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Beschreibung
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Planetary Geology on Earth: Rippelmarken in Zingst
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Allgemeines
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Das Ostseeheilbad Zingst ist eine amtsfreie Gemeinde im Nordwesten des Landkreises Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern. Zur Gemeinde gehört fast die gesamte Halbinsel sowie die ihr südlich vorgelagerten Inseln Kirr und Barther Oie. Die Gemeinde ist seit 2002 ein staatlich anerkanntes Seeheilbad.
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Der Strand in Zingst ist in ständiger Bewegung
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Dadurch, dass Zingst direkt an der Ostsee liegt, ist der Ort bzw. der Strand auch heute noch in ständiger Wandelung. Grund dafür ist, dass Zingst zwischen den Anlandungsgebiten Darßer Ort und Bock liegt. Dort findet in West-Ost-Richtung ein Sedimenttransport statt, sodass der Strand vor Zingst jedes Jahr a. 40cm an Breite verliert. Der Verlust wurde aber meist durch Sturmhochwasser verursacht, so dass dieser Prozess heute stark abgeschwächt ist.
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Der Strand von Zingst
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An der Küstenlinie von Zingst findet man feinen bis körnigen Sand. Dieser konnte sich bilden, da durch Strömungslinien Sand an z.b. der Küste von Ahrenshoop mit jeder Welle abgetragen wird und über den Darßer Ort und deren Sandhaken und Nehrung transportiert wird. Ein Teil davon lagert sich dann auf der Linie Darßer Ort bis Bock ab. Grund hierfür sind die Wellenerosionen, die auf offener See entstehen und bis an die Küsten treffen. Die Sedimente werden so direkt an die Küste transportiert oder aber von der Küste abgetragen und durch die Strömung weiter transportiert.
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Rippel und Rippelmarken
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Eine Besonderheit, die es hier zu sehen gibt, sind die sogenannten Rippel oder Rippelmarken. Übersetzt spricht man hier von kleinen Wellen aus Sand, die sich durch Wasser- oder Windströmungen bilden können. Durch die starke Sedimentation, also die Ablagerung von Schwebstoffen und Sanden hier am Strand, wird eine Vielzahl von Bodenfracht im Wasser transportiert und bietet somit einen perfekten Ort für die Bildung von Rippeln.
Rippel entstehen, wenn die Strömung an der Grenzfläche des Bodens eine derart hohe Geschwindigkeit hat, dass Sandkörner in Bewegung versetzt werden. Um so eine Strömung an der Grenzfläche zu erreichen ist eine geringe Wassertiefe wichtig. Ausgangspunkte für die Bildung solcher Rippel sind Unebenheiten, an denen sich die Sandkörner hängen. Nach und nach entsteht so ein Hügel aus Sand. Entscheidend ist hierbei, das Wasser auf den sich auftürmenden Hügel zufließt und auf den sogenannten Luvhang (Wasserströmung zugewandte Seite) trifft. An der Spitze des Hügels erreicht die Strömung eine sehr hohe Geschwindigkeit, sodass sich am Leehang (Wasserströmung abgewandte Seite) ein Unterdruck bildet, es zu Verwirbelungen kommt und sich eine Vertiefung im Boden bildet. Durch den Wirbel werden die Sandkörner dann entgegengesetzt der Strömungsrichtung den Leehang hinauf transportiert und die markanten Rippel entstehen. Aufgrund unterschiedlicher Einwirkungen von Strömungen wird in der Geologie noch zwischen Strömungsrippel und Oszillationsrippel unterschieden.
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Strömungsrippel
Die Strömungsrippel chararakterisieren sich durch eine asymmetrischen Form. Auf der Luvseite ist die Hangneigung eher flach, wohingegen eine steile Neigung auf der Leeseite zu erkennen ist. Wie auf dem Bild zur Rippelbildung zu erkennen ist, wandern die Sandkörner den Luvhang hinauf und am Leehang abgelagert. Die Strömungsrippel haben eine Länge von 5 bis 60 cm und sind 0,3 - 6 cm hoch. Der Kammverlauf verläuft fast gerade und alle Rippel ordnen sich gleichmäßig in Reihe an.
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Oszillationsrippel
Die Oszillationsrippel charakterisieren sich durch eine symmetrische Form. Beide Seiten haben eine ähnliche Hangneigung und wirken gleichmäßig. Die Gleichmäßigkeit wird erreicht, wenn die Strömung aus unterschiedlichen Richtungen auf dem Rippel trifft. Das bedeutet, dass das Wasser nicht in die Richtung zurückfließt, wie die Welle hereinkam und es entstehen Pendelbewegungen. Dennoch können diese Rippel ebenso eine Länge von 5 bis 60 cm annehmen und 3 bis 5 cm hoch werden. Die Rippel ordnen sich weniger in Reihen und Linien und mehr als kleine Häufchen und Inseln an.
