TRANSLATER
AUSSEER KONGLOMERAT
Dieser Earthcache führt dich zum Teichgrabenbach, ein kleiner Nebenbach der Koppentraun, kurz nach dem Zusammenfluss der Vereinigte Traun und der Kainischtraun, direkt gegenüber des Bahnhofs Bad Aussee. Die Traun ist hier schon um die 30 Meter eingetieft und der Teichgrabenbach bildet eine etwa 100 Meter lange Mündungsschlucht mit mehreren kleinen Wasserfällen, wo du das aufgeschlossene Ausseer Konglomerat, welches auch „Hucht“ genannt wird, betrachten kannst.
DEFINITION
Konglomerat („zusammenballen“) bezeichnet ein grobkörniges, klastisches Sedimentgestein, das aus mindestens 50 % gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll) besteht, welche durch eine feinkörnige Matrix verkittet sind. [1]
3D-Modell: Conglomerate, Austria by Sara Carena on Sketchfab
VORKOMMEN
Die in Bad Aussee hervortretenden Konglomerate sind entlang der Altausseer- und der Grundlseer Traun bis ins Koppental zu verfolgen. Im Bereich des Bahnhofes sind diese Konglomerate am Prallhang (= steiler Hang an der Außenseite einer Flussbiegung) der Koppentraun bis zu 40 Meter aufgeschlossen. Beeindruckende Aufschlüsse gibt es auch entlang der Erzherzog-Johann-Promenade, bei der Kneipp-Anlage Bäckerleite sowie bei der Kläranlage. [2]
Abbildung: Würm Vorstoßphase: Ausdehnung der Gletscher zu Beginn der Sedimentation der Vorstoßschotter
[3]
ENTSTEHUNG
Der Ausseer Konglomerat ist ein Relikt der Eiszeit.
Vorstoßschotter der letzten Eiszeit
Das oberflächennah gut verfestigte Sedimentgestein ist durch Verkittung aus grobem, sandreichem Schotter entstanden, wie es auch heute im Bett der jeweiligen Traun transportiert wird. Die rein kalkalpinen Schotter sind als Vorstoßschotter in der letzten Ausbreitungsphase der Gletscher im Ausseer Becken anzusehen.
Das Ausseer Konglomerat liegt auf einer verwitterten Grundmoräne auf, welche bereits in der Riß-Kaltzeit gebildet wurde. Die Schotter wurden durch Schmelzwässer jener Gletscherzungen aufgeschüttet, die sich vom Toten Gebirge bis in das Altausseer- sowie Grundlseerbecken ausgebreitet hatten.
Überlagert wird die 25 Meter mächtige Schotterablagerung überall von der Grundmoräne aus der Würm-Kaltzeit, welche die letzte Kaltzeit im Alpenraum war. Demnach wurden die Schotter nach der Riß-Kaltzeit und noch vor der Würm-Kaltzeit abgelagert.
Als nach der Eiszeit der Abfluss der Traun zum Hallstättersee wieder frei geworden war, wurden die Grundmoränendecke und der Ausseer Konglomerat von der Traun wieder bis auf das Niveau der heutigen Talböden zerschnitten. [3]

Die Verfestigung des Lockergesteins durch die Matrix
Damit sich das lockere Material aus Geröll und Kies zu Konglomerat verfestigen kann, wird ein Kitt benötigt. Diesen liefert das Kalkgestein des umgebenden Gebirges.
Regenwasser (H2O) nimmt Kohlendioxid (CO2) aus der Luft auf und enthält dadurch geringe Mengen an Kohlensäure (H2CO3). Das kohlensäurehaltige Regenwasser kann das Kalziumkarbonat (CaCO3) aus dem Kalkgestein lösen. Diesen Prozess nennt man Kohlensäureverwitterung.
Das in den oberen Sedimentschichten gelöste Kalziumkarbonat kristallisiert in den tieferen Schichten zu Kalzit aus. Damit verbacken die lockeren Bestandteile langsam miteinander und verfestigen sich so zum Ausseer Konglomerat. [4]
UM DIESEN EARTHCACHE LOGGEN ZU KÖNNEN, ERFÜLLE BITTE ALLE 5 LOGBEDINGUNGEN
AUFGABE 1: Ermittle die durchschnittliche Korngröße vom vorherrschenden Konglomerat.
AUFGABE 2: Dokumentiere die Form vom enthaltenen Geröll.
AUFGABE 3: Beschreibe uns die Matrix (=Verkittung) in ihrer Textur.
AUGFABE 4: Welcher gelöste Stoff kristallisiert im lockeren Material aus Geröll und Kies aus und verfestigt die Bestandteile zu einem Sedimentgestein.
→ Sende die Protokollieraufgaben 1-4 via Message Center
AUFGABE 5: Um zu beweisen, dass du vor Ort warst, füge bitte deinem Log im Listing ein Foto von dir selbst oder einen persönlichen Gegenstand auf deiner Entdeckungstour bei.
→ Du brauchst keine Logerlaubnis abwarten. Bei Unklarheiten werden wir uns bei dir melden
HAPPY HUNTING wünschen euch BA_huntress und chitto
QUELLE:
[1] Wikipedia. Konglomerat. Abgerufen 23.05.2021, von https://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_(Gestein)
[2] Ennstalwiki. Ausseer Nagelfluh. Abgerufen 23.05.2021, von https://www.ennstalwiki.at/wiki/index.php/Ausseer_Nagelfluh
[3] Husen. D. Jahrb. Geol. B.-A. Band 120. Heft 1. Zur Facies und Stratigraphie jungpleistozänen Ablagerungen im Trauntal. Wien, 1977.
[4] Gamssteig. Nagelfluh, die Konglomeratgestein. Abgerufen 23.05.2021, von https://www.gamssteig.de/lexikon/nagelfluh#:~:text=Die%20Nagelfluh%20ist%20ein%20geologisch,Subalpinen%20Molasse%20entstand%20im%20Terti%C3%A4r.
BILD:
[5] Husen. D. Jahrb. Geol. B.-A. Band 120. Heft 1. Zur Facies und Stratigraphie jungpleistozänen Ablagerungen im Trauntal. Wien, 1977. S 21