Skip to content

Die Bestie vom Sonnenberg - Virtual Reward 3.0 Virtual Cache

Hidden : 3/1/2022
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   virtual (virtual)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Die Bestie vom Sonnenberg

Dieser Cache ist nicht unbedingt für kleine Kinder geeignet. Aber es ist ein wahres Verbrechen, somit irgendwie auch Teil unserer Stadt



Es geht um ein jahrzehntealtes Verbrechen, das sofort an einen neueren Fall in Sachsen erinnert. Da stand der Kriminalbeamte Detlev G. vor dem Landgericht in Dresden. Er soll einen anderen Mann auf dessen Wunsch hin getötet, zerstückelt und vergraben haben, so beschuldigt ihn die Staatsanwaltschaft. Es gibt keine Hinweise, dass der Angeklagte Teile der Leiche verspeist hat. Dennoch ist das Entsetzen groß. Aber Detlev G. ist nicht der Erste, der sich in Sachsen wegen einer so abscheulichen Tat verantworten muss. Dass es sogar Schlimmeres gab, ist in der polizeihistorischen Sammlung in Dresden zu besichtigen.

Die rotbraune Papptafel ist mindestens 60 Jahre und zählt zu den älteren Teilen der Sammlung, wenn auch nicht zu den ältesten. „Sie gehört zu den wenigen Exponaten, die wir aus der Zeit unmittelbar nach 1945 haben“, sagt Wolfgang Schütze, der Leiter der Sammlung. Sie dürfte 1948 entstanden sein, schätzt er. Vermutlich für Lehrzwecke beim Aufbau der neuen Polizei in der sowjetischen Besatzungszone. Im Grunde vermittelt die Tafel das blanke Grauen, denn sie erinnert an XXXXXXXXX, den Kannibalen vom Chemnitzer Sonnenberg, und an Ida, seine Schwester – und sein Opfer.

Ida hat am 20. November 1947 ihren 63. Geburtstag begangen. Sie betreibt in den Nachkriegsjahren ein kleines Kurzwarengeschäft in der Chemnitzer XXXXXXXstraße XX, ein paar Straßen hinter dem Hauptbahnhof. Damit verdient sie ihren Lebensunterhalt.

Etwa drei Wochen nach dem Geburtstag zieht der zwei Jahre ältere Bruder Bernhard zu ihr, ein gelernter Former. Er ist gerade aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm zur Last gelegt, er habe versucht, seine Frau Liddy mit XXXXXXX zu vergiften. Doch das Chemnitzer Landgericht hat ihn freigesprochen. Aus der Sicht der Richter gab es nicht genügend Beweise.

Die Gattin will ihn danach nicht mehr sehen, deshalb zieht er zur Schwester. Sie habe den Bruder nur aufgenommen, damit er nicht obdachlos sei, erzählt Ida ihrer Freundin Charlotte Heinrich. Sie wolle Bernhard schnell wieder loswerden, denn er sei grob, unersättlich und würde alles wegessen, erzählt sie der Freundin, die quasi um die Ecke wohnt. Charlotte Heinrich sagt später bei der Polizei, sie habe selbst gesehen, wie Bernhard einmal einen ofenfrischen Kuchen anschnitt, und große Stücke davon gegessen habe.

Am 8. Januar 1948, einem Donnerstag, schaut Charlotte Heinrich kurz vor Ladenschluss bei ihrer Freundin rein, lehnt deren Einladung zu einer Plauderstunde am Abend aber ab, weil ihr Sohn sie besuchen will. Als Charlotte Heinrich am darauffolgenden Sonntag nach Ida fragt, erfährt sie vom Bruder nur, dass ihre Freundin zum Hamstern gefahren und noch nicht zurück sei. In den Nachkriegsjahren waren Lebensmittel in den Großstädten knapp. Deshalb fuhren Städter über Land, um bei Bauern etwas Essbares aufzutreiben.

Am Mittwochabend sei Ida nach Falkenberg, Fichtenberg und Döbeln aufgebrochen, sagt Bernhard. Das wundert Charlotte Heinrich, denn am Donnerstag hat sie ja noch mit Ida gesprochen, und von der Hamsterfahrt war da keine Rede.

