Auelehmvorkommen am Alpebach 🌲🪨
Ein geologischer Blick in die Aue
Entlang ständig fließender Gewässer entstehen ganz besondere Sedimente. Am Alpebach lässt sich ein solches gut beobachten: Auelehm, ein feinkörniges Lockergestein, das sich unter ruhigen Ablagerungsbedingungen bildet und eng mit der Dynamik des Gewässers verbunden ist.
Was ist Auelehm?
Auelehm ist ein pelitisches Lockergestein, das heißt, seine Korngröße liegt unter 0,02 mm. Der Begriff pelitisch bezeichnet genau diese sehr feinkörnige Fraktion innerhalb der Sedimentologie.
Typischerweise findet man Auelehm in Auenbereichen von Flüssen und Bächen – also dort, wo bei Hochwasser feine Sedimente abgelagert werden. Die Bezeichnung Auelehm wurde bereits 1885 von Ferdinand Schalch eingeführt.
Lehm im Allgemeinen ist ein Gemisch aus Sand, Schluff und Ton. Je nach Entstehungsraum unterscheidet man unter anderem:
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Berglehm
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Gehängelehm
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Geschiebelehm
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Lösslehm
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Auelehm
Geologische Situation vor Ort
Am rechten Ufer des Alpebachs, in Fließrichtung betrachtet, befindet sich eine gut sichtbare Lehmkuhle, in der der Auelehm deutlich aufgeschlossen ist.
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Länge der Kluft: ca. 1,5 Meter
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Die Lehmfläche ist nicht dauerhaft feucht, da der Wasserstand meist zu niedrig ist, um den gesamten Aufschluss zu benetzen.
Gerade diese Bedingungen machen die Struktur und Farbe des Auelehms besonders gut erkennbar.
Wie entsteht Auelehm?
Auelehm entsteht oberhalb des mittleren Grundwasserstandes durch Diagenese, insbesondere durch die Oxidation organischer Bestandteile zuvor abgelagerter feiner Sedimente.
Bei geringer Sedimentationsgeschwindigkeit reichert sich zusätzlich Humus an. Es entstehen sogenannte Humushorizonte, also frühe Bodenformen, die typisch für Auenlandschaften sind.
Grundsätzlich entsteht Lehm entweder:
Eigenschaften von Auelehm
Typische Merkmale:
Wofür wurde Lehm früher genutzt?
Lehm spielte über Jahrhunderte eine wichtige Rolle im Bauwesen.
Vor allem im Fachwerkbau wurde er zum:
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Verputzen
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Ausfüllen der Gefache
verwendet. Häufig wurden Stroh oder Gras mit Lehm vermischt und gemeinsam „geklaibt“, also miteinander verklebt.
Aufgaben zur Logberechtigung
Bitte löse die folgenden Aufgaben vor Ort:
1a) Wie hoch ist die Lehmkuhle?
1b) Handelt es sich bei Auelehm um ein grob- oder feinkörniges Sediment?
2a) Nimm etwas Lehm zwischen die Finger und überprüfe deine Antwort aus 1b erneut.
2b) Erkläre anhand der Informationen und deiner Beobachtung, was passiert, wenn Lehm angefeuchtet wird.
2c) Praktischer Versuch:
Klaibe etwas Stroh oder trockenes Gras mit Lehm zusammen.
➡️ Bitte ein Foto davon in deinem Log einstellen.
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Bitte sende deine Antworten per E-Mail an:
📧 walaricusgeo@gmail.com
Du darfst sofort nach dem Absenden loggen.
Ich melde mich in jedem Fall – meist sehr zeitnah.
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