Ein Schweinehirt soll hier begraben sein, nicht in geweihter Erde. Sollte ihm so die Auferstehung einst verwehrt sein? Oder gibt es doch einen Ausweg aus dem Dilemma?
Ein kleines Loch im Stein könnte als "Seelenloch" gebohrt worden sein, um doch noch den Weg der Seele in die Seligkeit frei zu machen. Oder handelt es sich um ein Sühnekreuz für den Totschlag an dem Hirten, das der überführte Täter als Teil der Buße an gut sichtbarer Stelle errichten musste - auch zur Abschreckung für andere Hitzköpfe?
Das wilde Heer mit Werwölfen und zottigen Dämonen soll hier vorbeiziehen - besonders in den schlimmen Rauhnächten um den Jahreswechsel. Und auch der Reiter ohne Kopf begegnet manchem nächtlichen Wanderer auf der alten Verbindungsstraße zwischen Creußen und Bayreuth - da wird es höchste Zeit, sichere Zuflucht zu finden.
Solche Geschichten erzählte man sich früher oft über einsame Grenzgebiete - hier betrifft es wohl die Grenze zum Hochgericht Creußen.
Der Cache am Kreuzstein "Um Kopf und Kragen" liegt ebenso auf dieser alten Grenze und ganz in der Nähe.