Am Montag verfliegen die Zweifel. Denn Charlotte Heinrichs Sohn ist es gelungen, in Döbeln anzurufen. Am Telefon sagt man ihm, dass Ida tatsächlich in Döbeln sei. Der Freundin fällt aber auf, dass Bernhard ein ziemliches Durcheinander in der Küche angerichtet hat, seit Ida weg ist. Eimer und Töpfe stehen herum, es riecht komisch. In der Verwandtschaft hat er nach Einweckgläsern gefragt und gesagt, er habe Fleisch aufgetrieben, das wolle er einkochen.

Bei der nächsten Begegnung erzählt Bernhard, Ida sei noch nicht zurück, weil sie in Döbeln erkrankt sei. Er zeigt Charlotte Heinrich ein Glas mit der Aufschrift „Gift“ und spricht die Befürchtung aus, dass seine Schwester davon genommen haben könnte. Am nächsten Tag, dem 15. Januar, wolle er hinfahren, um nach ihr zu sehen.

Doch XXXXX fährt nicht. Stattdessen erzählt er der Freundin, er sei bei der Polizei gewesen. Dort habe er erfahren, dass seine Schwester nicht in Döbeln sei. Die Auskunft, die sie erhalten habe, sei durch eine Verwechslung zustande gekommen. Am 16. Januar, Ida ist seit einer Woche weg, sagt ihr Bruder zu Charlotte Heinrich: Von der Polizei wisse er, dass in Fichtenberg eine Frau aus dem Wasser gezogen worden sei, auf die die Beschreibung seiner Schwester passe. Der Ort ist heute ein Teil von Mühlberg an der Elbe.

Nun ist Charlotte Heinrichs Geduld am Ende. Sie sagt zu XXXXXX: Entweder er zeige das Verschwinden seiner Schwester selbst bei der Polizei an oder sie werde das tun. So registriert das 5. Polizeirevier in Chemnitz, dass am 16. Januar 1948 „ein gewisser XXXXX“ erschien und erklärte, dass er seit acht Tagen seine Schwester vermisse, die sich wohl mit XXXXXX vergiftet habe.

Bernhard und XXXXXX – da klingeln im 5. Polizeirevier die Alarmglocken. Man weiß auch dort von XXXXXXX Giftmordversuch an seiner Ehefrau Liddy, der Prozess hat für Aufsehen in der Stadt gesorgt. So liegt die Vermisstenanzeige am nächsten Tag auf dem Tisch der Mordkommission des Chemnitzer Kriminalamtes. Noch am Sonnabend werden Familienangehörige von Ida befragt. Von denen erfährt die Kripo, dass Idas Bruder seit ihrem Verschwinden ab und zu zwei wertvolle Ringe seiner Schwester trägt, und dass er ein Paket geöffnet hat, das an sie gerichtet war. Diese Hinweise veranlassen den Kriminalinspektor Böhme, Bernhard noch am selben Tag festzunehmen.

Am folgenden Montag fahren vier Mitarbeiter der Mordkommission in die XXXXXXXstraße XX. Ein Zettel mit der Aufschrift „Wegen Krankheit geschlossen“ hängt am heruntergelassenen Rollladen des Geschäftes von Ida. In der Küche fällt dem Kriminalinspektor Böhme sofort die Unordnung auf. Er war schon einmal hier, als er wegen des Giftmordversuches ermittelte. Da herrschte in der Küche „peinlichste Ordnung und Sauberkeit“, schreibt er später in seinem Bericht. Jetzt liegt ein XXXXXX in der Sofaecke, an dem Blut und Haare kleben. Auf dem Herd stehen Töpfe voller Fleischreste und abgenagte Knochen. In der Schlafkammer steht ein Eimer, ein Tontopf und eine Waschschüssel voller Fleisch. Auch zwei Sägen und Frauenkleider voller Blut liegen herum. Im Keller, so schreibt Böhme im Tatortbericht, bietet sich „der Mordkommission ein entsetzlicher Anblick“. In einem Eimer liegen der Kopf und in einem Korb die abgetrennten Hände und Füße einer Frau. Gerichtsmediziner stellen am selben Tag fest, dass in der Wohnung eine Frau mit einem XXXXXX der Schädel eingeschlagen und ihre Leiche zerstückelt worden ist.

