausgestorben.
Belemniten:
Sind ebenfalls Kopffüßer. Sie sahen den heutigen Kalamaren recht ähnlich. Es gab sie nur im Jura und der Kreide. Man findet meistens nur das Rostrum des Tieres, auch Donnerkeil genannt. Die Weichteile bleiben nur selten erhalten.
Farne:
Alles Leben entstand im Meer. Die ersten Pflanzen gingen im Silur an Land. Farnartige Pflanzen gibt es seit dem Devon bis heute. Dabei entwickelten sich baumhohe Formen, wie es sie noch heute in den Tropen und in Neuseeland gibt. Farnwedel sind recht häufige Funde in Sedimenten aus dem Karbon.
Die folgende "Collage by Team N51E06" zeigt exemplarisch einmal verschiedene Fossilien und Abdrücke mit den Bezeichnungen aus der versteinerten Urzeit.
Um diesen EarthCache zu loggen,
geht zu den Listing-Koordis und und befasst euch dann mit den nachfolgenden Aufgaben, deren Antworten ihr teilweise auch nur vor Ort finden werdet. Ihr benötigt hierzu lediglich Auffassungsgabe und Erkenntnisse, die Ihr durch eigene Ermittlungen dort erfahren müsst.
1.)
Suche und finde im Bereich der Sammelstelle Steine oder Stücke, an denen fossile Abdrücke sichtbar sind. Du wirst sicherlich das eine oder Fossil finden, bedenke aber dabei, dass bedingt durch die Sedimentation nicht alle Abdrücke sofort als solche zu erkennen und auszumachen sind. Einige sind sogar mehr oder weniger stärker zerfasert.
Prüfe bitte einmal, ob du aus den oben angegeben Exemplaren den einen oder anderen Abdruck hast zuordnen können und nenne diesen beim Namen. Hilfreich ist hier auch zusätzlich noch die vorstehende "Collage by Team N51E06".
Gebe deine Antwort zu dieser Exkursion.
2.)
Von Versteinerungen spricht man, wenn sich um einen Körper eine steinerne Umhüllung bildet. Wenn die organischen Bestandteile von Schale oder Knochen völlig aufgelöst werden und der entstehende Hohlraum im Gestein von anorganischer Materie aufgefüllt wird, entsteht ein Abdruck vom Äußeren des Fossils.
Wann kann sich aber auch im Gegensatz dazu ein Abdruck nur vom Inneren des Tieres bilden und wie ist der Fachbegriff dafür?
3.)
Wir haben bereits im Listing gelernt:
Fossilien werden alle Zeugnisse und Beweise von prähistorischem Leben genannt. Das können zum Beispiel Körperüberreste (wie z.B. Zähne, Knochen), aber auch Abdrücke (z.B. von Blättern) und Tierspuren sein – also alles, was uns etwas über das frühere Leben auf der Erde verrät.
Was denkst du, warum nur die allerwenigsten Lebewesen jemals zu Fossilien werden?
Führe einige begründete Beispiele an, die sich auch aus dem Listing ableiten lassen.
4.)
Kannst du darauf eine Antwort geben, warum sind die meisten Fossilien Meerestiere / Meeresbewohner waren?
5.)
Füge dem Log bitte ein Bild bei.
Auf dem Bild muß wenigstens ein Teil der Sammelstelle als Hintergrund zu sehen sein; ... optimal natürlich mit einem bebilderten Fund und am Schild "Klopfplatz". Dein Profil muß auf dem Bild nicht unbedingt zu erkennen sein. Dafür aber evtl. ein Maskottchen oder ein CacherTool oder auch ein Zettel mit Datum. Und auch jeder, der einen Logeintrag macht (ob im Team oder als Teilnehmer im Rudel), hat ein entsprechendes Bild seinem Log anzuhängen. Das ist die Bedingung für diese Aufgabe und daher werden Motive von anderen WayPoints auch nicht akzeptiert.

Eure Antworten
aus den Aufgaben schickt uns bitte per Mail und danach dürft Ihr den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prüfen. Sollte es gravierende Abweichungen zu denen geben, die wir erwarten dürfen, werden wir uns melden.
Zum Schluss noch einige hilfreiche Tipps für Suche und Sammlung:
Bei Sammelstellen mit aufgeschüttetem fossilienhaltigen Bruchmaterial liegen bereits einzelne Schichtpakete herum. Die Schichten öffnet man durch vorsichtiges Aufklopfen: Den Meißel an mehreren Stellen ringsherum ansetzen, damit sich die Platten vollständig voneinander trennen und nicht brechen. Wenn man die Platten dann mit leichtem Druck auseinander zieht, sollte man auch auf ganz kleine Erhebungen achten: Sie weisen auf Versteinerungen in der darunterliegenden Schicht hin. Und nicht vergessen, Werkzeug ist mitzubringen.
Viel Vergnügen bei diesem EarthCache für die ganze Familie und wir würden uns natürlich über eine Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte sehr freuen.
Team N51E06 🐸
Quellen:
Geopark Alb.
Gemeinde Nusplingen.
Wikipedia.
Geo-Wissen.
Steine und Mineralien.
Eigene Erkanntnisse vor Ort im Jahre 2018
English-Version:
"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service.
Thank you very much for your kind understanding."
Bernd of team n51e06