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Deutsch-Österreichische-Freundschaft Mystery Cache

Hidden : 5/3/2021
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Malta, 22. März 2016, meine Cacher-Karriere war gerade mal ein halbes Jahr alt und ein weiteres halbes Jahr zuvor hatte ich mich beruflich komplett verändert. Ich war nie ein Reisender, fühle mich auch jetzt nicht als solcher, mich „zieht“ es nirgends wirklich hin… Nun hat es sich so zugetragen, dass ein guter Freund von mir, den ich schon aus meiner Jugend (die ich in die 90er Jahre verorten möchte) kenne und der mittlerweile in Spanien lebt, für ein ganzes Jahr auf Montage in Malta verbrachte. Die Jahre zuvor war er primär in Südamerika unterwegs und die regelmäßigen Einladungen per Mail, ihn mal zu besuchen waren jeweils mit einem Smiley versehen – denn uns beiden war klar, dass meine Flugangst dies absolut unmöglich machen würde. 😉

Nun hatte meine oben erwähnte berufliche Veränderung in 2015 schon zu einem großen Teil auch das Motiv, mehr Zeit (denn dies ist die wichtigste Währung in unserem Leben) für was auch immer zu haben – und jetzt sitzt da ein guter Freund auf Malta und lädt mich ein, ihn zu besuchen. Die Wohnung, die er mit einem Arbeitskollegen teilt wäre groß genug, dass ich dort so lange bleiben könnte wie ich wollte. Damit war schnell klar – wenn ich diese Gelegenheit nicht nutzen würde wäre vieles von dem Gerede, das ich damals so von mir gab nur heiße Luft gewesen. Also: auf die Flugangst gepfiffen und den Horizont in Richtung Süden mal schnell um 1.000 km erweitern 😉

Was mache ich auf dieser Insel den ganzen Tag wenn er in der Firma ist? Tja, damals bot Malta etwas über 300 aktive Caches – der Plan, Malta zu leeren war schnell gefasst. Dass der eine oder andere nicht zu machen sein wird (tauchen, klettern etc.) war bald klar aber schauen wir mal vor Ort. Wie lange bleibe ich war eine weitere Frage – ach, zweieinhalb Wochen klingen gut, gesagt – getan.

Linksverkehr, ein Peugeot 107 als Leihwagen (Gott sei Dank als Automatik), eine inländische Simkarte mit etwas Datenvolumen (damals gabs noch EU-Roaminggebühren) und jeden einzelnen Tag perfekte Temperaturen zwischen 19 und 23 Grad, keine Wolke am Himmel – so sah meine erwähnte Horizonterweiterung aus und so würde ich davon berichten, wenn ich nicht ein halbes Jahr zuvor meinen GC-Account angelegt hätte. Die Erzählungen von dort beinhalten aber zusätzlich noch ganz andere Geschichten und eine davon möchte ich Euch heute erzählen. Habt Ihr ein wenig Zeit? Die Einleitung hätten wir schon mal 😉

So, zurück zu dem am Beginn dieses Listings stehenden Datums, dem 22. März 2016. Das war mein zweiter Tag auf Malta, ich habe mich das erste mal mit meinem treuen Franzosen ans andere Ende der Insel getraut, denn gewohnt habe ich in Marsaskala, also im Südosten Maltas, eher eine Arbeitergegend. Als normaler Tourist ist man eher in der Gegend von Bugibba angesiedelt. An diesem besagten Tag habe ich u.a. auch einen Multi angesteuert, der auf der Karte den Eindruck machte, man könnte ihn zumindest großteils mit dem Auto absolvieren. Eine Einfahrt auf ein ehemaliges Firmengelände, dann scharf rechts um die Ecke und dann waren es noch ein paar 100 Meter zu den Headerkoordinaten. Beim Abbiegen um diese scharfe Kurve kam mir ein Fahrzeug entgegen, was mich schon gewundert hat zumal das dort nicht allzu frequentiert aussah. Allerdings ging es bald nach der scharfen Kurve bergauf – nicht nur das, sondern ziemlich offroad bergauf. Im Laufe meines Aufenthalts bin ich mehr als eine „abenteuerliche“ Straße befahren aber das war hier ganz klar nicht möglich, also parken und auf Schusters Rappen zu den Headern. Nachdem ich mein Gefährt gewendet hatte und die scharfe Kurve retour fuhr, um mich dort irgendwo hin zu stellen zeigte sich mir folgendes Bild: Das Fahrzeug, das mir vor 1 Minute entgegen gekommen war hat ebenfalls gerade eingeparkt und aus dem Wagen waren gerade 3 Personen gestiegen, 2 davon mit einem GPS-Gerät bewaffnet. Sogar meinem noch jungen Cacher-Verstand war klar, dass wir den exakt gleichen Plan hatten und beide die gleiche Erkenntnis: Mit Auto geht nix, also zu Fuß… Meine erste Frage in eloquentem Englisch „Are you looking for a geocache?” wurde von Fahrer des Wagens mit einem kurzen aber bestimmten „Yes“ beantwortet. Der Phonetik dieser Antwort glaubte ich zu entnehmen, dass es sich um keinen native speaker handeln dürfte, so meine nächste Frage lautete: „Where are you from?“. „Germany“ vernahm ich als Antwort worauf dann ein „na dann wird’s auf deutsch einfacher sein“ meinerseits das Fremdsprachendrama beendete 😉

