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Sand der Sandkuhlen-Berge EarthCache

Hidden : 3/13/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Sand der Sandkuhlen-Berge




Sand, m., klassisches Lockergestein mit Korndurchmessern von 0,02 - 2mm. Unterteilung: 0,02 - 0,2mm = Feinsand; 0,2 - 2mm = Grobsand.

Soviel zur einfachen Beschreibung aus einem geologischen Wörterbuch.

Berühmte Expertisen zum Thema Sand:

"Ich mag Sand nicht. Er ist kratzig und rau und unangenehm. Er ist einfach überall."
Anakin Skywalker (aka später Darth Vader) in Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger; Mai 2002

"Der gute alte Sand. Ich habe dir noch nie gesagt, wie sehr ich Sand liebe."
Luke Skywalker (aka Sohn des Darth Vadder) zu R2-D2 in Comic-Band Star Wars #5: The Destiny Path; August 2020

"Je kleiner das Sandkörnlein ist, desto sicherer hält es sich für den Mittelpunkt der Welt."
Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

"Man kann die Augen für die Schönheit der Geologie nicht öffnen, wenn der Kopf im Sand steckt!"
Team KenGuruh, 2023

Öffnen wir also die Augen und beschäftigen uns mit dem Boden unter unseren Füßen:

Grundsätzlich wird sicher jeder von euch Sand mit etwas Positivem verbinden... Mit dem Sandmännchen… Mit dem Sand in der ersten Sandkiste... Mit einem wunderschönen Strand und der ersten Sandburg... Wer Geschwister hat, durfte diese sicher im Urlaub schon mal in den weichen warmen Strandsand einbuddeln... Na ja, und dann kann man damit auch - in Verbindung mit Wasser, Zement oder Kalk - den zum Bauen wichtigen Beton oder Mörtel anmischen.

Aber wo kommt dieser Sand her und was ist das eigentlich genau!?

Wer in Niedersachsen von Göttingen im Süden über einen Schlenker in unsere Lüneburger Heide und dann weiter nach Westen an die Nordsee fährt, durchquert mehrere große Landschaftsräume. Küste, Geest, Flussauen, Börden, Bergland und Mittelgebirge unterscheiden sich in ihrem Landschaftsbild, den Geländeformen und wenn wir etwas tiefer blicken, auch in ihren Böden. Eine solche Vielfalt in einem Bundesland vereint ist einzigartig in Deutschland.

Großen Einfluss auf dieses Bild hatten die Eiszeiten: Die mächtigen Gletscher der vorletzten Eiszeit, ihre Fracht an Gesteinen, Sand und Feinmaterial, ihr Schmelzwasser und die mineralischen Ablagerungen, sie alle prägen die Landschaftsbilder Niedersachsens bis heute.

Mit dem Abschmelzen der letzten Gletscher in Norddeutschland vor rund 12.000 Jahren endete die eiszeitliche Vorarbeit. Seitdem findet durch Bodenbildung die „Feinarbeit" der natürlichen Landschaftsgestaltung statt.

Hier im Landkreis Uelzen stößt man auf den Landschaftsraum der Geest. Höher gelegen als die Küstenregion und die Flusstäler nimmt die Geest rund drei Viertel der niedersächsischen Landesfläche ein. Sie ist eine Altmoränenlandschaft, die von den Gletschern der vorletzten und teilweise auch der letzten Eiszeit geprägt wurde. Von Norden kommend reichten die Eismassen bis an den Harz und das Bergland im Süden heran.

Geröll, Sand, Lehm und andere Sedimente, die das Eis und später das Schmelzwasser transportierten, lagerten sich großflächig ab und bildeten eigene leicht hügelige Landschaftsform (Grundmoränen, Endmoränen, Sander). Hier in direkter Nachbarschaft der Koordinaten lässt sich ein Auf und Ab der Landschaft sehr deutlich erkennen.



Gesteinsbrocken und das andere transportierte Material wurden im Laufe von Millionen Jahren immer weiter zerkleinert – durch Sonne, Wind, Wasser, Reibung, Hitze, Kälte und andere Einflüsse. Blöcke, Gerölle, Grobkies wurden zu Steinen, Kies und schließlich Körnern.
Haben diese Gesteinskörner eine Größe von 0,063 bis zwei Millimeter, ist es Sand. Alles, was noch kleiner ist, heißt Schluff oder Ton. Alle Körner, die größer als zwei Millimeter sind, gehören zum Kies.



