Geschichte der Funkenburg
Das Archäologische Freilichtmuseum Funkenburg umfasst die deutschlandweit einmalige Rekonstruktion einer germanischen Siedlung. Die 1974 bis 1980 archäologisch untersuchte Befestigungsanlage liegt auf einem markanten Bergsporn über dem landschaftlich reizvollen Helbetal. Die Rekonstruktion von Vor- und Hauptburg aus Gräben, Türmen, Wällen und Palisaden befindet sich am Originalstandort und ist einzigartig. Während die Vorburg für Besucherservice, Verwaltung und wirtschaftliche Zwecke genutzt wird, entstanden in der Hauptburg eine Auswahl nachempfundener Wohn- und Arbeitshäuser, Speicherbauten, Öfen und Arbeitsgeräte. Da der experimentelle Nachbau aller nachgewiesenen Häuser jeglichen Rahmen gesprengt hätte, wurde eine repräsentative Auswahl getroffen.Die älteste Nutzung der Funkenburg setzte bereits in der Mitte des vierten Jahrtausends v.Chr. ein. In dieser als Jungneolithikum bezeichneten Epoche wurde auf dem Sporn des Rotenbergs eine erste Siedlung angelegt, der zahlreiche Grubenbefunde der Ausgrabungen zugewiesen werden können. Dazu zählt u.a. ein kleines eingetieftes Gebäude sowie eine Siedlungsgrube, in der sich neben einer umfangreichen Scherbenpackung auch eine menschliche Bestattung befand. Die weite Streuung jungneolithischer Befunde und Funde auf dem Fundplatz belegt eine weit ausgreifende Aufsiedlung des Platzes im vierten Jahrtausend.
Die Funkenburg kann von Ostern -Oktober Mi - Fr von 10-17 Uhr und Sa - So von 12-17 Uhr besucht werden.Am 3 vollen Wochenende im August findet das Funkenburgfest statt, welches die größte Veranstaltung unter vielen kleineren Veranstaltungen ist.Begleitet werden die Veranstaltungen von unterschiedlichen Gruppen und Handwerkern die das Leben aus der damaligen Zeit darstellen.