Sie befinden sich hier am Anfang eines Landschaftsschutzgebietes, den Sachsendorfer Wiesen, ein wunderbarer Ort zum Joggen, Spazieren gehen und verweilen. Bitte keinen Müll hinterlassen, dazu gehört auch Hundekot, und im Idealfall achtlos weggeworfene Dinge anderer Besucher einfach aufheben und mitnehmen. Zertrampeln bzw. Zerstören der Gebüsche zum erreichen des Caches ist nicht nötig. Vielen Dank!
Ein paar Infos zur Geschichte der Sachsendorfer Wiesen:
Die Sachsendorfer Wiesen entstanden in Folge der Saale- Eiszeit. Hierdurch entstand das breite und flache Baruther Urstromtal, in dem die Spree häufig ihren Lauf änderte. Im Gebiet der heutigen Sachsendorfer Wiesen bildete sich ein Durchflusssee, der langsam versumpfte und zu einem Niedermoor wurde. Bereits 1495 wurde am Rand der Wiesen der Priorgraben angelegt, der damals noch den Priorsee und die städtischen Fischteiche speiste. Noch heute dient er zur Versorgung der Glinziger Teiche mit Frischwasser. Seit 1783 wurde hier Torf gestochen. Erst 1785 gründete man Sachsendorf. Dies geschah auf Befehl Friedrich II, der nach den vergangenen Kriegen zum Ausgleich der Verluste an Menschen- leben „Ausländer“ in Preußen ansiedeln wollte. Da sich vor allem Sachsen in der neuen Siedlung niederließen, entstand der Name Sachsendorf. Die neuen Bürger machten das Gebiet durch Rodungen und Entwässerungen nutzbar. Auch heute kann man noch viele Entwässerungsgräben in den Wiesen sehen. Seit 1929 wurde die Wasserkraft des Priorgrabens für die Energiegewinnung genutzt, um die vier Kolkwitzer Tuchfabriken zu betreiben. Ende des 19. Jahrhunderts gab es mehrere Wassermühlen, die durch den Priorgraben angetrieben wurden. Mittlerweile erinnern nur noch die übrig gebliebenen Namen an die Nutzung der Wasserkraft des Priorgrabens. In Folge der Intensivierung der Landwirtschaft kam es in der DDR-Zeit zu einer weiteren Absenkung des Grundwasserspiegels und Torfsackungen. Seit 1990 wird das Gebiet nicht mehr intensiv bewirtschaftet und die Wiesen lediglich ein- bis zweimal im Jahr gemäht. Dies führte dazu, dass der Grundwasserspiegel sich wieder hob, so dass sich heute ein Gebiet mit vielen verschiedenen Biotopen gebildet hat.
Viele Wiesenblumen sowie Gras- und Riedarten schaffen eine farbenfrohe Umgebung. Lichtnelken, Hahnenfuß, Schaumkraut und Sauerampfer sind nur einige Beispiele aus dieser Vielfalt. Vögel, Schmetterlinge und viele andere Tiere fühlen sich hier wohl. Vor allem für seltene Wiesenbrüter, wie die Bekassine, bieten die Sachsendorfer Wiesen eine geeignete Umwelt.
Der Priorgraben
Der Priorgraben zweigt im Stadtteil Madlow vom Mühlgraben der Großen Mühle ab und verläuft west- wärts durch die Spremberger Vorstadt, Ströbitz und Kolkwitz entlang der Glinziger Teiche. Zwischen Glin- zig und Dahlitz mündet das Koselmühlenfließ in den Priorgraben, der dann in Höhe der Ortslage Babow in das Greifenhainer Fließ mündet. Die Gesamtlänge des Priorgrabens beträgt in etwa 20 km. Im Oberlauf des Priorgrabens vom Ursprung an der Großen Mühle
Milkersdorf ist das Gewässer stark ausgebaut. Begradigungen und strukturelle Vereinheitlichungen wurden vorgenommen, um Grubenwasser aus den Tagebauen Greifenhain und Welzow-Süd abzuleiten. Der Priorgraben zeigt eine sehr diverse Flora und Fauna, viele Fischarten wie z. B. Barsch und Plötze, aber auch Gründling und Zwergwels können hier vorkommen. Besonders für Fische aber auch für Krebstiere, Schnecken, Insekten und Kleinstlebewesen ist die ökologische Durchgängigkeit eines Gewässers vom Ursprung bis zur Mündung für Reproduktion, Nahrungssuche und Populationsaustausch sehr wichtig. Deshalb wurden in den letzten Jahren etliche Maßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit unternommen, wie z.B. die Installation von
Fischwanderhilfen an der ehemaligen Priormühle, in den Sachsendorfer Wiesen und zahlreichen anderen Wehren.
Madlow bis zur Stadtgrenze von Cottbus auf Höhe des Steinteiches sind relativ naturnahe Verhältnisse vorzufinden. Im Unterlauf ab der Einmündung des Koselmühlenfließes bis