Logischerweise ist Sand nicht gleich Sand. Wenn er unterschiedliche Farben haben kann, besteht er selbstverständlich auch aus ganz unterschiedlichen Gesteinen und damit auch aus einer breiten Farbpalette.
Der am häufigsten vorkommende Sand ist aus hellbraunem oder milchigem Quarz. Manchmal ist er auch aus Olivin oder Basalt. Da dies Vulkangesteine sind, sieht der Sand dann gräulich oder schwarz aus. Eine (hier regional seltener vorkommende) grüne Färbung ist auf das Mineral Glaukonit zurückzuführen. Dieses bildet sich unter bestimmten Bedingungen am Meeresboden. Wäre hier auch noch eine gelbliche Färbung zu erkennen, könnte man diese mit Schwefel-Kristallen erklären. Sobald das Gestein eisenhaltig ist, sieht es meistens rötlich aus. Und am Strand… Da ist er meistens leuchtend weiß, weil er aus winzig kleinen Kalksteinstückchen besteht.

Normalerweise ist der beschriebene Sand hier in der Heideregion unter einer dicken Schicht Podsol bzw. Mutterboden versteckt. An den Koordinaten steht ihr vor einem großen Aufschluss, der den typischen Sand dieser Region jedoch richtig schön zeigt. Mit diesem Sand dürft ihr euch nun bei den untenstehenden Aufgaben auseinandersetzen… Und gerne auch eine Sandburg mit euren mitgebrachten Förmchen bauen.

Die folgende Collage zeigt Beispiele von Sand in der normalen Ansicht und unter einem einfachen Hobbymikroskop.



Quellenangaben:
Geologisches Wörterbuch, Murawski/Meyer, 12. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag
Star Wars Fan-Facts: eigene Beobachtungen
wikipedia.de: Sand
Bilder:
Fotos: eigene
Korngrößen: eigene Tabelle / Daten aus wikipedia.de
Karte: Nds. Akademie der Geowissenschaften 1988


Aufgaben und zu beantwortende Fragen:

Vor Beantwortung der Fragen hier noch ein kleiner Tipp am Rande:
Sicher kennt ihr das, dass die am Strand gefunden Steine zuhause plötzlich gar nicht mehr schön sind. Das liegt üblicherweise daran, dass Steine - und eben auch Sand - bei Trockenheit einen guten Teil ihrer Schönheit und Farbe einbüßen. Das solltet ihr beachten!


Jetzt heißt es, mitgemacht und nachgedacht. Ihr benötigt eine Lupe oder ein einfaches Mikroskop. Um diesen Cache zu loggen, beantwortet bitte die folgenden Aufgaben und macht ein Foto.

1. Lest das Listing und betrachtet die Bodenkarte inklusive Legende (achtet auf die Nummerierung). Welche der Eiszeiten sind für die Formung der Landschaft hier vor Ort verantwortlich?
2. Findet ihr hier am Aufschluss eher Kies, Schluff oder Sand? Begründet bitte eure Erkenntnis!
3. Welche Farben könnt ihr mit bloßem Auge erkennen? Ändert sich das Farbspektrum, wenn ihr den Sand durch eine Lupe oder ein Mikroskop betrachtet? Welche Farben erkennt ihr dann?
4. Sicher habt ihr auch einige Sandstellen in der Wand entdeckt, die nicht dem überwiegenden hellen Rest gleichen. Beschreibt die deutlich erkennbaren und herausstechenden Merkmale (Rauheit, Farbe o.ä.). Was ist der Grund für diesen Unterschied zum Rest der Wand?
5. Macht ein Foto von euch oder einem Körperteil oder einem persönlichen Gegenstand oder Maskottchen oder eurem GPS vor dem Aufschluss und stellt dieses in euren Log.

Schickt uns die Antworten per E-Mail an kenguruhs_earth-caches@gmx.de oder über das Message-Center. Ihr dürft danach gleich loggen. Wenn es Probleme gibt, dann melden wir uns.

Das Team KenGuruh wünscht viel Spaß in der Sandkiste für Hobbygeologen. 🦘



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