Am nächsten Tag sitzt Bernhard Mitarbeitern der Mordkommission gegenüber. Die Vernehmung wird fast 28 Stunden dauern. XXXXXXX ist der Polizei vor allem als Geldfälscher bekannt. Nun erzählt er eine andere recht plausible Geschichte. Am 8. Januar habe er Ida tot in der Küche gefunden. Um ihr den Makel einer Selbstmörderin zu nehmen, habe er Ida den Schädel eingeschlagen. Und weil er fürchten musste, als Täter in Verdacht zu kommen, habe er die Leiche in der Nacht zerteilt. Am nächsten Morgen habe er überlegt, „dass das Fleisch noch brauchbar sei zum Essen“. So steht es im Protokoll.

Auf die Frage, warum er das Fleisch seiner Schwester gekocht, gebraten und gegessen habe, antwortet XXXXXX: „Ich gebe zu, dass ich eine gewisse Gier nach Fleisch habe.“ Kriminalinspektor Böhme schreibt drei Tage später in seinen Bericht: XXXXXX sei „hemmungslos verfressen“. Er verlangt sogar in der Haft noch nach dem Fleisch seiner Schwester und lädt die Beamten ein, auch davon zu kosten. Böhme spricht von „einem ganz kalten Menschen“, der Fragen „klar und präzis“ beantwortet und „in wohlüberlegten Sätzen sprach“, ohne „irgendwelche geistigen Mängel“. Erst unter dem Druck der Indizien sei er unsicher geworden. Die Gerichtsmediziner hatten herausgefunden, dass Ida noch lebte, als Bernhard ihr den Schädel einschlug.

Nach dem Ende der Vernehmung gesteht er, dass sie am 8. Januar abends Streit hatten. Ida sei zornig gewesen, weil er sich wieder nicht um eine eigene Wohnung gekümmert hatte. Da habe er zugeschlagen, und ihr später den Hals aufgeschnitten, obwohl, wie er sagt, „noch Leben in ihr war“.

Die Mordkommission ist überzeugt, dass Bernhard aus kalter Berechnung gehandelt hat, ohne sexuelle Begierde. Er ist der nächste Erbe seiner Schwester, hat bereits Geld von ihr ausgegeben, ihre Wäsche versetzt und trägt ihre Ringe. Sogar sein Wohnungsproblem wäre gelöst gewesen, wäre Idas Verschwinden nicht Freunden und Verwandten aufgefallen.

Quelle: https://www.saechsische.de/der-unersaettliche-vom-sonnenberg-2914362.html


Eure Aufgabe, um den Cache loggen zu können:

Schickt mir den Namen der Bestie und das gesuchte Gift per Mail.

Begebt euch zu den Listingkoordinaten. Dort sollt ihr ein spezielles Foto machen. Ihr dürft hier mal etwas anders kreativ werden: zeichnet, bastelt oder zeigt wie auch immer die "Tatwaffe" und bringt da noch euren Cachernamen an. Schreiben, malen, kleben - euch wird da sicher was einfallen. Beim Foto sind eurer Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt.

Wisst ihr eigentlich, wo ihr gerade steht? Habt ihr die Adresse herausgefunden? Auch diese schickt mir bitte per Mail. Denkt daran, ihr werdet beobachtet. Cacher sind bekanntlich überall ;)

Und auch wenn das gesuchte Haus gerade eingerüstet ist, wäre es doch sehr schön, wenn ihr wirklich da das Foto aufnehmt.




Virtual Rewards 3.0 - 2022-2023

This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between March 1, 2022 and March 1, 2023. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards 3.0 on the Geocaching Blog.

Additional Hints (Decrypt)

Ortrog rhpu mhz evpugvtra Gngbeg

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)