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1000 Mann für Hoyerswerda Multi-Cache

Hidden : 2/16/2022
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Euch erwartet ein Kurzmulti mit zwei Stationen und der finalen Dose. Es ist auch ein "Schlechtwetter-Cache", d. h. ihr könnt - wenn ihr das wollt - die benötigten Werte vom Auto aus ablesen. Parkt dann aber bitte nicht DIREKT vor dem Cache, sondern ein paar Meter entfernt.

Natürlich wäre es besser, diese kleine Runde zu laufen, um das Areal auf euch wirken zu lassen und euch vorzustellen, wie das hier vor ca. 65 Jahren aussah.

 

Im Sommer 1955 wurden in Schwarze Pumpe und am Bahnhofsvorplatz von Hoyerswerda Spaten in die Erde getrieben:

- In Schwarze Pumpe war das der erste Spatenstich für ein großes Braunkohleverarbeitungswerk,

- in Hoyerswerda für die 2. Sozialistische Stadt der DDR. Hier sollten auf dem damals freien Platz vor dem Bahnhof zunächst 350 Wohnungen entstehen, bald bekannt als "350 WE".

Für diese riesigen Bauvorhaben wurden natürlich Arbeiter gesucht, in der kleinen Stadt Hoyerswerda konnte man sie nicht unterbringen. So wurde auch eine Barackenstadt geplant, in der die vielen angeworbenen Bauarbeiter und Ingenieure wohnen konnten - das 1000-Mann-Lager. Schon Anfang Dezember 1955 wurden die ersten zwei Baracken bezugsfertig. Das Wohnlager wurde ständig erweitert, bis es aus 14 Wohnbaracken bestand. Diese hatten folgende Maße:

Länge 96,5 m, Breite 12,5 m, Zimmerhöhe 2,55 m. In jeder Baracke waren 15 Zimmer, die gewöhnlich mit je acht Mann belegt wurden.
Für die "Katzenwäsche" war in jeder Baracke ein Raum für die nötigsten sanitären Anlagen, aber es gab auch eine Wasch- und Badebaracke mit vielen Duschen, Badewannen, Waschbecken, extra Fußbecken, WC-Kabinen... Gebaut wurden für dieses Wohnlager auch Heizhaus, Kohlebaracke und etliche Kohleschuppen, Großküche mit Speisesaal, Trockenkaue, Sanitätsbaracke, Gästebaracke, Kindergarten und -Hort, HO-Verkaufsstelle Dazu kam dann noch die Alfred-Scholz-Halle, um den Bewohnern der Barackenstadt auch kulturell etwas bieten zu können.

All diese Angaben fanden wir im Stadtarchiv nach Durchsuchen einiger Ordner, aber nichts über die weitere Geschichte dieses Wohnlagers.

 - Ab wann wurde es nicht mehr als Wohnlager genutzt? Es war ja eine sogenannte "Zwischenbelegung", d. h. nach und nach bekamen die Bauarbeiter und Ingenieure richtige Wohnungen zugewiesen.

 - Wie wurden die Baracken danach genutzt?

 - Wann wurde das Lager abgerissen?

Aus Erzählungen wissen wir, daß vor dem Abriß in einigen Baracken Büros für das Wohnungsbaukombinat eingerichtet wurden. Eine Bekannte erzählte uns: "Ich habe von 1973 bis 1975 dort in einem Büro gearbeitet. Es waren schwierige Bedingungen. Im Winter hatten wir morgens kalte Buden, mußten erst den Ofen mit Holz und Kohle anheizen und dabei gab es immer jede Menge Qualm. Dann mußten wir natürlich aufpassen, daß das Feuer nicht ausging."

Sucht man im Internet etwas über dieses 1000-Mann-Lager, erfährt man nicht viel. Wenn ältere Hoyerswerdaer dazu noch Erinnerungen haben, würden wir uns sehr darüber freuen und sie hier ergänzen. Es soll ja nicht nur irgendein neuer Cache für einen weiteren Punkt sein, sondern etwas vermitteln, was ganz schnell in Vergessenheit geraten könnte.
Die meisten Infos zu diesem Gelände besagen, daß hier ein Industriegelände der Stadt Hoyerswerda entstehen soll. Am Rande der großen, freien Fläche, auf der die Baracken standen, haben sich auch schon einige Firmen angesiedelt. Zwei dieser Firmengebäude braucht Ihr, um den Cache zu finden.

