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Zum Gedenken der ermordeten Kinder Multi-Cache

Hidden : 4/11/2023
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Hier geht es um die "Ausländerkinder-Pflegestätte" in Burgkirchen an der Alz.

Zwangsarbeit in den Landkreisen Mühldorf und Altötting

Beim Aufbau des Rüstungsbetriebes ANORGANA Gendorf im Landkreis Altötting ab 1939 wurden sehr viele Arbeitskräfte benötigt. Hierzu wurden ab Ende 1939 zwangsweise „Fremdarbeiter“ aus dem besetzten Polen eingesetzt, später auch aus der Ukraine und Russland.

So waren zeitweise mehr als 2.000 Fremd- und Zwangsarbeiter im Lager Gendorf in Holzbaracken untergebracht. Darüber hinaus waren circa 4.000 Frauen und Männer in der Landwirtschaft im Zwangseinsatz.  Es hieß anfangs: "Wer schanger ist, kommt in sein Heimatland zurück." Diese Gerüchte gingen bei den Zwangsarbeiterinnen um. So wurden viele Frauen schwanger. Diese Rückführungen wurden ein Problem, da es bald an Zwangsarbeiterinnen mangelte.

Die NS-Verantwortlichen entschieden schließlich 1943, die Frauen nicht mehr abzuschieben, sondern die Schwangeren in neu zu errichtende Entbindungsheime zu bringen, in denen sie die Kinder zur Welt bringen konnten, um anschließend wieder die Arbeit aufzunehmen. Davon gab es schätzungsweise 400 - 500 in Deutschland. Sie waren aber keine Pflegstätten, sondern wurden zu "Tötungsstätten". Die Neugeborenen wurden nicht richtig versorgt und nur mangelhaft gepflegt. Man hat versucht, die Kinder schnellstmöglich loszuwerden da sie in der Ideologie der Nazis einer minderwertigen Rasse angehörten. Man geht davon aus, dass durch Zwangsabtreibungen und gezielte Vernachlässigung 100.000 bis 200.000 Säuglinge von Ostarbeiterinnen während des zweiten Weltkrieges im Deutschen Reich umgekommen sind.

Die Errichtung der zentralen Ausländerkinder-Pflegestätte der Landkreise Altötting und Mühldorf in Burgkirchen a.d.Alz

Da die Zahl der schwangeren Ostarbeiterinnen in den Rüstungsbetrieben und insbesondere auf den vielen Bauernhöfen in den Landkreisen Altötting und Mühldorf ständig stieg, wurden immer mehr schwangere Frauen aus dem gesamten Landkreis Altötting zur Entbindung ins Wohn- und Barackenlager der ANORGANA Gendorf geschickt. 1943 wurde beschlossen, für alle schwangeren Ostarbeiterinnen der Landkreise Altötting und Mühldorf eine zentrale Entbindungsstation außerhalb des Werkes ANORGANA zu errichten.

Als Personal der Pflegestätte setzte man bewußt Ostarbeiterinnen ein. Die Pflegekräfte und Ärzte in Burgkirchen stammten aus Polen, Russland und der Ukraine. Somit konnten die Nazis die Verantwortung für den Tod der Säuglinge auf andere schieben.

Was geschah mit den neugeborenen Babys?

Die neugeborenen Babys wurden in der Pflegestätte untergebracht, die Mütter wurden gleich nach der Entbindung wieder zur Arbeit geschickt.

Als Todesurschachen wurden Lebensschwäche, Herzschwäche, Körperschwäche, Rachitis und andere Gründe angegeben. Tatsächlich starben die Kinder aber an mangelnder Pflege, an mangelnder oder falscher Ernährung und aufgrund der eisklaten Temperaturen in der Einrichtung. Es starben rund 160 Kinder in der "Pflegestätte". Die Kinder wurden in Kisten zur Kirche St. Johann gebracht und an der Nordseite der Kirche in zwei Massengräbern beerdigt.

Der Text ist eine Zusammenfassung und wurde aus der Homepage der Gemeinde Burgkirchen und der Gedenktafel übernommen.

https://www.burgkirchen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=312:auslaenderkinger-pflegestaette&catid=45:gemeinde-burgkirchen&Itemid=393

 

Nun zum Cache:

An Station 1 (Headerkoordinaten) befindet Ihr euch vor den beiden Massengräbern der rund 160 Kinder.

Lest euch nun die beiden weißen Tafeln durch und beantwortet anschließend folgende Fragen:

- Wieviele Namen trug der Ortspfarrer Karl Fürstberger in sein Sterbebuch ein? = A
- Seit wann ist dieses Grab eine Gedenkstätte? Quersumme der Jahreszahl = B

Geht oder fahrt nun weiter zu Station 2.

Hier befindet Ihr Euch vor der Gedenkstätte, die ganz in der Nähe der ehemaligen Pflegestätte ist. Lest Euch hier die Tafel durch und beantwortet die folgenden Fragen:

- Wieviele Buchstaben hat der unten links fett geschriebene Satz in Anführungszeichen? = C
- Verantwortlicher i.S.d.P? D = Anzahl Buchstaben des Nachnamens
- Wieviel Tage lebte Franz Wieczarek? = E (ungerade Zahl)

Finale:

N48° 10. (2 x A) - (D x E)
E012° 43. (2 x B x C) + B + E - 1

 

Additional Hints (Decrypt)

zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)