Der Entschluss, diesen Multi gemeinsam anzugehen war schnell getroffen und los ging es – in gemütlicher norddeutscher Flachländer-Geschwindigkeit. Einzig der damals 14jährige Sohnemann des sympathischen Pärchens hatte einen schnelleren Schritt drauf und so sind wir meist voraus geeilt und hatten die Variablen meist schon lange parat bis die beiden anderen Herrschaften an den Stages ankamen. Nachdem wir am Final dann fündig wurden packte ich meine Liste für den Tag aus (ein Klemmbrett mit handschriftlich notierten GC-Codes) und hakte diesen ab. Das wurde von meinen Begleitern neugierig beäugt und ich musste da die eine oder andere Frage beantworten – es sah aus, als hätte ich einen konkreten Plan und das schien irgendwie Eindruck zu machen 😉

Mittlerweile hatten wir natürlich die eine oder andere Basis-Information (auch außerhalb des GC-Themengebietes) ausgetauscht und die hatten irgendwas um 8000 oder 9000 Funde „am Tacho“ wie es im Norden heißt. Achttausend… Mir war damals schon klar, dass es solche „Wahnsinnigen“ auch in meiner Heimat gibt, aber die habe ich mir immer irgendwie anders vorgestellt – vor allem schneller 😉 Ich war damals grade mal so 4stellig mit meinen Funden und Malta war neben Österreich, Slowenien und Ungarn gerade mal mein viertes Land, da hatte der groß gewachsene Deutsche schon ganz andere Länder becacht, eieiei… Nun wurde meine „Liste“ mal genauer betrachtet und da waren Caches drauf, die meine neuen Bekanntschaften schon am Vortag besucht hatten und ich erhielt den einen oder anderen Tipp wie z.B. „Den machst Du eher nicht alleine“ – was eine höhere Terrainwertung hieß war mir damals schon klar aber andere Länder andere Sitten wie man weiß. Nach kurzer Beratschlagung wurde beschlossen, meinen heutigen Plan Plan sein zu lassen und auch den restlichen Tag gemeinsam auf die Suche zu gehen. Am Abend kam dann die Frage auf, was ich denn morgen so vor hätte als ob die Antwort nicht schon eindeutig klar gewesen wäre 😉 Ich wurde dann mit der Planung des darauffolgenden Tages beauftragt, es war Windstärke 8 vorausgesagt und daher war die Vorgabe, sich eher nicht in Küstennähe aufzuhalten. Und dann ist morgen ja dieses Event um 17:00 Uhr, da möchten wir natürlich hin, also habe ich mich an diesem Abend hingesetzt und die „Tour“ für den nächsten Tag so angelegt, dass wir am Nachmittag in die richtige Gegend für das Event kommen würden und hatte meine Hausaufgaben somit erledigt.

