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Die Gesteinskunde auf der Findlingsdüne EarthCache

Hidden : 10/15/2021
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Findlingsdüne ist jederzeit frei zugänglich.

Für die Untersuchung von Mineralien braucht Ihr eine Lupe !

 

Geologie vor Ort

Im Jahr 2020 entsteht eine schöne geologische Landschaft „Neue Lausitz“, die Findlingsdüne auf dem Rekultivierungshügel Sophienhöhe. Die verschiedenen gruppierten Gesteine sind auf dem weißen Sand aufgestellt. Die Gesteine vor Ort sind zu sehen: Quarzit, Sandstein, Quarz, Gneis, Grauwacke und Granit. Die Findlinge wurden aus den Tagebauen Hambach, Inden und Garzweiler ausgehoben und hier abgelegt. Auch einige Findlinge kamen aus dem Lausitzer Revier und sind als Geschenk hier ebenfalls abgelegt. Die Findlingsdüne ahmt den „Findlingspark Nochten“ nach. Weitere Informationen könnt Ihr in einer Informationstafel vor Ort nachlesen.

Hier wird keine Erläuterung über Tagebau wie Braunkohlen und Rekultivierung von Böden gegeben. Sondern es sollen hier die unterschiedlichen allgemeinen geologischen Erklärungen zu seltenen bzw. auffälligen Phänomen auf jedem verschiedenen Gestein dargestellt werden. Also eine kleine Gesteinskunde für Euch. 

 

Gesteinskunde

 

Woher kommt die Färbung auf dem Gestein ?

Die Farbe von Gesteinen hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: den aufbauenden Gemengeteilen und vorausgesetzten Verwitterungserscheinungen auf der Gesteinsoberfläche.

Zum Beispiel eines Sandsteines liegt die Ursache bei der Beimengung der Gesteinsfarbe. 
Hier ist ersichtlich, welche Farbe ein Mineral im Sandstein hat:

  • grau = übliche Farbe, ohne Beimengungen
  • gelb / ocker = durch Beimengung von Limonit
  • rot / braun = durch Beimengung von Hämatit
  • grün = durch Beimengung von Glaukonit
  • weiß = wie bei grau, nur ist die Oberflächenreflexion eine andere

Dann nennt man farbigen Sandstein auch Buntsandstein bzw. Grünsandstein. 
Die rötliche Gesteinsfarbe ist nicht nur durch Hämatit verursacht, sondern auch durch Eisenoxid rotbraun gefärbt. Ein sehr fester, dunkler Sandstein aus dem Erdaltertum heißt Grauwacke.

Beispiel: Weißgraue, gelbliche und rötliche Sandsteine

 

Wie entsteht die Ader im Gestein ?

Die Gesteine bilden Störungen beim Erkalten. Durch schnellen oder langsamen Abkühlungsprozess und hoher Druckeinwirkung bilden sich dann je nachdem kleine oder große Kristalle zwischen den Störungen und verschließen die Risse (wie bei einer Wunde). Je langsamer, je länger heißes mineralstoffreiches Wasser in einer Kluft zirkuliert, umso größer und regelmäßig ausgebildeter entwickeln sich die Kristalle. Dieser Prozess kann viele Millionen Jahre andauern.

Der Kristall ist meistens aus Quarz (als Quarzgang oder -Ader (=kleiner Gang) bezeichnet) und selten ist Calcit (Calcitader). Vor Ort sind Quarzadern in metamorphen Gesteinen.
Quarz bildet grob- und feinkristalline, derbe Massen und kann farblos und durchsichtig sein. 
Milchquarz ist ein Quarz, der durch Einschlüsse von Gas oder Flüssigkeiten weiß gefärbt ist.

Beispiel: Quarzstreifen/-bänder im Quarzkies

 

Wie entstehen die Löcher im Gestein ?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

1. Die Ursache liegt bei der Verwitterung. Vor Ort, wo Ihr Gestein mit Löchern seht, ist es keine mechanische Verwitterung (z.B. Frost-, Temperatur- und Salzsprengung). Dann könnte es eine chemische Verwitterung (z.B. Lösungsverwitterung (Hydration), Kohlensäureverwitterung, Chemisch-biologische Verwitterung) sein.
Die Gesteine werden durch Regenwasser angegriffen. Dadurch entstehen zum Beispiel derartige Löcher im Gestein. Die Kalk- und Tonmergel können durch Verwitterung auflösen.

2. Die Lochgesteine wurden ausgebuddelt, wo es schon ewig kein Wasser mehr gab. Die Löcher entstehen durch Auswaschungen (Höhlungen). Die weicheren Teile und Einschlüsse werden abgetragen, die durch Wasser ausgespült sind. So zeugen sie davon, dass sie früher mal im Meer gestanden haben.

Beispiel: Löcher im Kalkstein

 

Was sind Einschlüsse im Gestein ?

