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Liesegangsche Ringe im Bramstedter Kurpark EarthCache

Hidden : 8/1/2021
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


     
   
 

Beschreibung

 
 

Liesegangsche Ringe im Bramstedter Kurpark

 
     
  Allgemeines

 
 

Im grünen Kurgebiet von Bad Bramstedt, unweit des Köhlerhofsees, liegt eine der schönsten Kneipp-Anlagen des Nordens. Kernstück ist die 6 x 2,5 m große Wassertretanlage mit einer Wassertemperatur zwischen 6° und 12°C.

Das Arm-Tauchbecken mit Schutzhütte liegt direkt daneben und eine 35 qm große Aufenthaltsfläche gehört ebenfalls zur Anlage. Die Schutzhütte besteht aus Sandstein und zeigt eine interessante geologische Besonderheit, die Liesegangschen Ringe.

 
     
  Sandstein

 
 

Sandstein wird in der Geologie als Sedimentgestein bzw. Ablagerungsgestein bezeichnet, welches aus lockeren Sedimenten durch Verfestigung entstanden ist. Das Material aus dem Sandstein besteht ist Sand. Sand wird in der Geologie als Lockermaterial bezeichnet, welches durch physikalische und oder chemische Prozesse in Form von Gesteinszerkleinerung bzw. -auflösung entstanden ist, umgangssprachlich auch Verwitterung genannt. Die kantigen bis abgerundeten Körner haben einen Durchmesser zwischen 0,063mm und 2mm. Die Sandkörner bestehen in der Regel hauptsächlich aus Quarz. Weitere Bestandteile neben Quarz können z.B. Glimmer, Calcit oder erzhaltige Minerale sein.

Die Entstehung von Sandstein liegt dabei schon sehr lange zurück und erfolgte in fast allen geologischen Zeitaltern, indem Sand unterschiedlicher Korngrößen durch Wind, Wasser und Eis transportiert wurde. Die Ablagerung erfolgte durch die Schwerkraft in Schichten. Mittels Diagenese, also die Verfestigung des Materials durch Druck, wurde das Sediment entwässert und das Lockermaterial verfestigt. Bindemittel waren Ton, Kalk, Kieselsäure oder Kalkspat.

 
     
   
     
  Farbgebung von Sandstein

 
 

Grundsätzlich besitzt Sandstein aus Quarzsand im Gesamtbild eine weiß bis hellgraue Farbe. Die Färbung von Sandstein kann jedoch sehr variieren. Grund dafür sind die mineralischen und organischen Beimengungen. So variieren die Farben von gelb bis brau, rot, grün und blau bis schwarz.

Farbe (gelb bis braun)

Gelblich bis bräunlich gefärbter Sandstein beruht auf Beimengungen von Limonit (Brauneisenstein), der hauptsächlich in Form von Schlieren oder in konzentriert angeordneten Ringen (Liesegangschen Fällungsringen) auftritt; seltener fein verteilt oder in kleinen Kugeln.

Farbe (rot)

Die rote Farbe des Sandsteins entsteht infolge von Hämatit, einem Eisenmineral, dass die Quarzsandkörper mit einer dünnen Haut umschließt. Durch Bedingungen wie Luft und Wasser, fangen diese Eisenminerale schnell an zu oxidieren und es sieht so aus, als ob der Sandstein "rostet".

Farbe (grün)

Der Sandstein verfärbt sich grün, wenn Beimengungen von Glimmer und im speziellen Glaukonit enthalten sind. Das Glaukonit geht aus der Umwandlung von Tonmineralen hervor. Die Farbe reicht von matt bis glänzend. Die Farbe kann auch mal ins Blaue übergehen.

Farbe (blau bis schwarz)

Für eine Verfärbung von blau bis schwarz sind zum einen Kohlenstoffe und Bitumen und zum anderen organische Einschlüsse von z.B. Pflanzenresten verantwortlich. Es entstehen dunkle Flitter (Späne), Überzüge oder Häutchen. Mit den Jahren verändert sich das Gestein auch an der Oberfläche in dei Farben grau bis schwarz. Grund hierfür sind allerdings Einflüsse aus der Atmosphäre, denn Verbindungen aus Schwefel, Stickstoff oder Ruß in der Luft setzen sich an der Oberfläche ab. Dies resultiert aus der Verbrennung von Kohle und Erdöl.