Tags darauf bei richtig vorausgesagter Windstärke 8 also im Konvoi los – das war sehr angenehm, denn: Linkverkehr, allein im Auto, nicht wirklich ortskundig und dann mit dem Telefon von einem Punkt zum nächsten navigieren kann auch einen grundsätzlich mit der Fähigkeit des Multitaskings ausgestatteten Menschen wie mich ein wenig fordern. Da war das Folgen des weißen Kombis, dem aufgrund der personell stärkeren Besetzung natürlich die Aufgabe der Wegfindung zufiel, sehr viel gemütlicher. Im Verlauf des Tages wurde ohne es direkt auszusprechen ziemlich klar, dass wir auch die nächsten Tage so verbringen wollten und auf besagtem Event haben wir dann u.a. besprochen, wann wir denn nach Comino fahren möchten. Für alle Nicht-Malta-Ortskundigen: Das ist die drittgrößte Insel, auf der es keine Straßen gibt und die auch nur per Fähre zu erreichen ist. Dieses Gespräch wurde von einem weiteren deutschen Paar belauscht, das sich kurzerhand in selbiges einschaltete und fragte: „Hallo, wir haben gerade gehört, dass Ihr übermorgen nach Comino wollt, dürften wir uns da evtl. anhängen?“ Somit ist unsere Dosensuchkompanie um das vorweg zu nehmen für die nächsten drei Tage auf 6 Personen angewachsen, der Konvoi auf 3 Autos verlängert und vor allem die Cacherphilosophie um einen weiteren Aspekt erweitert – von diesen beiden Wuppertalern habe ich nämlich das erste Mal den Begriff „Statistik“ in Verbindung mit unserem gemeinsamen Hobby gehört – aber das ist eine andere Geschichte. Damals machte diesbezüglich Vieles noch keinen Sinn für mich aber eines war gleich klar: Für meine vor zwei Tagen getroffenen norddeutschen Kollegen ebenso wenig 😉 😉 😉

So vergingen nun die nächsten 7 Tage: Am Vormittag an einem am Vortag vereinbarten Treffpunkt gestartet und die Insel(n) gemeinsam von Punkten aller Farben befreit und mit Smileys versehen. Abends dann fast immer irgendwo ein gemeinsames Abendessen, so lässt es sich leben… Irgendwann relativ früh während meines Aufenthaltes habe ich den Entschluss gefasst, im Sommer in Richtung Norden aufzubrechen. Das ist ja eher meine bevorzugte Windrichtung, vor allem im Hochsommer… Direkt nachdem diese Idee geboren war habe ich natürlich den norddeutschen Teil unseres Cacherkonvois davon erzählt, was ein „na da liegen wir ja am Weg“ nach sich zog. Dies war – wie ich als mit mittlerweile mehrjähriger Erfahrung im Interpretieren norddeutscher Kommunikationsformen ausgestatteter Südösterreicher zu übersetzen vermag – nicht nur einfach eine Einladung zum Vorbeikommen sondern quasi eine Aufforderung, auf meiner Reise unbedingt bei ihnen halt zu machen. Wo das denn nun eigentlich genau sei war meine nächste Frage – „in der Nähe von Celle“ erhielt ich als Auskunft. Nun ist es bei uns Österreichern mit deutscher Geografie gelinde gesagt meistens nicht weit her. Die meisten wissen grade noch, dass Hamburg eher oben und München eher unten liegt und alles dazwischen ist terra incognita. Ich kannte diesbezüglich ein wenig mehr von Deutschland, hatte ich es einige Jahre zuvor schon einmal mit dem Auto durchquert. Celle sagte mir allerdings gar nichts, aber kurz nachdem mir erklärt wurde wo das denn in etwa liegt war klar, dass dies kein wirklicher Umweg zu meiner damals natürlich erst im Kopf existierender Route sein würde und der Stop in Norddeutschland war schon eingeplant bevor es noch einen konkreten Plan gab 😉

Nach mehr als einer Woche gemeinsamer Dosensuche auf Malta haben sich dann unsere Wege getrennt, denn mein Aufenthalt dauerte noch deutlich länger. Damals war mir noch nicht annähernd klar, dass diese rein zufällige Begegnung bis heute – immerhin sind inzwischen 5 Jahre vergangen – regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Unternehmungen zugrunde liegen würde, aber der Reihe nach…