Es gibt verschiedene Arten von Gesteinseinschlüssen:

Xenolith

Die Xenolithen sind die Einschlüsse in magmatischen Gesteinen, die nicht unmittelbar aus dem Magma stammen. Sie sind Gesteinsbrocken, die von den Magmaklammer-, Schlot- oder Kraterwänden oder der Decke einer abkühlenden Magmakammer gefallen sind, ohne dass sie aufgeschmolzen werden. Danach stiegen sie als Masse nach oben. Die Größe von Xenolithen kann einige Zentimeter bis Dezimeter betragen.

Autolith

Wie Xenolith, jedoch die Einschlüsse von Bruchstücken erstarrter älterer Schmelze in einer jüngeren, wobei aber beide vom gleichen Muttermagma abstammen sollen.

Der mafische Einschluss

Der Begriff leitet sich von "dunkel“ für Minerale ab. Der Begriff ist eine Zusammenfassung der Wörter Magnesium und Eisen, und bezeichnet als mafische Gesteine (auch als Mafite). Die mafische Minerale kommen in magmatischen Gesteinen stets vorrangig vor, das heißt, sie sind aus einer Gesteinsschmelze (Magma) auskristallisiert. Der dunkle Glimmer wie Biotit gehört zum mafischen Mineral.

Der felsische Einschluss

Gegenteil von „mafisch“. Das Wort felsisch ist ein Kofferwort aus Feldspat und Silica (Silikat). Felsit wird für helle Gesteine verwendet. Die felsische Gesteine besitzen gewöhnlich eine helle Farbe und werden hauptsächlich aus Quarz und Feldspat aufgebaut. 


Beispiele: Xenolith (o.l.), Autolith (o.r.), mafischer (u.l.) und felsischer Einschluss (u.r.)

 

 

Fotos: eigene Aufnahmen

Quellen:

- Steine und Mineralien (Prof. Herbert, S. Zim und Paul Shaffer) vom Delphin Verlag
- Gesteine - Wir entdecken und bestimmen (Alan Wooley) vom Otto Maier Verlag Ravensburg
- Geologie für Dummies (Alecia M.Spooner) vom Wiley-Vch Verlag
- Steine - Suchen und Finden in der Laacher-See-Region (Andreas Braun) vom Zweckverband Ferienregion Laacher See
- Wikipedia.de
- Steine-und-minerale.de
- Spektrum.de

 

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Um den EarthCache zu loggen, beantworte die folgenden Fragen:

Vor Ort gibt es eine Infotafel, zwar keine geologische Erläuterung. Alle Fragen können mit den Informationen des Listings, Euren Beobachtungen vor Ort und etwas Nachdenken beantwortet werden. 
Die großen Gesteine sind auf der Sandlandschaft verteilt. Ihr könnt barfüßig, das übrigens sehr wohltuend ist, das Gelände betreten. 

Gesucht wird nicht nach Kiese und Gerölle, sondern Blöcke (die größeren Steine), die auf dem Sand liegen!

1. Farbe im Gestein

Suche und finde ein paar rötliche Gesteine wie Buntsandstein!

- Schau die Körner am rauen Gestein mit der Lupe genau! Haben alle Körner gleiche Farben?

Falls nein, welche Farben und zugehörige Minerale sind es?
Falls ja, wodurch ist die Färbung entstanden?

2. Ader im Gestein

Schau helle Streifen in verschiedenen Gesteinen genau an!

a) Um welches Mineral handelt es sich das am meisten?

b) Gibt es Unterschiede der Quarzadern an mehreren Gesteinen, z.B. Farbe, Struktur oder Größe? Beschreibe sie kurz!

c) Hat Quarzader bzw. Quarzgang auch die Poren? Gar nichts, teilweise oder immer? 

3. Löcher im Gestein

Suche und finde die Gesteine mit vielen Löchern in einer Gruppe!

- War das die Verwitterung oder Auswaschung? Überlege und wie ist Euer Rückschluss?

4. Einschüsse im Gestein

Das gesuchte Gestein steht links von der Informationstafel.

a) Um welchen Einschluss handelt es sich?

b) Ist dieser an den Rändern scharf abgegrenzt oder teilweise aufgeschmolzen?

5. Fotonachweis:

Dazu braucht Ihr unbedingt ein Foto als Beweis, ob Ihr dort gewesen seid. Ladet ein Foto von Euch, GPS mit lesbarer Koordinate (siehe Beispiel unten) oder persönlichem Gegenstand z.B. Maskotte mit dem Log hoch! 


Schickt Eure Antworten via Kontaktformular in meinem Profil oder an gesteinskunde@ahsoka.de und Ihr dürft sofort loggen. Bei Unstimmigkeiten melde ich mich bei Euch. 
 

Wünsche Euch viel Spaß !

Beispiel für Logbild

 

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Additional Hints (Decrypt)

[Lupe nicht vergessen !!!]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)