Dieser EC führt Dich zur Alkenkuhle, diese soll einer Sage nach, auf einen Wirt namens "Alke" zurückzuführen sein, der hier mitsamt seines Gasthofes von der Erde verschlungen wurde. Zur Mitternacht jagt der Wirt in Gestalt eines feurigen Rades durch den Wald. Also halte Obacht.
Die Alkenkuhle befindet westlich von Merzen in den Ankumer Höhen, einer Hinterlassenschaft aus der Saale Eiszeit. Die Ankumer Höhen sind ein Teil des zweitgrößten noch erhaltenen Endmoränenwall der Welt.
Ich wünsche Dir bei Deiner Erkundung viel Vergnügen.

Ankumer Höhen, wie sind diese entstanden?
Im Verlauf der Erdgeschichte gab es immer mal wieder Warm und Kaltzeiten, sprich Eiszeiten. Zweimal war die Vergletscherung des skandinavischen Inlandeisschild so groß, das dabei Gletscher bis in den hiesigen Bereich vorgestoßen sind. Zuletzt geschah dieses vor ca. 200.000 Jahren im Zeitraum der Saale-Eiszeit. Mächtige, aus Skandinavien kommende Gletscher bedeckten damals ganz Norddeutschland. Ein Gletscher züngelte sich bis hierher vor und kam hier in dieser Gegend zum Erliegen.
Diese Gletscherzunge schob einen mächtigen Wall aus Geröll vor sich her, ebenfalls fungierte der Gletscher wie eine Art „Förderband“ und mitgeführte, mitgeführter Sand, Kies, Steine und Findlinge lagerten sich am Eisrand ab. Das abgelagerte Material wird auch als Geschiebe bezeichnet. Dies geschah über viele Tausend Jahre, mal wuchs der Gletscher, mal zog er sich zurück, dann stieß er wieder vor und schob, stauchte alles abgelagerte und auch neues Material wieder zusammen. Durch das Hohe Gewicht des Eisschildes wurde dazu noch der Untergrund aufgestaucht. Es bildete sich ein U-förmiger Wall, die sogenannte Stauchendmoräne mit ca. 35km Durchmesser war entstanden. Die Reste dieser Stauchendmoräne bilden heute im Westen die Ankumer Höhen und im Osten die Dammer Berge.
Welche Besonderheit gibt es vor Ort zu entdecken?
Doch neben dieser Landschaftsform der Stauchendmoräne gibt es noch weitere Hinterlassenschaften, die auf eine ehemalige Vergletscherung hinweisen. So auch hier bei der Alkenkuhle, denn diese ist nach dem Rückzug der Gletscher, aufgrund ansteigender Temperaturen, durch einen dicken Brocken Toteis entstanden. Der Fachmann spricht von Toteis, wenn kein Kontakt mehr zum sich bewegenden Gletscher besteht. Dieses Toteis wurde hier von Sand und Kies, welcher durch Wasser und Wind bewegt wurde, umschlossen und irgendwann komplett abgedeckt. Später sorgten dann weiter ansteigende Temperaturen dafür, dass der Toteisbrocken schmolz und das Schmelzwasser versickerte. So blieb ein großer Krater zurück, der als Toteisloch oder Toteiskessel bezeichnet wird. Toteislöcher können sich auch mit Grundwasser füllen, dann werden Sie als Toteissee bezeichnet.
Nachfolgend habe ich mein eigenes Toteisloch hergestellt.
Mit diesem Experiment möchte ich Dir die Entstehung eines Toteisloch erklären.
1. Ein riesiger Gletscher bedeckt die Landschaft
2. Der Gletscher schmilzt ab und zieht sich zurück. Vorne bricht ein Eisblock ab.
3. Der Gletscher weicht weiter zurück. Nun spricht man von Toteis
4. Durch Wind und Wasser wird das Toteis von Sand und Geröll umschlossen
5. Nun ist das Toteis komplett von Sand abgedeckt
6. Das Eis ist abgetaut und ein Toteisloch ist entstanden
Nun zu Deinen Aufgaben, um diesen EarthCache loggen zu dürfen:
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Beschreibe mit eigenen Worten wie ein Toteisloch entsteht.
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Schätze den Durchmesser und die Tiefe dieses Toteisloch
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Als was wirkte der Sand um den Eisblock? (Infotafel)
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Erstelle Dein persönliches Toteisloch und beschreibe was passiert und wie Dein Toteisloch aussieht. Gibt es Unterschiede von Deiner Mulde zu der Alkenkuhle? Benutze dazu einen Eiswürfel, eine Schüssel, Sand oder Erde.
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Mache ein Bild von Dir oder Deinem GPS oder einem anderen Gegenstand Deiner Wahl und eines von Deinem persönlichen Toteisloch und füge es Deinem Log bei.
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Ich behalte mir vor, Logeinträge ohne Bild zu löschen.
Quellen:
Wikipedia.de
geopark-Terravita.de
Infotafel "Die Alkenkuhle"
eigene Bilder