Station 1: Über der Eingangstür steht der Doppelname der Firma. Davon braucht Ihr drei Buchstaben.

3. Buchstabe, Stellung im Alphabet = A,

5. Buchstabe, Stellung im Alphabet = B,

12. Buchstabe, Stellung im Alphabet = C.

Station 2: Um welche Fahrzeuge geht es hier? Zählt die Buchstaben vom ersten Begriff des Doppelwortes, das ist D.

Hier findet Ihr den Cache: N 51° 26. A D (B+C)  E 014° 13. A (2xC) B

Es hat wirklich nicht viel Sinn, die Antworten zu Hause im Internet zu suchen. Vor Ort geht es wesentlich schneller.
 

Da ihr weder rätseln und wandern, noch komplizierte Gleichungen lösen müßt, ist hier eine andere Bedingung zu erfüllen: Ihr braucht einen Magnetstab.

 

Hier einige zusätzliche Infos zu diesem Areal aus den Logs:

--- Wir haben auch unsere theoretische Ausbildung um die Wendezeit hier noch geniessen dürfen. Es war schon eine sehr spannende Zeit gewesen, die reichlich positive wie auch negative Erinnerungen zurückliessen. Vielleicht sollte nebenbei noch erwähnt werden, das wir unseren Sportunterricht, in unmittelbarer Nähe auf dem Gelände der Deutschen Reichsbahn, in einem Lokschuppen hatten.

--- wenn ich mich nicht irre, dann war in der Nachnutzung sogar das Finanzamt in der Baracke 10.

--- Unser Vater/Schwiegervater hatte hier damals im Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Hoyerswerda gearbeitet!

--- Meine Eltern zogen 1957 mit mir vom Vogtland nach Hoyerswerda in einen neuen Block "An der Thrune". Zuvor hatte mein Vati hier in Hoyerswerda schon als Zimmermann am Aufbau der neuen Wohnungen mitgewirkt. In dieser Zeit wohnte auch er hier im 1000-Mann-Lager und meine Mutti arbeitete eine Zeit nach dem Umzug auch hier als Verkäuferin in einer Baracke.

--- In einer dieser Baracke war auch ein Teil des BMK (Bau- und Montagekombinat) untergebracht. Als Kind habe ich damals in den Ferien meinen Vater in seiner Mittagspause dort besucht und er war mit mir in der Großküche essen. Und ich erinnere mich an die kleine Verkaufsstelle. Dort haben wir auf dem Weg in den Garten manchmal Halt gemacht.

--- Als ich hier um die Ecke zur Schule ging, standen noch einige wenige Baracken. Aber außer an einen aufregenden Abenteuerspielplatz und regelmäßige Brände konnte ich mich an nichts mehr in diesem Zusammenhang erinnern.

--- Ja das kenne ich auch noch aus der Zeit als einige DDR-Behörden hier ihren Sitz hatten. Hier hat sich ja alles verändert.

--- Herr Meier hat noch viele Erinnerungen an dieses Holzbarackenlager. Da er in der Nähe aufwuchs und die Oberschule 3 besuchte, ging es für ihn viele Jahre in der großen Hofpause am Sportplatz vorbei und zwischen dem Heizhaus und Rodelberg hindurch zur Schulspeisung in die Zentralküche. Diese befand sich in der Nähe des Finals. Frau Meier hat in einer dieser Baracken ihre Berufsschule absolviert. Zu sehen ist von diesen Dingen aber heute kaum noch etwas.

---U. a. waren hier auch die damalige Gebäudewirtschaft, Versicherung, Försterei sowie die Zivilverteidigung oder der Zivil- und Katastrophenschutz - wie man es heute nennen würde - in einigen Baracken ansässig.

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