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Rippel und Rippelmarken auf dem Mars
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Aus Beobachtungen des NASA-Marsrovers Curiosity weiß man, dass es auch auf dem Mars Rippel gibt. Erde und Mars haben beide große Sanddünen und kleine Sandrippel, aber auf dem Mars gibt es etwas dazwischen, das wir auf der Erde nicht haben. Die Forscher entdeckten auf dem Mars in den Bagnold-Dünen, dass die Scheitellinien der metergroßen Riffeln gewunden sind. Anders als Rippel z.B. in Dünen mit einem gleichmäßigem Scheitel, sind die Rippel auf dem Mars mit Rippel im Sand unter bewegtem Wasser wie hier in Zingst zu vergleichen. Anders als auf der Erde brachte Curiosity die Erkenntnis, dass die Rippel auf dem Mars bis zu 3 Meter Abstand voneinander haben. Daraus schlussfolgern die Forscher, dass sich die Atmosphäre auf dem Mars über Millionen Jahre hinweg verändert hat. Die Größe dieser Rippel hängt mit der Dichte der Flüssigkeit zusammen, die die Körner bewegt, und diese Flüssigkeit ist die Marsatmosphäre. Es wird daher vermutet, dass der Mars in der Vergangenheit eine dickere Atmosphäre hatte, die kleinere Windrippel gebildet oder sogar ihre Bildung ganz verhindert haben könnte. Daher könnte die Größe der erhaltenen Windrippel, die in Marssandsteinen gefunden wurden, die Ausdünnung der Atmosphäre aufgezeichnet haben.
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Logbedingungen
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Um diesen Earthcache loggen zu dürfen, müssen die nachfolgenden Aufgaben erfüllt werden. Zudem benötigst du eine Schale, in der du im Experiment Sand und Wasser einfüllen kannst.
Begebe dich zu den Originalkoordinaten (an manchen Tagen hilft es auch, sich die Rippel von der Seebrücke aus anzuschauen) und schau dir den Übergang vom Wasser zum Strand hin etwas genauer an. Versuche vor Ort mit deinen Beobachtungen herauszufinden, um welche Art von Rippeln es sich hier handelt. Begründe deine Einschätzung anhand nachfolgender Prüfkriterien:
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Aufgabe 1 |
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Prüfe, ob du im flachen Wasser die beschriebenen Rippel erkennen kannst. Es müssen nicht immer an den Koordinaten Rippel bilden, da die Strömung und Windrichtung nie die gleiche ist. Falls du keine Rippel finden solltest, gehe einfach ein Stück am Strand entlang und du wirst fündig werden.
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Aufgabe 2 |
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Welche Art von denen im Listing beschriebenen Rippel hast du hier vorgefunden? Begründe deine Antwort anhand von Form, Größe und Ausrichtung der Rippel sowie der Windrichtung.
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Aufgabe 3
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Glaubst du, dass hier am Strand auch die andere Rippelart auftreten kann? Begründe deine Antwort.
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Aufgabe 4
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Experiment: Nimm nun die Schale und fülle diese mit ca. 2 cm Sand und ca. 3 cm Wasser (falls du keine Schale vor Ort dabei habt, teste es zuhause. Es klappt allerdings nicht mit jedem Sand!). Jetzt simulierst du Wellen durch gleichmäßiges hin- und herschieben der Schale. Beobachte genau was passiert. Gleiche nun dein Ergebnis mit den Rippeln vor Ort ab und erkläre, welche Art von Rippeln bei dir entstanden sind.
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Aufgabe 5 |
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Erkläre mir die Unterschiede bei der Entstehung der Rippelmarken zwischen Mars und Erde.
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Aufgabe 6 |
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Wenn ihr das Experiment am Strand gemacht habt, ladet ein Foto davon mit der Seebrücke im Hintergrund im Log hoch. Wenn ihr das Experiment zuhause gemacht habt, bitte ein Foto davon und ein Foto an den Koordinaten mit der Seebrücke im Hintergrund. Hinweis: Nach den neuen Regeln darf ein Foto wieder gefordert werden und ich finde es gehört beim Earthcache einfach dazu.
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Schicke mir bitte eine Mail mit deinen Antworten aus Aufgabe 1 bis 5 unter Angabe des EC's "Planetary Geology on Earth: Rippelmarken in Zingst" an die in meinem Profil angegebene Adresse. Das Logfoto einfach an deinen Onlinelog hängen. Nach dem Absenden der Antworten darfst du auch sofort online loggen. Falls etwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich dann bei dir.
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