In Lustenau steht eine Lourdes-Kapelle. Sie wurde von Gottfried Hagen (*1824 +1912) 1885 erbaut. Grund war die Erfüllung eines Gelübdes das er zur Gesundung seiner kranken Frau (ꝏ 1863) Anna Hämmerle (*1828 +1906) einlöste.
Sie diente als beliebte Andachtsstätte für Frauen während des 1. Weltkrieges um für die Heimkehr ihrer Gatten, Väter und Söhne zu beten.
Heute wird darin jeden Tag um 16:00 Uhr Rosenkranz gebetet.
Ursprünglich war die Kapelle offen. (Bild 1)
Ein Umbau verschloss die offene Kapelle mit Zugang über eine Holztüre. Im Laufe der Zeit ging sie für die breite Öffentlichkeit damit in Vergessenheit. (Bild 2)
1982 restaurierte Kaplan und Religionslehrer Wilhelm Kroner die Kapelle. Die Ausmauerung der Grotte mit Tuff-Steinen, die Erhöhung und Sanierung des Daches, Anpassung der Ausstattung, Ersatz der Holztüre durch zweie Glastüren und vorsetzen der Eisengittertüren gehen auf seine Initiative zurück. (Bild 3)
Der Name der Kapelle geht auf die Marienerscheinung in Lourdes zurück.
Marie Bernarde Soubirous (* 1844 in Lourdes, † 1879 in Nevers), war eine französische Ordensschwester. Als 14‑jähriges Mädchen aus bettelarmem Elternhaus, kränklich, lernschwach und ob ihrer materiellen und körperlichen Mängel verachtet gab sie 1858 an, in der Grotte Massabielle insgesamt 18 Erscheinungen einer weiß gekleideten Frau gehabt zu haben. Die wurden wenig später kirchlicherseits als Marienerscheinungen gedeutet. Bei einer dieser Erscheinungen wurde die Quelle in der Grotte freigelegt. Der Quelle werden Heilkräfte zugeschrieben, und es wurde von vielen Wunderheilungen berichtet. 70 der über 6.000 dokumentierten Heilungen hat die Kirche offiziell als Wunder anerkannt. In der römisch-katholischen Kirche wird Bernadette wegen dieser Deutung und wegen anschließender Wunderheilungen als Heilige verehrt. Der Geburtsort Bernadettes wurde binnen weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas.
Bereits in früher Kindheit zog sich Bernadette ein bis zu ihrem Tode anhaltendes Asthma bronchiale zu. Sie verließ Lourdes 1866, nachdem sie bereits 1864 Ordensschwester geworden war. 1878 legte Sr. Marie Bernarde nur wenige Monate vor ihrem Tod, in Saint-Gildard die ewige Profess ab. Sie starb im Alter von 35 Jahren an Knochentuberkulose. Bernadette war nach ihrem Eintritt ins Kloster nie mehr zur Grotte von Massabielle zurückgekehrt.
Papst Pius XI. sprach Bernadette 1925 selig- und 1933 heilig. Die Reliquien der Heiligen wurden mehrfach exhumiert und umgebettet, ein Prozess, der von der katholischen Kirche als Erheben der Gebeine bezeichnet wird. Die Ganzkörperreliquie der hl. Bernadette zählt zu jenen Heiligen, die die orthodoxen Kirchen und die katholische Kirche als „unverweslich“ bezeichnen. Die Heilige wurde in einen Schrein aus Bronze und Glas gelegt und in die Kapelle des Klosters Saint-Gildard in Nevers (heute Espace Bernadette Soubirous) überführt. Der Schrein trägt neben den Initialen ND für „Notre Dame“ (Unsere Liebe Frau) die Inschrift „Je ne vous promets pas de vous rendre heureuse en ce monde, mais dans l’autre“ (Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, aber in der anderen).
Lourdes im Hautes-Pyrénées (Nicht zu verwechseln mit der rund 70 km entfernten Gemeinde Lourde im Département Haute-Garonne) ist heute einer der weltweit meistbesuchten Wallfahrtsorte. Jedes Jahr pilgern mehr als sechs Millionen Besucher aus 140 verschiedenen Ländern an diesen Ort tiefer Spiritualität.
Papst Johannes Paul II besuchte 2004 als Pilger Lourdes und 2008 sein Nachfolger, Papst Benedikt XVI.
Die hl. Bernadette wird gegen Krankheit und Armut angerufen und gilt als Schutzpatronin der Armen, jener Menschen, die um ihrer Frömmigkeit willen verlacht werden, der Hirten und Schäfer, und der Stadt Lourdes. Ihr Gedenktag ist der 16. April.
Zum Cache:
Der Cache liegt nicht bei der Kapelle.
Suche die Kapelle im nach Süden laufenden Teilstück der Morgenstraße auf. Gehe von dort auf dem Weg (Allgemeines Fahrverbot) nordwärts in das westlich der Raiffeisenstraße gelegene Teilstück der Morgenstraße Richtung Schweiz und finde den Wegweiser Nr. 16, 16a.