Aus aktuellem Anlass: Die Wendestelle am Ortsausgang von Bollberg ist kein Parkplatz! Im Ort gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten.
Diese kleine Reihe an Geocaches soll den Bollberger Naturlehrpfad vorstellen. Dieser entstand über Jahre durch Schüler der Arbeitsgemeinschaft Technik und Umwelt der Stadtrodaer Regelschule. Ins Leben gerufen wurde diese Idee von dem mittlerweile Ex-Lehrer Eckehard Schindler, der sich auch als Rentner weiterhin um dieses Projekt kümmerte. Leider ist der Pfad mittlerweile etwas runtergekommen, trotzdem möchte ich euch diesen zeigen. Hier auf dem Weg hinter Bollberg in Richtung Teufelstal entstand über die Zeit unter anderem ein Artenschutzturm, verschiedene Fledermausbrutstätten, ein Insektenhotel, Borkenkäferfallen und Sitzmöglichkeiten.
Artenschutztürme für bedrohte Gebäude bewohnende Tierarten
Im Vertrauen auf uns Menschen sind mit der Besiedelung Mitteleuropas viele wildlebende Tierarten in die Dörfer, Städte und Häuser gefolgt. Sie haben unsere Wohn-, Wirtschafts-und Kulturgebäude als Biotope (Ersatzfelsen) angenommen und über Jahrhunderte friedlich und meist gern gesehen mit uns unter einem Dach gelebt.
Aus Unwissen, Gedankenlosigkeit und leider oft auch aus falsch verstandenem Ordnungssinn zerstören wir den „Gebäude bewohnenden Tierarten“ aber immer öfter ihr Dach über dem Kopf! Wir setzen sie unbewusst oder bewusst vor die Tür und entziehen ihnen damit das Existenzrecht und ihre Lebensgrundlagen.
Es gibt für sie immer weniger Platz in den vertrauten Herbergen!
Auch Hausumbauten, Dachsanierungen und die gesetzlich geforderten Wärmedämm-Maßnahmen zur Energieeinsparung vernichten jedes Jahr ’zigtausende Nistplätze, Brutstätten und Tagesverstecke unserer zunehmend bedrohten „Gebäude bewohnen-den Tierarten“.
„Gebäude bewohnende Tierarten“ sind allesamt Höhlen-, Halbhöhlen-und Nischen-brüter und -nutzer, die ihre genetisch programmierten Verhaltensweisen nicht mit dem Tempo ändern können, das wir ihnen aufzwingen.
Als Ergebnis dieser Entwicklung geraten immer mehr dieser „Gebäude bewohnenden Tierarten“ auf die „Roten Listen Deutschland“, die „Sterbelisten“ der Artenvielfalt.
- Derzeit stehen schon Haussperling, Feldsperling, Star, Mehlschwalbe und auch die Rauchschwalbe auf denaktuellen Vorwarn-und Gefährdungslistenbedrohter Vogelarten in Deutschland.
- Alle 22 heimischen Fledermausarten (Säugetiere) sind in der „Rote Liste Deutsch-land“ als „bedroht bis stark bedroht“ eingestuft. Viele von ihnen sind Gebäudebe-wohner und –nutzer, die ohne warme und zugluftfreie Sommerquartiere im Dach-stuhl und ohne zugluft-und frostfreie Winterquartiere in Höhlen, Bergwerksstollen und in Kellerbereichen von Wirtschaftsgebäuden keine Überlebenschance haben.
- Von den 527 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten, die überwiegende Anzahl ist solitär lebend (nicht Staaten bildend), stehen inzwischen schon 284 Arten (52%) auf der Roten Liste. Bis zu 100 Solitärbienenarten nutzen Gebäude-teile wie Holz, Mauerwerk und Zementfugen als Nistplätze zur Reproduktion mittels Sonnenwärme!
Wesentlicher Konzept-Bestandteil von Artenschutzgebäuden sind die Schaffung vielfältigster Tierarten abgestimmte Bruthöhlen, Brutplätze, Nischen, Tagesverstecke, Sommer-und Winterquartiere sowie die künstlerische Bemalung, die ein hohes Maß an Faszination, Identifikation und optischer Wissensvermittlung über Tierarten für die Menschen in der Region schafft.
(Stiftung Pro Artenvielfalt)
Zum Cache: An dieser Stelle steht ein Artenschutzturm um verschiedenen Lebewesen ein Versteck zu bieten. Leider ist auch dieser nicht mehr im besten Zustand. Ihr müsst hier nichts auseinandernehmen um den Cache zu finden, der Cache befindet sich NICHT am oder im Artenschutzturm. Es muss auch nicht geklettert werden und man muss auch nicht sonderlich groß sein. Der Cache ist einfach zu finden. Viel Spaß bei der Suche.