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Geologischer Garten Westerburg EarthCache

Hidden : 1/2/2022
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Geologischer Garten Westerburg

 

 

Geologisch ist der Westerwald Teil des Rheinischen Schiefergebirges und ein stark erodierter Rest des großen variszischen Gebirgssystems, welches in der Vorzeit große Teile Europas prägte. Über dem devonischen Grundgebirge liegen vulkanische Massen aus dem Tertiär, insbesondere sind dies Basalte und Tuffe.

Im Erdaltertum (vor 600 bis 270 Mio. Jahren) lag das gesamte Gebiet des Westerwalds unter einem tropisch warmen Meeresarm. Es wurden viele Kilometer dicker Sedimente in die variszische Geosynklinale (Senkungsraum der Erdkruste) abgelagert, die bei der anschließenden Gebirgsbildung stark gefaltet wurden.

In seinem nördlichen Teil, wird das geologisch alte Rumpfgebirge des Westerwalds von vulkanischem Hochland aus tertiären Basaltdecken überlagert. Es überdeckt ein Gebiet von etwa 50 × 70 km, woraus sich rund 3.000 km² ergeben, womit der Westerwald zu den flächenmäßig größeren Gebirgen Deutschlands gehört. Im flacheren Westteil („Vorderer“ oder „Unterer Westerwald“) zeigt sich eher eine Hügellandschaft.

 

Gesteinsarten

Hier im Gesteingarten findest du einige schöne Exemplare der Gesteinsvielfalt des Westerwalds. Ich werde hier auf drei Gesteinsarten näher eingehen:

 

Basalt

Basalt ist ein sogenanntes Eruptivgestein und entsteht durch aktive Vulkane. Beim Ausbruch erkaltet die Magma an der Erdoberfläche oder schon im Vulkanschlot.

Je nach Zusammensetzung der Schmelze und der Abkühlungsgeschwindigkeit kann das Gestein unterschiedliche Formen annehmen. Typisch ist eine  fünf- oder sechseckigen Säulenform.

Die Farbe von Basalt ist blau, graublau, dunkelgrau oder schwarz.

Basalt entwickelt unterschiedliche Körnungen, von feinkörnig bis dicht. Durch Gaseinschlüsse kann es zu "Lochbildungen" im Gestein kommen.

Die Dichte von Basalt beträgt 3,0 bis 3,5 g/cm³.

 

Tuff

Als Tuff bezeichnet man, geologisch gesehen, Gesteine die >75 % aus Vulkanischer Material bestehen. Tuff zeichnet sich dadurch aus das es sehr leicht ist und somit auch einfach zu bearbeiten.

Farblich variiert Tuff je nach der mineralischen Zusammensetzung zwischen weiß, grau, beige, bräunlich bis rötlich.

Biotit, Augit und Olivin sind die Mineralien, die den Hauptanteil im Tuff ausmachen. Nebengemeneteile können mit einem Anteil von bis zu fünf Prozent durch Zeolithe, Haüyn, Calcit und Amphibole ausgemacht werden. Selten sind auch vulkanische Gläser wie Obsidian enthalten. Gesteine wie Dacit, Basalt, Rhyolith oder Andesit können ebenfalls in unterschiedlicher Zusammensetzung im Tuff enthalten sein.

Das Gestein ist porenreich und mehr oder weniger locker. Es ist feinkörnig. Die Dichte beträgt 2,7 bis 3,0 g/cm³.

Entsprechend der Zusammensetzung und Korngröße lassen sich Tuffe folgendermaßen unterscheiden.

Tuff-Art Bestandteile
Aschentuff vulkanische Asche
Staubtuffe aus feinster Pyroklastika
Kristalltuff ganze oder fragmentierte Kristalle
Glastuff vulkanische Gläser
Agglomerattuff feine Bestandteile vermengt mit größeren Kristallen oder Gesteinen größerer Korngröße

 

Quarzit

Quarzit ist ein Gestein, dessen mineralischer Hauptbestandteil Quarz ist. Zudem gilt für die Definition von Quarzit, dass das Gestein zu wenigstens 98 % aus dem Mineral Quarz besteht.

Das Gestein ist von weißer bis grauer Farbe, verursacht durch den Hauptgemengteil an Quarz. Die Nebengemengteile können die Farbe beeinflussen. So führen Limonit und anderen Eisenoxiden zu einer rötlichen oder bräunlichen, Dumortierit zu einer bläulichen und Fuchsit zu einer grünlichen Farbe. Silbrig schimmernder Quarzit, teilweise auch Silberquarzit genannt, ist auf Einlagerungen Glimmerminerals Muskovit zurückzuführen.

Quarzit ist feinkörnig, lagig und massig. Im Gestein sind keine Porenräume vorhanden. Die Dichte von Quarzit beträgt 2,64 bis 2,70 g/cm³.

Quarzit geht aus der Metamorphose quarzreicher Gesteine wie z.B. Sandstein, Hornstein oder Kieselschiefer hervor. Durch hohe Druck- und Temperaturverhältnisse - bspw. bei der Entstehung von Gebirgen oder anderen tektonischen Prozessen - schmelzen das ursprüngliche Ausgangsgesteins und führen zu einer Neukristallation.

 

Quellen :

https://de.wikipedia.org/wiki/Westerwald

https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=3&l=B&name=Basalt

https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=3&l=Q&name=Quarzit

https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=3&l=T&name=Tuff

 

Logaufgaben:

Um den Earthcache zu loggen, schicke mir über mein Profil die Antworten auf folgende Fragen. Die Fragen kannst du durch deine Beobachtungen vor Ort, sowie das Lesen des Listings und der Informationstafeln beantworten.

Nach dem Absenden der Antworten, darfst du sofort loggen.

 

1. Süßwasserquarzit:

a) Durch was wurde der Quarzsand verkittet?

b) Beschreibe die Farbe des Gesteins. Auf welche Nebengemengeteile lässt die Farbe schließen?

2. Basaltlava:

a) Wie ist das Gestein entstanden?

b) Kannst du die im Listing beschriebene Lochbildung erkennen? Wenn ja, welchen Durchmesser haben die Löcher?

3. Tuffe:

Beschreibe das Gestein (Farbe/Struktur/Körnung).

4. Suche den nahegelegenen Säulenbasalt und mache ein Foto mit dir oder einem persönlichen Gegenstand, welches du mit deinem Log hochlädst.

Additional Hints (No hints available.)