Die Villa Siebel, Mainzer Straße 70, später Villa Osterroth, wurde 1902 von dem berühmten Architekt Otto Nebel erbaut. Ein Stilpluralismus aus Neurenaissance (Rollgiebel), des Neubarock mit Maßwerk übersäten und von drei Giebeln gegliederten Hauptfassade welche in der Fachwelt deutschlandweit für Aufsehen sorgte.
Zum Besitz gehörte ein großer Park, der von der Mainzer Straße bis zur Kurfürstenstraße ging. Darin befanden sich wertvolle ausländische Baumarten.
Das Haus wurde von 1920 bis 1923 von der amerikanischen, dann bis 1927 von der französischen Besatzung besetzt.
Im September 1944 brannte die Villa nach zwei Bombentreffern vollständig aus. Auch der Park erlitt große Schäden.
1956 wurde die Ruine abgebrochen und auf dem Grundstück 3 Wohnblockbauten errichtet.
Heute führt die Ludwigstraße von der Mainzer Straße bis zur Kurfürstenstraße an der früheren Grundstücksgrenze vorbei. Eine der Säulen ist heute noch in der Ludwigstraße zu sehen. Der Zusammenhang mit der Siebel-Osterrothschen Villa konnte sschließlich 2009 vom Stadtarchiv Koblenz nachgewiesen werden.