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Kater München #05 Traditional Cache

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eisbaer82: Dieser Cache wurde leider gemuggelt. Da davon ausgehen wird, dass auch eine neue Dose nicht lange vor Ort bleiben würde, ist dieser Cache erst einmal archiviert.

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Hidden : 3/13/2021
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Dieser Kater hat kein Fell und wenn er schnurrt, riecht es meist nach Benzin und Gulaschkanone. Obwohl er blau blinkt und erstmal ziemlich laut ist, folgen viele Menschen seinem Ruf: Sie stehen mit neonfarbener Kleidung, großen Rucksäcken und schweren Schuhen ausgestattet an öffentlichen Plätzen, um dort Getränke zu verteilen, anderen ein offenes Ohr, ein warmes Essen oder auch mediznische Hilfe anzubieten. "Kater" steht hier für Katastrophenschutz, also für unzählige Ehrenamtliche, die sich ausbilden lassen, um Mitbürger:innen in Not zu helfen. Diese Helfer:innen organisieren sich in Hilfsorgansationen wie dem Malteser Hilfsdienst e.V., der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., dem Bayerischen Roten Kreuz (diese drei sind übrigens laut DRK-Gesetz offiziell als Hilfsorganisationen anerkannt), dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Medizinischen Hilfswerk und anderen Einrichtungen.

Unter "Kater München" werden wir ein paar Caches legen, die auf die Arbeit des bayerischen Katastrophenschutzes eingehen. Damit möchten wir dieses Feld etwas beleuchten und Dir einen Einblick in unser tägliches Tun im Rettungsdienstbereich München geben.


Kater München #05

Ein schwarzer Tag für München, das war der 22. Juli 2016. An diesem Abend fielen 9 Menschen einem Amokschützen zum Opfer, weitere 5 Bürger:innen wurden durch Kugeln verletzt. Den weiteren Abend und die ganze Nacht hielt die Stadt den Atem an, als eine Meldung die nächste jagte, und an vielen Orten in der Stadt von angeblichen Schießereien berichtet wurde. Aber diese Nacht zeigte vor allem eins: Dass Solidarität und Zusammenhalt deutlich schwerer wiegen, als der Hass. Viele Münchner:innen boten vollkommen Fremden Zuflucht in Ihren Wohnungen, auch Ämter, Moscheen und viele andere Orte öffneten ihre Türen und boten den Menschen Obdach. Nicht nur diese Tat wird den Münchner:innen immer in Erinnerung bleiben, sondern auch, wie stark München ist - wie stark wir gemeinsam sind.

Als die Dimensionen dieses Einsatzes bekannt wurden, lösten die Katastrophenschutzeinheiten der Landeshauptstadt den sogenannten "Organisationsalarm" aus und bestellten ihr komplettes Personal in die Stützpunkte und Fahrzeughallen. Nicht nur galt es, die bestehende Lage in der Stadt in den Griff zu bekommen, auch die aus anderen Landkreisen angeforderten Unterstützungskräfte mussten in ihre Bereitstellungsräume eingewiesen und dort versorgt werden. An diesem Abend waren die Fahrzeughallen leer, alles verfügbare Personal im Einsatz.

Auf dem Parkplatz des Schnellrestaurants, neben dem sich dieser Cache befindet, richtete die Polizei eine Zeugensammelstelle ein. Hier wurden Augenzeugen befragt, um möglichst viele Informationen über den Tathergang zu erlangen und um einen Überblick über die Lage zu erhalten. Bei dieser Aufgabe wurden die Kräfte der Polizei durch sogenannte Kriseninterventionsteams, die für eine seelilsche Erste Hilfe sorgen, unterstützt. Zusätzlich waren Einheiten des Katastrophenschutzes mit vor Ort und sorgen mit ihrer Ausrüstung für Infrastruktur, Getränke und auch ein Ohr zum Zuhören. Später wurden die Betroffenen mit Bussen in eine Auffangstelle gebracht, wenn sie aufgrund der abgeriegelten Stadt nicht mehr nach Hause konnten. Wer in der Nähe wohnte, wurde direkt von den Einsatzfahrzeugen der Hilfsorganisationen mit Blaulicht nach Hause gebracht - pragmatische Lösungen wurden in dieser besonderen Situation gesucht und auch gefunden.

Erst früh am nächsten Morgen kehrten die ehrenamtlichen Helfer:innen des Katastrophenschutzes wieder in ihre Dienststellen zurück. Nachdem alle Fahrzeuge kontrolliert und wieder einsatzklar gemacht worden waren, sprach man über das Erlebte. Neben weiteren Gesprächsangeboten wurden auch professionelle Angebote genannt, die allen Einsatzkräften offenstehen und auf Wunsch bei der Verarbeitung des Geschehenen helfen: Allen steht umfassende und auch anonyme Hilfe zur Verfügung, um bei der - vollkommen normalen - Reaktion auf die Ereinisse dieser Nacht zu unterstützen. Auf dem Weg nach Hause und ins eigene Bett konnten die Helfer:innen den Sonnenaufgang in der Stadt erleben, der die Nacht mit all ihren Ereignissen verdrängte und einen neuen Tag anbrechen ließ.

Dieser Cache soll nicht dem Katastrophentourismus dienen. Wir möchten damit auf die Ernsthaftigkeit eines Ehrenamts im Katastrophenschutz hinweisen. Auch wenn es viel Spaß macht, so ist ein hohes Maß an Professionalität und Anspruch an das eigene Tun erforderlich. Denn man weiß nie, wann es in welchen Einsatz geht.

"Drum wachet! Denn Ihr wisst weder Tag noch Stunde..."

 

Hinweis: Für diesen Cache wird eine Pinzette empfohlen, um die eigenen Nerven zu schonen.

Additional Hints (Decrypt)

Qvrfre Pnpur xöaagr fpuyrpug süe Rher Irefhpuhat frva, snyyf Vue qre Ireybpxhat qraa anputrog.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)