Bahnstrecke Hoyerswerda - Bautzen 8
1898 forderten Hoyerswerdaer Bürger eine elektrische Bahn zwischen Spremberg, Hoyerswerda und Königswartha die allerdings nicht zur Ausführung gelangte. Die Preußische Staatsbahn eröffnete 1904 stattdessen eine eigene Strecke zwischen Hoyerswerda und Petershain; damit wurde der Weiterbau der Verbindung Bautzen – Königswartha nach Spremberg bzw. Weißwasser unrealistisch. Mittlerweile bestand jedoch auch in Preußen die Bereitschaft, die sächsische Strecke auf preußisches Staatsgebiet fortzusetzen. Am 24. März 1905wurde in einem Staatsvertrag die Fortführung der Strecke bis Hoyerswerda vereinbart. Beide Staaten erbauten den auf ihrem Gebiet liegenden Abschnitt in eigener Regie; die Eigentumsgrenze war mit der Landesgrenze identisch.
Am 1, Oktober 1908 wurde die Strecke eröffnet.
Zwischen 1959 und 1961 wurde die direkte Anbindung Bautzen in Richtung Spremberg mittels einer in Königswartha beginnenden Neubautrasse doch noch realisiert. Die als Hauptbahn trassierte Strecke war insbesondere wegen des Aufbaues des Kombinates Schwarze Pumpe und der Ausweitung der Braunkohleförderung in der ehemaligen preußischen Oberlausitz nötig geworden.
In der Folge verblieben immer weniger Züge auf der alten Strecke zwischen Königswartha und Hoyerswerda, so dass bereits 1967 deren Stilllegung vorgesehen war. Am 26.Mai 1968 wurde dort der Reisezugverkehr eingestellt. Der Güterverkehr wurde zur Bedienung des Steinbruches Dubring noch bis zum 7. Juli 1973 aufrecht erhalten. Im Dezember 1973 begann dort der Abbau der Gleise.
Weitere Infos unter: https:/de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Bautzen-Hoyerswerda