Beth Olamin bedeutet „guter Ort“ oder „Haus der Ewigkeit“ und wird von Juden als Bezeichnung für Friedhof genutzt – und einen alten jüdischen Friedhof findet ihr bei diesen Koordinaten, ein anerkanntes, schützenswertes Kulturdenkmal. Das Tor steht offen, die Anlage darf betreten werden – für den Cache ist das aber nicht nötig.
Fast mein gesamtes Leben habe ich keine 10km von hier gewohnt und hatte keine Ahnung, dass dieser Ort existiert. Vor Ort erkannte ich dringenden Cachebedarf, damit auch andere hierher finden, die besondere, geschichtsträchtige Atmosphäre wahrnehmen, während sie im Schutz der alten Bäume zwischen den 79 friedlichen Grabsteinen aus den Jahren 1732-1934 herumgehen und sich daran erinnern können, dass die Welt auch in unserer Gegend vor nicht einmal 100 Jahren noch eine ganz andere war.
Hinten links führt außerdem ein kleiner Pfad zur Grabanlage der 27 sowjetischen Kriegsgefangenen, die während des 2. Weltkrieges hier begraben wurden.
Gerade heute, wo trotz Pandemie immer noch Anschläge auf Synagogen stattfinden und in Israel schon wieder Bomben und Schüsse fallen, kann man an diesem Ort über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachdenken und darüber, was wirklich zählt.
Mipnei Darkei Schalom – um der Wege des Friedens willen.