Nicht weit vom Rennsteig und vom Possenröder Kreuz entfernt ist hier ein einsamer Soldat begraben. Unbekannt im Jahr 1945 gefallen. Schon vor langer Zeit, total versteckt entdeckte ich es, und wollte mit einem Cache auf dieses Grab aufmerksam machen. Jetzt ist es freigelegt und hergerichtet und dadurch richtig gut zu finden.
Soldatengräber
Die Soldatengräber oberhalb des Neuen Hauses und in der Birkheide . Informationstafeln sagen das Geschehen, welches zum Tod der Soldaten führte, sei unklar. Es gibt jedoch 2 Varianten zum Geschehen.
1. Variante:
Geheimnisvolle Soldatengräber bei Finsterbergen vom 7. April 1945 – Quelle youtube - Stichpunkte zum damaligen Geschehen und Wegpunkte der Gräber
- am 1. April 1945 - ein Verband des 8. US-Core, 87. US- Infanterie Division überschritt die Hessisch / Thüringische Grenze bei Creutzburg
- 06. April 1945 eintreffen 345. Infanterie Regiment 87. US- Infanterie Division in Kleinschmalkalden
- 07. April 1945 3. Bataillon über Passstraße in Richtung Friedrichroda
- Änderung der Richtung aufgrund einer Baumsperre, nach rechts Ickerbachtal – große Hirschbalzwiese Richtung Possenröder Kreuz
- am Possenröder Kreuz – Baumsperre – eröffnet US- Infanterie ein halbstündiges Gefecht – 6 deutsche Gefallene, 7 US- Gefallene und 8 entwaffnete deutsche Gefangene - diese werden im Gebiet Drusenbach erschossen) N 50° 49.016 E 010° 32.780
- da dies entgegen des Genfer Abkommen geschah, geht es vor ein US-Kriegsgericht, keiner der Beteiligten kann sich an das Geschehen erinnern
-am Langeberg – Richtung neues Haus ca. nach 1km Richtung Langebergstraße - Gefecht mit deutschen Vorposten, es bleiben 5 deutsche Gefallene zurück
- auf der rechten Straßenseite waren 3 Gräber, heute sind sie leider verschwunden
auf der linken Seite, links einbiegen befinden sich 2 Gräber N50.48.884 E010.34.112 - Vorpostengefecht † Manfred Großer † Willy Zufall
- zurück auf der Landbergstraße, Richtung Abzweig „Massengrab Birkheide“ rechts abbiegen und den Hinweisschildern folgen N50.48.584 E010.35.998
- Leutnant sucht Gefangene aus und freiwillige US Soldaten erschossen 18 deutsche Gefangene † Fritz Keuth † Walter Stäbler † Rolf Schäberle † Erich Watzl † Friedel Diefenthäler † Alfred Braun † Mieczylaus Buchalik † Alfred Gloning † Herbert Rompel † Hermann Schröder † Werner Scheu † Miloslaus Juzezek † Erich Steier † Peter Krzyk † Franz Dlugaiczyk † Gerhard Danz
- nach Kriegsende , kam dieses Kriegsverbrechen vor ein US-Militärgericht, es verlief im Sande, da es keine Belastungszeugen gab
- der ehemalige Revierförster Walter Kühmel fand die 18 Erschossenen Soldaten in einer Senke der Birkheide - alle kamen durch Genickschuss ums Leben
- Gerhard Danz war der Schädel eingeschlagen, seine Mutter holte ihn nach Hause und begrub ihn in Waltershausen
- kehren wir zurück auf die Landbergstraße Richtung Weißer Weg
- hier befand sich eine weitere Baumsperre - in diesen Abschnitt wurde ein MG- Schütze Offizier beschossen - große Mengen verschossener Patronenhülsten deuten auf Gegenwehr hin
- das Grab befindet sich am Wegesrand links N50.48.569 E010.34.565
- wir gehen weiter Richtung Kreuzung Weißer Weg – Richtung Neues Haus / Vierpfennighaus N50.48.5577 E010.34.697
- hier sind 11 deutsche Soldaten gefallen † Linhard Krause, Verluste Amerikaner nicht bekannt
- Hinrichtungen?
- auf der anderen Seite befand sich ein 5er Reihengrab, welches bei Holzeinschlag vermutlich umgebettet wurde
- auf der rechten Wegseite waren 2 Gräber, diese wurden nach Hause umgebettet
- links ist ein Einzelgrab † Walter Goldschmied
2. Variante:
Ein Buchautor erforschte die Kämpfe beim Neuen Haus. So geschah in der Birkheide folgendes: Am Morgen des 7. April 1945 rückte ein Trupp Amerikaner von Kleinschmalkalden herkommend an, um Tambach-Dietharz vom Süden anzugreifen. Er stieß auf eine Straßensperre, die eine Gruppe deutscher Jugendliche verteidigen sollte. Unweit davon lag eine Einheit der Waffen-SS. Mit den Amerikanern vor sich und der SS im Rücken gerieten die Jugendlichen in Panik. Sie signalisierten, dass sie sich ergeben wollten. Doch als sich die Amerikaner vertrauensvoll näherten, kippte die Situation und einige Fanatiker unter den Jungs erschossen den Kompanieführer und 2 weitere Männer des Bataillons. Die Schützen überlebten die Begegnung nicht. Die Amerikaner ergriffen sich dann 18 der jugendlichen Soldaten, um an ihnen Vergeltung zu üben. Sie führten sie in den Wald und erschossen sie. Ein Förster Kühmel mit Waldarbeitern suchte sein Revier nach Gefallenen ab. Er fand die 18 erschossenen Jugendlichen, die in der Birkheide an einem Genickschuss gestorben waren. Dort ließ er sie in ihren Zeltplanen begraben. Unterstützt durch Pflanzfrauen pflegte der Förster und seine Ehefrau die Soldatengräber über viele Jahre.