 
     
  Liesegangsche Ringe

 
 

Liesegangsche Ringe können im Ergebnis periodisch auftretender Fällungserscheinungen in Form von konzentrischen Strukturen entstehen. Der Name geht zurück auf Raphael Eduard Liesegang, ein deutscher Chemiker und Schriftsteller, der diesen Prozess 1896 entdeckt hat.

In Sandstein, einem porösen und klastischen Gestein, findet man häufig Liesegangsche Ringe, da Lösungen in Form von z.B. Mangan oder Eisen  in das Gestein eindringen. Dies geschieht in Rahmen der Verwitterung und kann länger andauern, sodass die Beimengungen immer weiter ins Gestein eindringen. Braunfärbung deutet in der Regel auf eisenhaltige Verbindungen im eingedrungenen Wasser hin, welches in den Gesteinen zirkuliert und so entstehen diese Zeichnungen. Die Strukturen bilden sich in etwa parallel zur Gesteinsoberfläche konzentrisch nach innen aus, folgen aber verstärkt vorgezeichneten Rissen und Klüften.

An einigen Stellen an den Sandsteinsäulen lassen sich zudem dunkle, dicke Eisenbänder entdecken. Hier handelt es sich ebenfalls um Brauneisenanreicherungen. Eisenoxide wurden im Sickerwasser gelöst und führen zu Ablagerungen in verschiedenen Sandsteinschichten, wo sie sich verfestigen und so Beständigkeit gegen weitere Erosion erlangen. Mit der Abtragung des umliegenden Gesteins kamen diese Bänder mit Sauerstoff und Wasser in Kontakt und fingen an zu verrosten.

 

 
     
   
     
 
 

 

     
  Logbedingungen
 
 

Um diesen Earthcache nun loggen zu dürfen, müssen die nachfolgenden Aufgaben erfüllt werden. Zudem benötigt Ihr eine Lupe, um die Liesegangschen Ringe genau zu erkennen.

 
 
 
  Aufgabe 1
 
 

An den Originalkoordinaten schaut Euch die Sandsteinsäulen der Schutzhütte genauer an. Lassen sich hier Liesegangsche Ringe, Eisenbänder oder Verfärbungen des Sandsteins entdecken?

 
     
  Aufgabe 2
 
 

Beschreibt mir bitte detailliert die Liesegangsche Ringe, die Ihr erkannt habt (Form/Größe/Farbe). Vergleicht diese mit den Eisenbändern, die Ihr entdeckt habt. Gibt es Unterschiede (Form/Größe/Farbe)?

 
     
  Aufgabe 3
 
 

Fertigt eine Skizze von Liesegangschen Ringen an und hängt sie an Eurem Log an.

 
     
  Aufgabe 4
 
 

Macht ein Foto von Euch oder Eurem GPS mit der Schutzhütte im Hintergrund. Hinweis: Nach den neuen Regeln darf ein Foto wieder gefordert werden und ich finde es gehört beim Earthcache einfach dazu.

 
     
 
 
 

Schickt mir bitte eine Mail oder Nachricht im Messenger mit Euren Antworten aus Aufgabe 1 bis 2 unter Angabe des EC's Liesegangsche Ringe im Bramstedter Kurpark an die in meinem Profil angegebene Adresse. Die Fotos aus Aufgabe 3 und 4 einfach an Euren Onlinelog hängen. Nach dem Absenden der Antworten dürft Ihr auch sofort online loggen. Falls etwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich dann bei Euch.

 
 
 

 

     
  Quelle  
  http://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=3&l=S&name=Sandstein; http://www.geodienst.de/petrographiedessandsteins.htm; https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/liesegangsche-ringe/9565
 
 
 
 

Happy hunting,

dedi1510

 
     

 

Additional Hints (No hints available.)