Für alle die sich für die Geschichte des Ortes interessieren, hier ein kleiner Ausschnitt.
Quelle: Wikipedia
Am 13. September 1944 wurde das ehemalige Kriegsgefangenenlager nahe der Mellingburger Schleuse zum Frauenaußenlager Sasel umfunktioniert. Das Gelände des Lagers befand sich am Feldblumenweg zwischen den Straßen Saseler Mühlenweg und Hohensasel. In dem Lager wurden 500 überwiegend polnische Jüdinnen inhaftiert, die über das Ghetto Litzmannstadt und das KZ Auschwitz-Birkenau nach Hamburg deportiert und dort zunächst vier Wochen im Außenlager Dessauer Ufer untergebracht wurden. Für die Firmen Möller und Wayss & Freytag mussten die Frauen beim Bau von Behelfsunterkünften in den Hamburger Stadtteilen Poppenbüttel und Wandsbek arbeiten. Darüber hinaus mussten einige Frauen auf dem Heiligengeistfeld arbeiten, um für die Firmen Moll und Kowahl & Bruns aus Trümmerschutt Betonplatten herzustellen. Weitere Einsatzorte waren Sternschanze, St. Pauli, Altona, der Freihafen des Hamburger Hafens und die S-Bahn-Station Rübenkamp. Die Leiter des Außenlagers waren am Anfang der Hauptmann der Wehrmacht Merker und ab dem 1. November 1944 der SS-Oberscharführer Leonhard Stark. Zur Bewachung der Häftlinge außerhalb des Lagers wurden 20 bis 25 dienstverpflichtete, ehemalige pensionierte Zollbeamte aus Hamburg eingesetzt und innerhalb des Lagers etwa 25 KZ-Aufseherinnen. Am 3. oder 4. April 1945 wurden einige Frauen des KZ-Außenlagers Hamburg-Langenhorn ins Außenlager Hamburg-Sasel verlegt. Vermutlich am 7. April wurde das Saseler Außenlager von der Waffen-SS geräumt und die Frauen per Bahn in das KZ Bergen-Belsen deportiert.
Eine Gedenktafel des Tafelprogramms der Hamburger Kulturbehörde Stätten der Verfolgung und des Widerstandes 1933–1945, die an die Häftlinge des Außenlagers Hamburg-Sasel erinnert, befindet sich seit Juni 1982 am ehemaligen Lagergelände am Petunienweg, Ecke Feldblumenweg in Hamburg-Sasel. Gleich neben der Gedenktafel wurde ebenfalls im Juni 1982 auf der Initiative von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10c des Gymnasiums Oberalster und ihres Lehrers Gerd Liszkowski ein Gedenkstein aufgestellt. Die Klasse hatte die Geschichte des Lager 1981 und 1982 erforscht und eine Broschüre darüber veröffentlicht sowie die Gestaltung des Gedenksteins entworfen.