Wie ursprünglich geplant bin ich dann im Sommer 2016 mit meinem bis heute treuen CM in meine erste größere Cachertour gestartet. Bereits am Tag 2 war ich dann hier in der Nähe von Celle und ich dachte mir im Vorhinein in etwa: „Okay, da schaue ich auf jeden Fall vorbei und werde zumindest das Angebot zu einer Übernachtung annehmen. Dann mal schauen, wie das dort ist und evtl. am nächsten Tag gleich weiter“ – denkste, ich bin da gleich mal drei volle Tage hängen geblieben. Da ich aber sowieso nicht auf der Flucht war und es keinen Zeitplan o.ä. auf dieser Reise gab war das ein super Einstieg in die 28 Tage, die ich dann letztendlich unterwegs war. Im Sommer des nächsten Jahres haben sie mich dann besucht und waren zwei Tage bei mir zu Gast. Da wurde bei extremer Hitze u.a. der Grazer Schlossberg erkundet und das eine oder andere Döschen in meiner Homezone besucht. Bei diesem Besuch habe ich zu ihnen etwas gesagt, was mir bis heute (im positiven Sinne) vorgeworfen wird: Ich habe meine norddeutschen Freunde in meiner gewohnt zurückhaltenden Art dezent darauf hingewiesen, dass die eine oder andere Statistik im Anbetracht der mittlerweile 5stelligen Fundzahl doch recht traurig aussähe. Vor allem die D/T-Matrix, die wenn ich mich richtig entsinne, damals noch nicht gefüllt war – mit mehr als 10.000 Funden!!! Der größer gewachsene männliche Teil des Cacherpaares schenkte dem - wie mir schien – relativ wenig Aufmerksamkeit. Als ich ihnen dann aber diese Sache mit den WebCam Caches erklärte und dass es da ja allgemein nur mehr sehr wenige davon gibt und man wenn man in die „Nähe“ eines solchen kommt einen kleinen (bis mittleren) Umweg in Kauf nehmen sollte – da wurde seine Frau hellhörig. Am Rückweg ihrer Reise (auf der ich ja noch lange nicht die südlichste Station war) wurde nämlich die eine oder andere WebCam sehr wohl angesteuert, dies habe ich dann erst im Jahr darauf erfahren – in etwa gleichzeitig mit dem oben erwähnten Vorwurf im positiven Sinne: Ich hätte aus seiner Frau eine Statistikcacherin gemacht – nun, allzu große Gegenwehr war da nicht zu vernehmen 😉

Wir sind dann noch gemeinsam für ein paar Tage nach Slowenien getingelt, wo wir u.a. den für mich bis heute am eindringlichsten in Erinnerung gebliebenen Earthcache überhaupt besucht haben: Ein Partisanen-Feldspital als Freiluftmuseum irgendwo im Nirgendwo. Das haben wir uns ganz genau angesehen und einiges an Zeit dort verbracht und in Kombination mit einem Treffen mit einem bosnischen LKW-Fahrer auf meiner Rückreise und der Geschichte, die er mir erzählt hat wird mir diese Stätte immer in Erinnerung bleiben, aber das ist eine andere Geschichte…

Wo waren wir? Achja, 2017… Nur wenige Monate nach dem hohen Besuch bei mir zuhause war ich schon wieder in Germanien unterwegs, diesmal primär zum Einfärben der restlichen noch fehlenden Bundesländer. Natürlich wurde wieder in Eicklingen bei Celle Halt gemacht und wie mittlerweile schon Tradition zumindest einmal nach Hannover gefahren, denn da gibt’s ja diese Caches und jene auch und zu diesen könnte man auch fahren…

Dies könnte ich noch eine Weile so fortführen, denn mein Besuch vor kurzem Anfang Mai 2021 war der siebente wenn ich mich nicht verzählt habe. Dabei haben wir (wie schon auf Malta beim ersten Aufeinandertreffen) immer wieder lustige, erfolgreiche und auch ergiebige Tagesausflüge unternommen. Nebenbei wurde viel philosophiert, Blödsinn geredet, geplant und in die Tat umgesetzt. Wenn er mehrere Miss Ellis und Sir Molchs gäbe wäre die Welt eine Schönere!

 

Auch mein erster und bis dato einziger FTF in Deutschland wurde gemeinsam gefunden – was uns nun wirklich zum Rätsel an sich bringt: Das Foto ist genau bei diesem FTF entstanden, allerdings ist es in viele viele Teile zerbrochen, bevor ihr nun die Dose besuchen könnte muss das Foto wieder in den Urzustand versetzt werden.

 

Viel Spaß

 

https://www.jigidi.com/s/YN3LHX

Additional Hints (Decrypt)

Zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)