Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - Spaziergang 1
Das Kunstwerk
Das documenta-Kunstwerk 7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung hat das Stadtbild Kassels in den 1980er Jahren wie kein anderes Kunstwerk geprägt. Seit ca. 40 Jahren verschönern die vielen Bäume die Stadt. Das Kunstwerk ist lebendig und wird durch die Stiftung 7000 Eichen fortgeführt. Darüber hinaus hat die cdw Stiftung einen Spaziergangsführer zum Kunstwerk 7000 Eichen mit sieben Stadtspaziergängen entwickelt.
Die documenta
Alle fünf Jahre findet hier in Kassel mit der documenta eine der bedeutensten Austellungen für zeitgenössische Kunst statt. Dadurch erfährt Kassel während des Ausstellungszeitraums einen Hauch von Metropole, die Leute auf den Straßen sind offener und lockerer. Dies verdeutlicht bereits eine wesentliche Auswirkung von Kunst, sowohl für die Kunstschaffenden als auch für das Publikum: Man weitet den Blick, verlässt Engstirnigkeit und Konformität. Natürlich sind die documenta und die Moderne Kunst im Allgemeinen immer wieder Gegenstand kontroverser Diskussionen. Für viele hält diese Kunstrichtung berührende Momente bereit, schafft Raum für spannende Interpretationen, Gespräche und Diskussionen. Für andere stellt sich eher die Frage "Ist das Kunst oder kann das weg?", nach dem Motto "Der Künstler denkt sich etwas Skurriles aus (nennt es meist "Ohne Titel") und verfolgt gespannt - vielleicht auch belustigt - was das Publikum da so alles hineininterpretiert". Zauberhafterweise hat all dies Platz in unserer freien, bunten und offenen Gesellschaft.
Die Multiserie
Dieser Cache ist Teil einer Serie. Alle Multis sind sehr ähnlich gestrickt.
Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - 1 (dieser Multi hier)
Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - 2
Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - 3
Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - 4
Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - 5
Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - 6
Beuys to go - Unterwegs zu 7000 Eichen - 7
Dieser Multi und seine Aufgaben
Dieser Multi verläuft entlang des Spaziergangs 1, seine Stages entsprechen recht genau den Stationen des Spaziergangs. Dabei begegnet ihr immer mal wieder einem documenta-Kunstwerk und natürlich vielen Beuys-Bäumen. Die jeweiligen Fragen beziehen sich manchmal auf die Kunst, manchmal aber auch auf Profaneres (insbesondere an nicht so zentralen Orten sind die Fragen eher profan). Ferner sind die Fragen nicht schwierig, denn es sollen der Weg, die Infos im Flyer und natürlich die Kunst im Vordergrund stehen. Es lohnt sich also, die jeweiligen Orte auf sich wirken zu lassen und die dazugehörigen Infos im vorgenannten Flyer zu studieren (die absichtlich nicht im Listing wiederholt sind). Aus den ermittelten Werten für A, B, C usw. - die allesamt positiv, ganzzahlig sowie ein- oder zweistellig sind - kann dann das Final berechnet werden.
Die Weglänge
Von Stage 01 über alle weiteren Stationen bis zum Final seid ihr gut fünf Kilometer unterwegs. Ihr könnt diesen Multi zu Fuß absolvieren oder auch mit dem Fahrrad oder dem E-Scooter. Passt bitte auf, Kassel ist nach wie vor sehr autogerecht, es müssen immer wieder stark befahrene Straßen überquert werden, wofür ihr bitte die gesicherten Überwege benutzt. Es handelt sich näherungsweise um eine Runde, ihr kommt also in der Nähe vom Startpunkt wieder heraus. Plant in etwa zwei bis drei Stunden für diesen Multi ein. Viel Spaß beim Erkunden des Weges und der Kunst.
Die Stages
Stage 01 (N 51° 18.810 E 009° 29.847): Friedrichsplatz
Wenn ihr vor dem Eingangsportal des Fridericianums auf den Gehweg schaut, fallen die Namen auf den Pflastersteinen auf. Diese erinnern an Menschen, die an den Folgen von AIDS gestorben sind. Dieses Projekt, genannt "Denkraum: Namen und Steine" wurde von dem Künstler Tom Fecht anlässlich der documenta IX hier in Kassel initiiert. Seitdem wurden analoge Installationen in mehr als 25 weiteren europäischen Städten mit zusammen ca. 2300 Namen ins Leben gerufen. An der südlichen Ecke der Treppe findet ihr einen Pflasterstein mit der Aufschrift DENKRAUM und einer Jahreszahl. Die Quersumme dieser Jahreszahl ergibt A.
Stage 02 (N 51° 18.811 E 009° 29.698): SchauFenster 7000 Eichen
Hier findet ihr viele Informationen zu dem Kunstwerk 7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung, unter anderem auch über die Finanzierung, um die sich der Künstler selbst kümmerte. Zur Geldbeschaffung wurde Joseph Beuys eine Kopie der Krone des Zaren Iwan des Schrecklichen als Geschenk angeboten. Im Rahmen einer öffentlichen Aktion schmolz er dieses Zeichen absolutistischer Despotenherrschaft ein und goss daraus als Friedenssymbol einen goldenen Hasen, womit ein documenta-Kunstwerk hergestellt war. Dieses war einem Sammler eine sechsstellige D-Mark-Summe wert. Heute kann man diesen Goldhasen jedes Frühjahr im Supermarkt aus Schokolade kaufen :-) B ist die Quersumme des erzielen sechsstelligen Werts der vorgenannten D-Mark-Summe. Kontrolle: die Quersumme von B ist 5.
Stage 03 (N 51° 18.713 E 009° 29.674): Frankfurter Straße
Hier steht ihr vor der Karlskirche. Umrundet sie. Die Anzahl der großen Rundbogenfenster ist C (eine gerade Zahl).
Stage 04 (N 51° 18.575 E 009° 29.626): Neue Galerie
Südöstlich des Eingangs zur Neuen Galerie findet ihr das Kunstwerk "Ohne Titel", ääh, nee, "Ein Granitblock..." von Ulrich Rückriem. Umrundet es und zählt die Bohrlöcher, die alle auf einer Höhe (ungefähr Augenhöhe) liegen. Ihre Anzahl ist D. Kontrolle: die Quersumme von D ist 10. Was es damit wohl auf sich hat? Vielleicht sind die Löcher einfach von der Vornutzung des Granitblocks übrig geblieben, bevor er als Kunstwerk eingesetzt wurde? Oder die Bohrlöcher wurden von der Transportfirma für Halterungen angebracht, als das Kunstwerk aufgestellt wurde? So, genug heruminterpretiert :-) Liebe Kunstfreundinnen und -freunde, das ist alles nicht ganz ernst gemeint, ihr dürft gern im Gegenzug formelverliebte Mathematiker durch den Kakao ziehen :-)
Stage 05 (N 51° 18.712 E 009° 29.859): Schöne Aussicht
Eingerahmt vom südöstlichen Teil des Friedrichsplatzes, der Karlsaue, der Straße Friedrichsplatz und der Frankfurter Straße liegt hier ein Platz mit drei Reihen von Bäumen (die scheinbar nicht zum Kunstwerk 7000 Eichen gehören), unterbrochen von zwei gepflasterten Wegen. Die Anzahl der auf diesem Platz stehenden Bäume ist E. Kontrolle: die Quersumme von E ist 6.
Stage 06 (N 51° 18.905 E 009° 30.035): Mittelgasse
An der Ecke Entenanger - Mittelgasse zählt am westlichen Haus die Balkons, die der Mittelgasse zugewendet sind. Addiert dazu die Anzahl der Fußballspieler an derjenigen Fassade des östlichen Hauses, die ebenfalls der Mittelgasse zugewendet ist. Das Ergebnis ist F (eine gerade Zahl). Es zählen jeweils nur die Häuserseiten/-fassaden, die der Mittelgasse zugewendet sind.
Stage 07 (N 51° 18.954 E 009° 30.280): Altmarkt
Am hiesigen Zisselbrunnen sind an der Außenseite des Beckens sechs Tafeln mit Häusern aus der einstigen Altstadt Kassels angebracht. Sucht die Tafel mit der Überschrift RATHAUS DER ALTSTADT. Die Quersumme der älteren (also kleineren) Jahreszahl auf dieser Tafel ergibt G.
Stage 08 (N 51° 19.085 E 009° 30.138): Pferdemarkt
Die Anzahl der Bäume im Innenhof, die zu dem Kunstwerk 7000 Eichen gehören, ist H.
Stage 09 (N 51° 19.269 E 009° 29.666): Schillerviertel
Vor Ort seht ihr drei Backsteinhäuser (Hausnummern 27, 29 und 31). Schaut euch die Nummer 31 näher an. Das Schaufenster links vom Eingang ist neben den normalfarbigen Ziegelsteinen auch von einigen grünen Ziegelsteinen umrahmt. Die Anzahl der das Fenster umrahmenden grünen Ziegelsteine ist I. Kontrolle: die Quersumme von I ist 10.
Stage 10 (N 51° 19.143 E 009° 29.339): Joseph-Beuys-Straße
Die Joseph-Beuys-Straße führt euch zum Nordeingang des Kulturbahnhofs. Einige Meter weiter an den Koordinaten von Stage 10 findet ihr den Gedenkort und das Kunstwerk Gleis 13/14 – Das Gedächtnis der Gleise, ein Ort zum Innehalten und Gedenken, das von dem Künstler Horst Hoheisel stammt. Zur Ermittlung von J berechne die Quersumme des Jahres, in dem der Gedenkort erbaut wurde. Diese findet ihr auf der Informationstafel links oben neben dem Namen des Künstlers.
Stage 11 (N 51° 19.055 E 009° 29.565): Schomburgstraße
Diese Straße mutet heute sehr trist an. Noch schlimmer wäre es ohne die Beuys-Bäume. Zur Ermittlung von K geht ihr einige Meter zurück zur Werner-Hilpert-Straße und schaut, was sich an der südwestlichen Ecke des Dachs des Hotels Reiss befindet. An welcher Sport- bzw. Freizeitstätte findet man normalerweise ein solches Gerät? Das Lösungswort (Sport- bzw. Freizeitstätte) ist zweisilbig, beginnt mit S und endet mit D. Die iterierte Quersumme des Buchstabenwortwerts des Lösungsworts ist K. Kontrolle: Die Quersumme der Nummer des Parkscheinautomaten an den Koordinaten von Stage 11 ergibt ebenfalls K.
Stage 12 (N 51° 18.996 E 009° 29.567): Rudolf-Schwander-Straße
Zur Ermittlung von L zählt nun die Anzahl der Rechtecke auf dem Gehsteig... nein, Ernst beiseite. Lasst diesen verkehrsreichen Platz vielleicht einen Moment auf euch wirken, blendet den Verkehr und seinen Lärm aus und konzentriert euch auf die Gebäude und die Platzgestaltung. Hier zeigt sich, dass Nachkriegsarchitektur auch sehr schön sein kann. Zur Ermittlung von L zählt die Anzahl der Weichen des Straßenbahngleisdreiecks, das dieser Platz bildet. Das Ergebnis ist eine einstellige gerade Zahl.
Stage 13 (N 51° 18.967 E 009° 29.605): Scheidemannplatz > Treppenstraße > Friedrichsplatz
Nachdem ihr die Treppenstraße ein paar Stufen hinabgegangen seid, findet ihr an der nordöstlichen Seite das Werk "Schauender Junge" des Bildhauers Paul Bronisch, vermutlich kein documenta-Kunstwerk. Zur Ermittlung von M bildet die Differenz der beiden Jahreszahlen, die ihr auf der Plakette unterhalb des Werks findet. Kontrolle: die Quersumme von M ist 7.
Das Final
Nochmal zur Erinnerung: Alle ermittelten Werte A bis M sind positiv, ganzzahlig sowie ein- oder zweistellig.
Wenn ihr alle Daten korrekt ermittelt habt, gilt
A+B+C+D+E+F+G+H+I+J+K+L+M = 222
Die Finalkoordinaten ergeben sich wie folgt:
N 51° 18. [ 7*(A+B+C+D+E+F) - 2*F ]
E 009° 29. [ 7*(G+H+I+J+K+L+M) + I + L ]
Eure Lösung könnt ihr hier abgleichen: Geochecker.com.